Der ASVÖ Raiffeisen Granitmarathon ist ein Mountainbike-Marathon-Rennen, das seit dem Jahr 2001 in Kleinzell im Mühlkreis (Oberösterreich) ausgetragen wird. Der Wettbewerb findet jährlich am Pfingstwochenende statt.

2006, 2015 und 2022 wurde im Rahmen dieses Rennens die österreichische Staatsmeisterschaft ausgetragen. Von 2007 bis 2011 war der Granitmarathon Teil der TREK Mountainbike Challenge, der insgesamt 10 Mountainbikerennen in Europa angehören.mountainbike-challenge.at 2011 war er Schauplatz der Europameisterschaft des europäischen Radsportverbandes (UCI).uci.ch Seit 2012 zählte er zur Centurion MTB Challenge. Seit 2024 ist es auch Teil der TopSix Marathon Rennserie.topsix.at

Durch die besondere Landschaft im Mühlviertel unterscheidet sich das Rennen wesentlich von anderen großen Rennen.

Marathon Die Disziplin Mountainbike-Marathon ist jedes Jahr das Kernstück des Rennwochenendes. In den ersten beiden Jahren wurden zwei verschiedene Streckenlängen gefahren. Es handelte sich dabei um einen Rundkurs, der einmal bei der Small-Strecke (38 Kilometer) und zweimal bei der Classic-Strecke (76 Kilometer) gefahren werden musste. 2003 änderte sich diese Streckenführung geringfügig, sodass die Distanzen um zwei beziehungsweise vier Kilometer länger wurden. Seit 2004 gibt es eine dritte Streckenvariante, die Light-Strecke ist 27 Kilometer lang und soll vor allem Hobbyfahrer ansprechen. Durch die Austragung der Mountainbike-Marathon-Europameisterschaft im Jahr 2011 wurde die Strecke bereits 2009 an die neuen Auflagen und Besonderheiten des UCI-Regelwerks angepasst. Die Classic-Strecke führte seit 2009 über 100 Kilometer, wobei jeder Punkt nur einmal angefahren wird. Die Small-Strecke wurde ebenfalls leicht abgeändert und es sind hier 50 km zu absolvieren. Die Light-Strecke blieb gleich.

Im Jahr 2012 wurde wieder auf eine kürzere Strecke zurückgestiegen. Wie bereits üblich gab es drei verschiedene Wertungen (Light, Small, Classic). Die Light-Strecke war ca. 24 Kilometer (550 Höhenmeter) lang. Die Small ca. 38 (1300 Höhenmeter) Kilometer und die Classic ca. 78 Kilometer (2500 Höhenmeter), wobei bei der Classic-Wertung die Small-Strecke zweimal zu absolvieren war.

In den Jahren 2014 und 2015 wurde ein 3-Tages-Etappenrennen durchgeführt, bei den beinahe die gesamte Granitland-Strecke mit bis zu 270 km absolviert wurde.

Im Jahr 2016 wurden die Strecken weiter ausgebaut, die Small- und Classic-Strecke werden auf 49 und 60 km verlängert und eine neue Xtreme-Strecke mit 90 km eingeführt, um dem generellen Trend zu längeren Strecken gerecht zu werden.

Die für das 20. Jubiläum im Jahr 2020 geplanten Österreichische Staatsmeisterschaften in der Disziplin Mountainbike Marathon mussten leider genauso wie der Bewerb im Jahr 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden.

Im Jahr 2022 konnten bei der 20. Auflage erneut die Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Disziplin Mountainbike Marathon durchgeführt werden.

Europameisterschaft 2011 Am 12. Juni 2011 wurde im Rahmen des Granitmarathons die UEC Mountainbike Marathon Europameisterschaft ausgetragen. Durch starken Regen am Tag davor war die Strecke stark aufgeweicht und rutschig. Bei den Damen setzte sich die Schwedin Pia Sunstedt durch. Sally Bigham (GB) und Elena Giacomuzzi (ITA) belegten die Plätze 2 und 3. Alexey Medvedev aus Russland war bei den Herren der Sieger. Jukka Vastaranta aus Finnland belegte Platz 2, Tim Böhme aus Deutschland wurde dritter.

Wertungen Die Wertungen wurden im Laufe der Jahre immer wieder abgeändert. Die längsten Wertungen wurde 2010 und 2011 gefahren. Grund dafür war die Austragung der Europameisterschaft. Seit 2016 werden folgende Streckenlängen gefahren: Name Länge Höhendifferenz Xtreme 90 Kilometer 3100 Höhenmeter Classic 60 Kilometer 2000 Höhenmeter Small 49 Kilometer 1500 HöhenmeterLight 26 Kilometer 700 Höhenmeter

Strecke mini|Start der Classic-Wertung In Kleinzell wurde 2011 die Mountainbike Marathon Europameisterschaft ausgetragen. Daher war es notwendig die bisherige Strecke völlig neu zu gestalten, um den Anforderungen des Europäischen Radsportverbandes gerecht zu werden. Die EM-Strecke musste ein Rundkurs sein, bei dem kein Punkt zweimal angefahren wurde. Außerdem musste die Siegerzeit über 4 Stunden liegen. Bis 2008 wurden für die Classic-Wertung 2 Runden der Small-Strecke gefahren.

Bis 2009 wurden die Rennen auf einem 40 Kilometer langen Rundkurs ausgetragen. Je nach Wertung wurde diese Runde ein- oder zweimal gefahren. Der Light-Bewerb fand ebenfalls auf dieser Strecke statt, ein 13 Kilometer langer Abschnitt wurde hier ausgelassen und durch eine kurze Abkürzung ersetzt. Die EM-Strecke verlief in vielen Teilen auf den bereits in den Vorjahren benutzten Abschnitten. Wesentliche Neuerung war, dass der Streckenverlauf einige zusätzliche Orte und Ortschaften nördlich von Kleinzell ansteuerte.

Der Start des Classic-Bewerbs (100 Kilometer) erfolgte in Kleinzell. Um zu Beginn das Feld aufzuteilen, wurden auf den ersten 8 Kilometern verschiedenste Forstwege und Straßen im Ortsgebiet von Kleinzell befahren. Bei Kilometer 8 begann ein längerer, teilweise sehr anspruchsvoller Singletrail, der bis zum Kraftwerk Partenstein hinunter führte. Dort begann ein Anstieg über die Druckrohrleitungen bis zur Ortschaft Ramersberg. Bei Kilometer 11 ging es wieder bergab auf einem Forstweg bis zur Großen Mühl. Im Mühltal bog die Strecke links Richtung Altenfelden ab. Zuerst ein längerer Anstieg auf einem Forstweg, dann weiter auf Straßen und kurzen Waldstücken durch das Ortsgebiet von Altenfelden bis zum Wildpark Altenfelden. Von dort ging es weiter auf Straßen und Wegen Richtung Kirchberg ob der Donau. Bei Kilometer 25 begann eine längere Abfahrt in das Donautal bis zur Ortschaft Obermühl. Von hier aus ging es weiter mit einem Anstieg nach Lembach im Mühlkreis. Bei Kilometer 40 überquerte die Strecke die Hauptstraße (Variante 5). Von hier aus ging es auf Wald- und Wiesenwegen weiter Richtung Putzleinsdorf. Bei Kilometer 45 begann ein steiler Anstieg, der zum Ameisberg führt. Die Hälfte der Strecke wurde am höchsten Punkt des Berges erreicht. Es folgte eine 5 Kilometer lange Abfahrt zurück nach Putzleinsdorf und weiter bis zur Kleinen Mühl bis zur Ortschaft Doppl. Hier begann nach 70 Gesamtkilometern ein Anstieg bis nach Altenfelden in die Ortschaft Mairhof. Über Forstwege und Straßen kam man in das Ortsgebiet von Altenfelden und von dort über eine Abfahrt zum Stausee Neufelden. Bei Kilometer 90 begann ein kurzer, aber sehr steiler Anstieg auf einem Forstweg in Richtung Kleinzell bis zur Ortschaft Apfelsbach. Die letzten 10 Kilometer führten auf Straßen, Wald-, Forst- und Wiesenwegen durch das Kleinzeller Ortsgebiet. Bei Kilometer 95 passierte man die Resi Lacke, kurz darauf die Steinbrüche. Der letzte Anstieg vor dem Ziel wurde für eine gesonderte Bergsprintwertung extra gestoppt. Das Ziel erreichte man nach der Durchfahrt durch das Festzelt wieder beim Ausgangspunkt nach 100 Kilometern.

Die Strecken der übrigen Wertungen verlaufen auf großen Teilen ebenfalls auf der Classic-Strecke. Die Small-Strecke bog in Altenfelden nach dem Wildpark von der langen Strecke ab. Somit wurden hier die Orte Kirchberg, Lembach und Putzleinsdorf nicht angefahren. Die Light-Strecke folgte dem Tal der Großen Mühl und bog nicht nach links Richtung Altenfelden ab. Die Small-Strecke stieß im Ortsgebiet von Altenfelden (Kilometer 80 der Classic-Strecke) wieder zur langen Strecke dazu. Beim Anstieg in die Ortschaft Apfelsbach (Kilometer 90 der Classic-Strecke) kam auch die Light-Strecke wieder zu den beiden anderen.

Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, waren auf der Strecke 118 Streckenposten platziert. Es gab sechs Labstellen, bei denen Flüssigkeit und feste Nahrung für die Teilnehmer bereitstanden. Um die medizinische Versorgung zu gewährleisten, befand sich im Start-/Ziel-Gelände ein Stützpunkt des Roten Kreuzes. Außerdem gab es auf der Strecke sechs Stationen, wo Teams des Roten Kreuzes postiert waren. mini|Radfahrer im Steinbruch

Sieger

2023–2026

Es wird weiterhin auf den Strecken Light – 27 km, Small – 49 km, Classic – 60 km und Xtreme mit 90 km gefahren.

Jahr Sieger 49 km Zeit Sieger 60 km Zeit Sieger 90 km Zeit 2026 Katja Neuner 2:34:19.4 Lea Kremsreiter 3:08:11.9 Sabine Sommer 4:55:31.5 Andi Schrottenbaum 2:07:38.3 Andreas Egger 2:41:01.1 Jakob Reiter 3:54:34.9 2025 Malena Seer 3:04:38.2 Michaela Barz-Herold 3:52:26.8 Karoline Neumüller 6:16:57.5 Martin Schätzl 2:19:54.6 Julian Pöchhacker 2:55:37.1 Daniel Eichmair 4:27:17.8 2024 Selina Zeller 2:49:29.9 Lea Kremsreiter 3:30:46.4 Sabine Sommer 4:53:41.2 Martin Schätzl 2:07:56.0 Daniel Eichmair 2:40:01.9 Daniel Geismayr 3:55:21.4 2023 Nadja Heigl 2:24:17.5 Clara Sommer 3:11:34.0 Karoline Neumüller 5:19:16.0 Martin Schätzl 2:06:56.0 Raphael Hammerschmid 2:38:55.7 Daniel Geismayr 3:54:56.8

2022

2022 wurden die Österreichischen Staatsmeisterschaften ausgetragen. Für Damen auf der 60-km-„Classic“-Strecke und für Herren auf der 90-km-„Xtreme“-Strecke.

Jahr Sieger 49 km Zeit Sieger 60 km Zeit Sieger 90 km Zeit 2019 Irmgard Heumader 2:37:11.6 Angelika Tazreiter (Österreichische Staatsmeisterin) 3:02:11.1 Bianca Morvillo 5:09:13.8 Jakob Mayrhofer 2:07:44.6 Andreas Schrottenbaum 2:45:08.3 Daniel Geismayr (Österreichischer Staatsmeister) 3:44:59.1

2020–2021

Keine Austragung des Rennens aufgrund der Corona-Pandemie.

2016–2019

Seit 2016 werden neue Strecken in den Längen Light – 27 km, Small – 49 km, Classic – 60 km und Xtreme mit 90 km angeboten.

Jahr Sieger 49 km Zeit Sieger 60 km Zeit Sieger 90 km Zeit 2019 Katja Neuner 2:28:44 Barbara Mayer 3:07:47.8 Sabine Sommer 4:48:15 Michael Holland 2:06:06 Christoph Mick 2:41:58.8 Christoph Soukup 3:59:35 2018 Katja Neuner 2:38:42.2 Karoline Neumüller 3:26:17.4 Angelika Tazreiter 4:43:40.0 Andreas Schrottenbaum 2:05:18.4 Wolfgang Krenn 2:40:14.7 Christoph Soukup 4:01:08.2 2017 Barbara Mayer 2:22:40.9 Katharina Alberti 3:23:52.2 Sabine Sommer 4:40:54.6 Andreas Egger 2:05:53.7 Wolfgang Krenn 2:40:28.7 Matthias Leisling 4:03:18.5 2016 Sandra Koblmüller 2:46:03.82 Lena Putz 3:32:01.17 Sabine Sommer 5:06:37.0 Andreas Schrottenbaum 2:14:02.00 Wolfgang Krenn 2:50:40.66 Christoph Soukup 4:08:57.0

2014–2015

Jahr Sieger 38 km Zeit Sieger 78 km Zeit Sieger 3-Tages Etappenrennen Zeit 2015 Regina Genser 2:15:58.28 Christina Kollmann 4:31:47.75 Eva Lehner + Sabine Loacker 20:52:58.0 Moritz Zoister 1:47:21.70 Alban Lakata 3:36:32.56 Matthias Leisling + Uwe Hardter 13:20:55.0 2014 Christina Kollmann 1:49:03.5 Sabine Sommer 4:08:08.8 Barbara Mayer 17:46:26.1 Christoph Mick 1:38:16.1 Matthias Leisling 3:30:54.0 Lukas Buchli 15:13:06.3

2012–2013 Jahr Sieger 38 km Zeit Sieger 78 km Zeit 2013 Christina Kollmann 1:57:17.0 Sabine Sommer 4:26:53.2 Matthias Grick 1:39:33.6 Lukas Buchli 3:29:09.5 2012 Martina Deubler 1:52:02 Birgit Söllner 4:06:43 Bernhard Eisl 1:32:57 Lukas Buchli 3:17:27

2009–2011 Jahr Sieger 50 km Zeit Sieger 100 km Zeit 2011 Manuela Grünzweil 2:30:13Pia Sunstedt *)4:04:11 Gernot Nußbaumer 2:06:24Alexey Medvedev4:01:45 2010 Simone Hornegger 2:50:46Theresia Kellermayr5:47:49 Peter Cirkl 2:07:58Roman Rametsteiner4:33:54 2009 Monika Schachl 2:34:04Barbara Leubutsch7:08:27 Florian Kremmair 2:12:37Roman Rametsteiner4:36:10 ) Die Damen fuhren eine verkürzte Strecke über 80 Kilometer.

2003–2008