Rimlos ist ein Stadtteil der Kreisstadt Lauterbach im mittelhessischen Vogelsbergkreis. Der Ort liegt in Oberhessen. Durch Rimlos verläuft die Bahnstrecke Gießen–Fulda; am Ortsrand verlaufen die Bundesstraße 254 und die Landesstraße 3161.
Ortsgeschichte Mittelalter Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort „Rimboldes“ im Jahre 1273.Georg Landau: Beschreibung des Gaues Wettereiba. Kassel 1855. S. 157. Ein zweiter Beleg der Ersterwähnung von 1273 findet sich in einem Kopiar von 1702: „Reinboldes“.Franz: Hainer Urkundenbuch. Band I. Nr. 597, S. 302. 1353 heißt es: „zum Rymboldis“.Georg Landau: Beschreibung des Gaues Wettereiba. S. 157. 1453 wird ein „Henrich Reymboldis“ genannt.Eduard Erwin Becker: Riedeselsches Urkundenbuch. 1200–1500. Offenbach 1924. Regest, Nr. 788, S. 219. Eine weitere Urkunde nennt 1485 „Rymolts“.Eduard Erwin Becker: Riedeselsches Urkundenbuch. Nr. 1412, S. 410. Schließlich wird „Reimles“ 1573 erwähnt.Geschichtsblätter für den Kreis Lauterbach. 13 (1927). S. 24. Allerdings ist diese Datierung unsicher. Der Ortsname wird in der Namenskunde von dem Rufnamen Rimbold abgeleitet und steht in genitivischer Form.Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 304 f Neuzeit 1806 kam Rimlos an das Großherzogtum Hessen und gehörte bis nach dem Zweiten Weltkrieg zur Gemeinde Heblos.
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Rimlos:
Am 31. Dezember 1971 wurde Rimlos im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Kreisstadt Lauterbach eingegliedert. Für Rimlos wurde, wie für die übrigen durch die Gebietsreform nach Lauterbach eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Rimlos angehört(e):
vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Zent Lauterbach der Riedesel Freiherr zu Eisenbach (Oberherrschaft Hessen, ab 1648 Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberamt Alsfeld) ab 1806: Großherzogtum Hessen,Mediatisierung infolge der Rheinbundakte. Fürstentum Oberhessen, Oberamt Alsfeld, Zent Lauterbach (zur Herrschaft Riedesel) ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Lauterbach (zur Herrschaft Riedesel) ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk HerbsteinTrennung zwischen Justiz: Landgericht Lauterbach und Verwaltung. ab 1825: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Umbenennung in Landratsbezirk Lauterbach ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach ab 1867: Norddeutscher Bund,Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied. Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Lauterbach ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis LauterbachIm Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst. ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis, Stadt Lauterbach ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Vogelsbergkreis, Stadt Lauterbach
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rimlos 225 Einwohner. Darunter waren 9 (4,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 36 Einwohner unter 18 Jahren, 90 zwischen 18 und 49, 54 zwischen 50 und 64 und 48 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 93 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 36 Paare ohne Kinder und 30 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung 1854 hatte das Dorf 71 Einwohner, 1933 waren es 61 und heute sind es rund 200.
• 1795: 58 Einwohner • 1800: 58 Einwohner • 1806: 81 Einwohner, 8 Häuser • 1829: 69 Einwohner, 9 Häuser • 1867: 46 Einwohner, 9 Häuser
Historische Religionszugehörigkeit • 1829: 69 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1961: 81 evangelische (= 56,25 %), 63 katholische (= 43,75 %) Einwohner
Politik Ortsvorsteher ist Kurt Wiegel (Stand: Juni 2022).
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
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