mini|Anyuan-Tempel (2016) Der Anyuan-Tempel oder Tempel der Befriedung der Fernen Gebiete ()Für einen buddhistischen Tempel ungewöhnlich ist die Bezeichnung mit dem chinesischen miao (statt des üblichen si). ist einer der Acht Äußeren TempelVon ursprünglich elf. in Chengde (Jehol) in der chinesischen Provinz Hebei. Der buddhistische Tempel befindet sich östlich des Wulie-Flusses auf einem Hügel. Er wurde 1764 fertiggestellt. Sein Baustil ahmt den des Gulja-TempelsOder Gurzha-Tempel, Guerzha-Tempel usw. . am Fluss Ili in Xinjiang nach, deshalb wird er auch Ili-Tempel genannt. Der ursprüngliche Tempel wurde während der Dsungarenkriege zerstört. Der Tempel wurde für die über 6.000 Menschen des Dashidawa-Klans der dsungarischen Mongolen erbaut, die hier 1759 nach der Bezwingung der Dsungaren durch die Qing siedelten. (gefunden am 20. Oktober) Die Anlage umfasst eine Fläche von ca. 28.000 Quadratmetern.

Seine dreigeschossige, auf vierundsechzig Säulen stehende Haupthalle, die Pudu-Halle, auch , ist mit schwarzen glasierten Ziegeln bedeckt.Zu dieser Form der Dachbedeckung in der buddhistischen Architektur, vgl. (gefunden am 20. Oktober). Sie weist tibetische Stilelemente auf. Eine Grüne Tara, seltener auch . Nach www.doncroner.com (gefunden am 20. Oktober) soll es sich hierbei um Kshitigarbha handeln.-Statue befindet sich auf einem Altar im ersten Teil, im zweiten werden die Buddhas der Drei Zeiten (Trikala-Buddhas)三世佛 Sānshì Fó (die Buddhas der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft) und im dritten Yamantaka verehrt. Die vier Wände der ersten beiden Teile sind mit Bildern von buddhistischen Geschichten bedeckt. Vor der Halle befindet sich eine viersprachige Gedenktafeln mit Steingravierungen in mandschurischer, chinesischer, mongolischer und tibetischer Schrift; vgl. Martin Gimm: Kaiser Qianlong (1711-1799) als Poet (PDF; 2,5 MB), S. 72 f., die von der Dsungaren-Rebellion berichtet.

Der Anyuan-Tempel (Anyuan miao) steht seit 1988 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (3-122).

Literatur Erich Haenisch: Die viersprachige Gründungsinschrift des Tempels An-yüan-miao in Jehol vom Jahre 1765 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse. Jahrgang 1950, Band 15). Verlag der Wissenschaften und der Literatur in Mainz (in Kommission bei Franz Steiner Verlag, Wiesbaden), PDF; 7,5 MB. James A. Millward: . Georgetown University.

Nachschlagewerke Zhongguo da baike quanshu: Wenwu. Bowuguan [Große chinesische Enzyklopädie: Band Kulturgegenstände. Museen]. Beijing: Zhongguo da baike quanshu chubanshe, 1993

Einzelnachweise und Fußnoten

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