mini|Logo des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal mini|Karte des Mittelrheins mit dem Welterbegebiet

Die Liste der Kulturdenkmäler im Welterbe Oberes Mittelrheintal nennt Kulturdenkmäler im Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal wie Burgen, Festungen, Schlösser, Sakralbauten, Bodendenkmäler und weitere profane Bauwerke, die im Antrag zur Aufnahme in die Welterbeliste und in der begleitenden Dokumentation zum UNESCO-Antrag aufgeführt wurden.

Welterbe Oberes Mittelrheintal

Das „Welterbe Oberes Mittelrheintal“ bezeichnet eine Kulturlandschaft am Mittelrhein, die am 27. Juni 2002 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Das Welterbegebiet erstreckt sich von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz auf einer Länge von 67 Kilometern entlang des Durchbruchstals des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge.

Die Einzigartigkeit dieser Kulturlandschaft ist der außergewöhnliche Reichtum an kulturellen Zeugnissen. Seine besondere Erscheinung verdankt das Mittelrheintal einerseits der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, andererseits der Gestaltung durch den Menschen. Seit zwei Jahrtausenden ist es einer der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas. Im Herzen Europas gelegen, mal Grenze, mal Brücke der Kulturen, spiegelt das Tal die Geschichte des Abendlandes exemplarisch wider. Mit seinen hochrangigen Baudenkmälern, den rebenbesetzten Hängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Siedlungen und den auf Felsvorsprüngen aufgereihten Höhenburgen gilt es als Inbegriff der Rheinromantik. Nicht zuletzt inspirierte es Heinrich Heine zur Dichtung seines Loreleylieds.

Erklärung Kulturdenkmal: Nennt den Namen des Kulturdenkmals. Ort: Nennt den Ort, in/bei dem sich das Kulturdenkmal befindet. Baujahr: Nennt das Jahr der erstmaligen Errichtung des Kulturdenkmals. Beschreibung: Gibt einen kurzen Überblick über das Kulturdenkmal. Foto: Foto des Kulturdenkmals (falls vorhanden).

Hinweis: Die Liste ist jeweils stromabwärts von Bingen / Rüdesheim in Richtung Koblenz sortiert.

Burgen Kulturdenkmal Ort Baujahr Beschreibung K FotoLinksrheinisch Burg Klopp Bingen zwischen 1240 und 1277 Burg der Mainzer Erzbischöfe, teilweiser Wiederaufbau 1853, Neubau des Hauptgebäudes 1875–1879 100px Trutzbingen Münster-Sarmsheim 1493 Trutzburg der Stadt Münster-Sarmsheim gegen Bingen 100px Burg Rheinstein Trechtingshausen 1316 Burg der Mainzer Erzbischöfe gegen Kurpfalz, Wiederaufbau 1825–29 durch Prinz Friedrich von Preußen 100px Burg Reichenstein Trechtingshausen 1213 1344 an Kurmainz, Wiederaufbau 1899 durch Nikolaus von Kirsch-Puricelli im Stil der Rheinromantik 100px Burg Sooneck Niederheimbach 1271 Neubau 1344 durch die Herren von Waldeck, Wiederaufbau als Jagdschloss durch vier preußische Prinzen von 1842 bis 1861 100px Heimburg Niederheimbach 1294–1305 Burg der Mainzer Erzbischöfe zur Sicherung der Enklave Niederheimbach, nach 1860 teilweiser Wiederaufbau, 1920 Ausbau 100px Burg Fürstenberg Rheindiebach 1219 Burg des Erzstifts Köln, 1243 an Kurmainz 100px Burg Stahleck Bacharach um 1100 1925 Rekonstruktion der Ring- und Schildmauer, 1931 Neubau Palas 100px Burg Stahlberg Bacharach 1158–1168 Burg des Erzstifts Köln, 1243 an Kurmainz 100px Schönburg Oberwesel 1149 13./14. Jahrhundert Ganerbenburg, Ausbau und Wiederaufbau von 1895 bis 1982 in mehreren Phasen 100px Burg Rheinfels Sankt Goar 1245 13./14. Jahrhundert Ausbau zur Residenz, nach 1479 Bau von Kasematten und Außenwerken, 17. Jahrhundert Ausbau zur großen Festung 100px Alte Burg Boppard um 1265 Erbauung des Bergfriedes um 1265, Erweiterung unter Balduin von Luxemburg 1327 100px Alte Burg Koblenz 1277 Errichtung unter dem Trierer Erzbischof Heinrich II. von Finstingen auf den Fundamenten eines römischen Rundturms als Zwingburg 100pxRechtsrheinisch Boosenburg Rüdesheim 12. Jhd. Als Sitz der Ritter Fuchs von Rüdesheim errichtet 100px Brömserburg Rüdesheim 1186–1190 Kurmainzische Zollburg 100px Vorderburg Rüdesheim vor 1189 Erbaut durch ein Rüdesheimer Adelsgeschlecht Burg Ehrenfels Rüdesheim um 1211 Erbaut durch Philipp III. von Bolanden im Auftrag des Mainzer Erzbischofs, bildete zusammen mit dem Binger Mäuseturm einen der stärksten Zollriegel am Rhein 100px Ruine Nollig Lorch 14. Jahrhundert Ehemaliger Wachturm 100px Burg Waldeck Lorch um 1147 Die heute verfallene Anlage war im 14. Jahrhundert Sitz von bis zu 22 Ganerbenfamilien 100px Sauerburg Sauerthal um 1339 100px Burg Pfalzgrafenstein Kaub 1326–1342 Zollwache der Pfalzgrafen bei Rhein, errichtet auf einer Rheininsel, eine der wenigen nie zerstörten Burgen im Mittelrheintal 100px Burg Gutenfels Kaub 1220 Erbaut durch die Herren von Falkenstein, 1277 verkauft an den Kurfürsten von der Pfalz 100px Burg Katz Sankt Goarshausen 1360–1371 Erbaut von den Grafen von Katzenelnbogen, eigentlicher Name Burg Neukatzenelnbogen 100px Burg Reichenberg Reichenberg 1319–1331 Erbaut von den Grafen von Katzenelnbogen 100px Burg Maus Sankt Goarshausen 1353–1388 Erbaut durch den Trierer Erzbischof Boemund II. 100px Burg Liebenstein Kamp-Bornhofen 13. Jahrhundert Feindliche Brüder, neu erbauter Sitz der Erben der Herren von Bolanden, nachdem Burg Sterrenberg als Reichspfand an den Erzbischof von Trier ging 100px Burg Sterrenberg Kamp-Bornhofen um 1034 Feindliche Brüder, älteste erhaltene Burganlage im Mittelrheintal 100px Burg Osterspai Osterspai 14. Jahrhundert 100px Marksburg Braubach um 1231 Zollburg, einzige nie zerstörte mittelalterliche Höhenburg am Mittelrhein 100px Burg Lahneck Lahnstein 1226–1245 Erbaut durch den Mainzer Erzbischof Siegfried III. von Eppstein zum Schutz der Lahnmündung und der Mainzer Enklave 100px

Festungen

Kulturdenkmal Ort Baujahr Beschreibung K Foto Festung Koblenz Koblenz 1815–1834 Preußisches System von Festungswerken, errichtet nach dem Polygonalsystem, eine der größten Festungen ihrer Zeit in Europa Linksrheinisch Fort Großfürst Konstantin Koblenz 1822–1827 Teil der Festung Koblenz, Vorposten der Feste Kaiser Alexander 100px Stadtbefestigung Koblenz Koblenz Seit 3. Jahrhundert Vormals römische und kurtrierische Stadtmauer, im 19. Jahrhundert als Teil der Festung Koblenz zu einer mächtigen Wallanlage ausgebaut 100px Feste Kaiser Franz Koblenz 1816–1822 Festungsanlage im System der Festung Koblenz 100px Neuendorfer Flesche Koblenz-Lützel 1820–1825 Teil der Festung Koblenz, Flesche im System der Feste Kaiser Franz 100pxRechtsrheinisch Fort Asterstein Koblenz-Asterstein 1818–1828 Teil der Festung Koblenz, Fort im System Pfaffendorfer Höhe 100px Festung Ehrenbreitstein Koblenz 1817–1828 Festungsanlage im System der Festung Koblenz, thront als größtes fast vollständig erhaltenes Festungswerk über dem Mittelrheintal 100px Werk Pleitenberg Koblenz-Niederberg 1827–30 Defensibles Pulvermagazin im Vorfeld der Festung Ehrenbreitstein 100px

Schlösser Kulturdenkmal Ort Baujahr Beschreibung K FotoLinksrheinisch Schloss Stolzenfels Koblenz 1242–1259 Unter dem Trierer Erzbischof Arnold II. von Isenburg als Zollburg errichtet, Zerstörung 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg, Wiederaufbau unter Friedrich Wilhelm IV. 1826–1842 als Schloss im Stil der Neugotik, Inbegriff der Rheinromantik 100px Kurfürstliches Schloss Koblenz 1777–1793 Letzte Residenz des Erzbischofs und Kurfürsten von Trier bis zur Zerschlagung des Kurstaats 1794 durch französische Revolutionstruppen, bedeutendste Schlossanlage am Mittelrhein 100pxRechtsrheinisch Jagdschloss Niederwald Rüdesheim nach 1764 Jagdschloss des Grafen Karl Maximilian von Ostein 100px Schloss Liebeneck Osterspai 1590 Jagdschloss der Herren von Liebenstein 100px Schloss Philippsburg Braubach 1568–1571 Residenz des Landgrafen Philipp II. von Hessen-Rheinfels 100px Schloss Martinsburg Lahnstein 1298 Zollburg der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz 100px Schloss Philippsburg Koblenz 1626–1632 Residenz der Kurfürsten und Erzbischöfe von Trier in Ehrenbreitstein, 1801 zerstört, erhalten geblieben ist die Pagerie, das Dikasterialgebäude, der Krummstall und der Marstall 100px

Sakralbauten