Das Ohm-Gymnasium ist ein Gymnasium in Erlangen. Es ist nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm benannt, der 1789 in Erlangen geboren wurde.
Geschichte
Vor 1833 miniatur|Egloffsteinsches Palais, 2012 1817 gründete Carl Leopold Liederer von Liederskron die Schule als privates Erziehungs- und Unterrichtsinstitut als Ergänzung zu den schon in Erlangen existierenden Volksschulen und der Lateinschule. Diese sollte den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen, auch durch verstärkten Deutschunterricht, gerecht werden.
Ab 1833 Aufgrund eines Magistratsbeschlusses wurde die Privatschule 1833 in die „Königliche Landwirthschafts- und Gewerbsschule“ umgewandelt. Zu dieser Zeit prägten Naturwissenschaft und berufspraktische Fächer die Schule. 1837 zog die Schule wegen steigender Schülerzahlen in das Rückgebäude des Egloffsteinschen Palais um. Dessen Vordergebäude wurde ab 1877 im Zuge der Umfirmierung in die sechsklassige „Königlich Bayrische Realschule“ von der Schule genutzt. 1919 wurden erstmals auch Mädchen aufgenommen. Durch die Errichtung einer 7. Jahrgangsstufe und den ersten Abiturjahrgang 1929 war der Ausbau zu einer höheren Schule abgeschlossen. 1939 erhielt die Schule nach dem in Erlangen geborenen Physiker Georg Simon Ohm den Namen „Ohm-Oberrealschule“. 1954 begann der Neubau der Schul- und Sportgebäude am heutigen Standort. Seit 1965 führt die Schule den Namen „Ohm-Gymnasium Erlangen“. Im Juli 2014 begann die Sanierung der Schule. Pädagogische Arbeit, Ausstattung und Angebote Das Ohm-Gymnasium Erlangen bietet drei Ausbildungszweige: Naturwissenschaftlich-technologischer Zweig: Auf Englisch in der 5. Jahrgangsstufe folgt entweder Französisch oder Latein in der 6. Jahrgangsstufe. Alternativ kann ab der 5. Jahrgangsstufe Französisch gefolgt von Englisch in der 6. Jahrgangsstufe gewählt werden. Verpflichtend ist Chemie ab der 8. Jahrgangsstufe. Sprachlicher Zweig: Statt Chemie wird ab der 8. Jahrgangsstufe Spanisch belegt. Der Zweig kann von allen Sprachfolgen ausgehend gewählt werden. Ab der 9. Jahrgangsstufe ist Chemie Pflichtfach. AbiBac-Zweig: Die Schule integrierte das AbiBac-Angebot erstmals im Schuljahr 2010/11. Schüler konnten dabei durch Belegung von Französisch sowie ab der 10. Jahrgangsstufe Geschichte und Geographie auf Französisch nach der 12. Jahrgangsstufe neben dem bayerischen Abitur auch das französische Baccalauréat erwerben. Seit 2015 mussten Schüler hierfür Sozialkunde statt Geographie auf Französisch belegen. Seit erneuter Einführung des G9 beginnt die Belegung der Fächer Geschichte sowie Politik und Gesellschaft auf Französisch erst mit der 11. Jahrgangsstufe. Der Erwerb folgt damit auch erst nach der 13. Jahrgangsstufe. In den drei Schuljahren haben jene Schüler eine zusätzliche Wochenstunde in den Fächern Französisch und Geschichte.
Zusätzlich werden als Wahlfächer Orchester, Bigband, Instrumentalunterricht, Chor, Theater (deutsch, englisch), Chinesisch, Jugend forscht, Robo-AG, Bildbearbeitung, Schülerzeitung, Schulgarten, Klettern, Basketball, Volleyball, Fußball, Triathlon, Tischtennis und Schach angeboten.
Sportlicher Erfolg Das Ohm-Gymnasium ist eine Partnerschule des Sommersports und Stützpunktschule für Triathlon, Fußball und Klettern. In den Sportarten Triathlon und Mountainbiken zeigt die Schule großen Erfolg:
Triathlon: Seit der Einführung von Triathlon als Disziplin von Jugend trainiert für Olympia im Jahr 2011 qualifizierte sich das Team des Ohm-Gymnasiums fast in jedem Jahr für das Bundesfinale. Im Jahr 2014 wurde die Schulmannschaft deutscher Meister. Im darauffolgenden Jahr gewann das gleiche Team die ISF-Schulweltmeisterschaft im französischen Versailles. Mountainbiken: Auch im Mountainbiken nahm die Schule mehrfach mit Podiumsplätzen an deutschen Meisterschaften teil.
Öffentlichkeit Die Schülerzeitung „Gongschlag“ hat mittlerweile über 150 Ausgaben. (Januar 2019)
Partnerschulen des Ohm-Gymnasiums befinden sich in: Madrid (Spanien) Cumiana bei Turin (Italien) Riverside (USA) Objat (Frankreich) Rennes (Frankreich) Toulouse (Frankreich)
Unterstützt wird die Schule durch die „Vereinigung der Eltern und Freunde des Ohm-Gymnasiums Erlangen e. V.“
Auf Initiative der Lehrerin Pierrette Herzberger-Fofana wurde das Ohm-Gymnasium im März 2013 in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage aufgenommen. Dafür konnte es den ehemaligen Fußball-Nationalspieler Gerald Asamoah als Pate gewinnen.. Stadt ErlangenKick gegen Rassismus. nordbayern.de vom 22. März 2013
Ehemalige Schüler Friedrich Sponsel (1921–1980), Politiker (SPD) und Bürgermeister von Erlangen Siegfried Ernst Miederer (* 1942), Gastroenterologe Brigitte Enzer-Probst (* 1949), feministische Theologin Wolfgang Vogel (1950–2017), bayerischer Politiker (SPD) Adeline Schebesch (* 1961), Theater-, Filmschauspielerin und Synchronsprecherin Martin F. Fromm (* 1965), Mediziner und Hochschullehrer Tim Sünderhauf (* 1972), Historiker, Journalist, Autor und PR-Referent Christina Sanchez-Stockhammer (* 1978), Anglistin Florian Janik (* 1980), Politiker (SPD) und ehemaliger Oberbürgermeister von Erlangen Frederik Götz (* 1988), Schauspieler Maximilian Schwetz (* 1991), Triathlet Hanna Marie Klek (* 1995), Schachspielerin Tanja Neubert (* 2000), Triathletin
Bekannte Lehrer Isaak Bacharach (1854–1942), Mathematiker Gebhard Glück (1930–2009), Pädagoge und Politiker Joachim Gruber (* 1937), Altphilologe Rüdiger Ahrens (* 1939), Anglist und Kulturwissenschaftler Pierrette Herzberger-Fofana (* 1949), Soziolinguistin und Politikerin
Weblinks Internetauftritt des Ohm-Gymnasiums Erlangen
Einzelnachweise
Kategorie:Gymnasium in Erlangen Kategorie:Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Kategorie:Georg Simon Ohm Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1833