Das Wappen der Valencianischen Gemeinschaft, einer Autonomen Gemeinschaft Spaniens, wurde vom Consejo del País Valenciano am 17. Juni 1978 angenommen und nach Erlangung der Autonomie am 4. Dezember 1984 von der Generalitat Valenciana bestätigt. Es wurde das erweiterte Wappen Aragoniens festgelegt, wie es von Peter IV. (1336–1387) geführt hat.
Beschreibung Der goldene Wappenschild zeigt vier rote Pfähle. Aus der goldenen Krone auf dem rechtsseitig gesetzten Topfhelm wächst ein rotgezungter goldener Drache. Die blaue, rot gefütterte Helmdecke markiert ein gespitztes silbernes Tatzenkreuz.
Historische Herkunft der Wappenbestandteile Der Schild mit den vier roten Pfählen erscheint erstmals auf einem Siegel aus Wachs an einem Dokument, das Raimund Berengar IV., Graf von Barcelona am 2. September 1150 ausstellte. Durch seine Heirat mit Petronella von Aragón wurde der Schild auch zum Wappen des in Personalunion regierten Königreichs Aragón. Peter IV. war der 6. Nachfolger von Raimund Berengar IV. und führte folglich das gleiche Wappen.
Der Topfhelm war von ca. 1200 bis ca. 1380 der übliche Ritterhelm und taucht daher auch im Wappen Peters IV. auf. Auf der Helmdecke erscheint ein weißes Kreuzsymbol. Dieses geht auf das Unterschriftszeichen oder Signum König Ramiros I. zurück. Der aragónesische Geschichtsschreiber Jéronimo Zurita schrieb in seinem 20-bändigen Werk Anales de la corona de Aragón dieses Kreuz dem ersten König von Pamplona Íñigo Arista zu. von dem die ersten Herrscher Aragóns abstammen sollten. Seiher wird das Symbol auf blauem Grund als „Kreuz des Íñigo Arista“ bezeichnet.
Der goldene geflügelte Drache der Helmzier wurde von Pedro IV. als sein persönliches Kennzeichen für Turniere oder offizielle Zusammenkünfte geschaffen. Nach Guillermo Fatás Cabeza ist der Drache ein sprechendes Symbol (dragón = d'Aragón).
Einzelnachweise
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