Air Creebec ist eine kanadische Regionalfluggesellschaft mit Sitz in Val-d’Or, Québec und Basis auf dem Flughafen Val-d’Or.

Geschichte mini|Douglas DC-3 der Air Creebec, 1984 Air Creebec wurde im Juni 1982 gegründet und absolvierte ihren Jungfernflug am 1. Juli 1982. Zu dieser Zeit war das Unternehmen zu 51 % im Besitz der Crees, die restlichen 49 % gehörten der Austin Airways. Im Jahr 1988 kauften die Crees alle Aktienanteile der Fluggesellschaft auf und wurden damit zum Alleinbesitzer.

Flugziele Air Creebec betreibt Linien- und Charterflüge innerhalb von Québec und Ontario.

Flotte mini|Eine Beechcraft 1900D der Air Creebec Aktuelle Flotte Mit Stand Juni 2026 besteht die Flotte der Air Creebec aus 21 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 35,3 Jahren.

Flugzeugtyp aktiv bestellt Anmerkungen Sitzplätze Durchschnittsalter ATR 72-500F 1 Cargo 20,3 Jahre De Havilland Canada DHC-8-100 16 eine inaktiv 37 36,6 Jahre De Havilland Canada DHC-8-100PF 2 Cargo De Havilland Canada DHC-8-300 2 50 30,5 Jahre Gesamt 21 - 35,3 Jahre

Ehemalige Sonderbemalungen Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild De Havilland Canada DHC-8-300 C-GZEW „It's going to be OK“ April 2020 bis Januar 2021 mini|Eine Embraer EMB 110 Bandeirante der Air Creebec, 2009

Ehemalige Flugzeugtypen Embraer EMB 110 Bandeirante Hawker Siddeley HS 748

Zwischenfälle Am 3. Dezember 1988 setzte eine Hawker Siddeley HS 748-234 2A der Air Creebec (Luftfahrzeugkennzeichen C-GQSV) beim 5. Landeversuch am Flugplatz Waskaganish (Quebec, Kanada) vor der Landebahn auf und wurde irreparabel beschädigt. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall.

mini|Hawker Siddeley HS 748F der Air Creebec, baugleich mit den beiden 1988 und 1991 verunglückten mini|Hawker Siddeley HS 748F der Air Creebec, baugleich mit der 2007 verunglückten

Am 29. November 1991 explodierte an einer Hawker Siddeley HS 748-272 2A der Air Creebec (C-GGOO) beim Start auf dem Flugplatz Rivière-au-Saumon (Quebec, Kanada) das Triebwerk Nr. 2 (rechts). Der Start wurde abgebrochen; es brach ein Brand aus. Die Ursache war, dass die Tanks der Wassereinspritzung für die Turbinen verunreinigte Flüssigkeit enthielten. Um eine voll beladene Maschine sicher abheben zu lassen, wurde während des Starts zur kurzzeitigen Schubkraftsteigerung demineralisiertes Wasser zur Erhöhung der Luftdichte und damit erhöhten Kraftstoffverbrauch in die Triebwerke eingespritzt. Das Fass für das Wasser/Methanol-Gemisch war nicht korrekt gekennzeichnet gewesen. Alle 35 Insassen, drei Besatzungsmitglieder und 32 Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Fast dieselbe Ursache hatte beim Paninternational-Flug 112 am 6. September 1971 den schweren Unfall einer BAC 1-11 der deutschen Fluggesellschaft Paninternational kurz nach dem Start vom Flughafen Hamburg ausgelöst.

Am 25. Oktober 2007 stürzte eine Beechcraft A100 King Air der Air Creebec (C-FNIF) beim Landeanflug auf den Flughafen von Chibougamau ab. Nachdem die Besatzung den ersten Anflugsversuch abgebrochen hatte, stürzte das Flugzeug beim zweiten Versuch auf die Landebahn. Die Maschine fing Feuer und kam erst 550 Fuß später, 50 Fuß nach Ende der Landebahn, zum Stehen. Beide Insassen kamen ums Leben.

Siehe auch Liste von Fluggesellschaften Centre Air Creebec

Weblinks

Webpräsenz der Air Creebec (englisch) Fotos der Air Creebec auf Airliners.net

Einzelnachweise

Kategorie:Fluggesellschaft (Kanada) Kategorie:Luftverkehr (Québec) Kategorie:Wirtschaft (Québec) Kategorie:Val-d’Or Kategorie:Unternehmensgründung 1982