Die 18. Reserve-Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Geschichte Die Division wurde bei der Mobilmachung bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 2. August 1914 gebildet und bestand aus Truppen der Freien Hansestädte und Schleswig-Holsteins sowie den Großherzogtümern Mecklenburgs. Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 31 war ein hanseatisches, welches hauptsächlich aus Hamburg und Bremen stammte. Die Reserve-Infanterie-Regimenter Nr. 84 und 86 wurde in Schleswig gebildet, wobei ein Bataillon des 84. in dem Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz gebildet wurde. Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 90 wurde in Mecklenburg-Schwerin aufgestellt. Das Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 9 stammte aus dem Herzogtum Lauenburg. Gemeinsam mit der 17. Reserve-Division bildete sie bei Kriegsbeginn das IX. Reserve-Korps.

alternativtext=Ein Korp der 18. Reserve Division aus Schleswig-Holstein Anfang 1915|mini|Ein Teil der Division (Anfang 1915) aus Schleswig-Holstein; Im Hintergrund eine Statur der Jungfrau von Orleans. Die Division kämpfte ausschließlich an der Westfront, war am Kriegsverbrechen von Löwen beteiligt und lag bis September 1915 in dem Gebiet der Aisne. Von hier ging es nach Flandern und in den Artois. Hier blieb sie im Stellungskrieg bis Juni 1916. Von Mitte Juli bis Ende Oktober kämpfte sie in der Schlacht an der Somme. Die Division blieb bis Mai 1917 in den Schützengräben vor Ypern. Im Mai kämpfte sie in der Siegfriedstellung, bevor es zurück nach Flandern ging, wo sie in der Dritten Flandernschlacht kämpfte. 1918 kämpfte sie an verschiedenen Orten gegen Offensiven der Alliierten, wie z. B. in der Zweiten Schlacht von Cambrai.

Nach Kriegsende marschierten die Reste der Division in die Heimat zurück, wo der Großverband demobilisiert und im Mai 1919 schließlich aufgelöst wurde.

Gefechtskalender 1914 25. August bis 7. September – Sicherung gegen Antwerpen 25. August – Straßenkämpfe in Löwen 25. bis 27. August – Schlacht bei Mecheln ab 15. September – Kämpfe an der Aisne 13. bis 18. September – Schlacht bei Noyon 2. bis 15. Oktober – Kämpfe bei Roye ab 16. Oktober – Stellungskämpfe westlich Roye-Noyon

1915 bis 17. September – Kämpfe an isne 8. bis 14. Januar – Schlacht bei Soissons 6. bis 16. Ju, – Kämpfe bei Quennevières- mini|Feldbahn an einem Geschützstand der Division, gelaufen 31. September 1915 bis 16. Oktober – Stellungskämpfe westlich Roye-Noyon ab 21. Oktober – Stellungskämpfe in Flandern und Artois

1916 bis 23. Juni – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 24. Juni bis 7. Juli – Erkundungs- und Demonstrationsgefechte der 6. Armee im Zusammenhang mit der Schlacht an der Somme 7. bis 19. Juli – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 19. Juli bis 25. August – Schlacht an der Somme 25. August bis 26. September – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 28. September bis 26. Oktober – Schlacht an der Somme ab 26. Oktober – Stellungskämpfe an der Yser

1917 bis 9. Mai – Stellungskämpfe an der Yser 9. bis 20. Mai – Frühjahrsschlacht bei Arras 21. Mai bis 10. Juni – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 11. Juni bis 11. August – Schlacht in Flandern 11. August bis 20. Oktober – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 20. Oktober bis 3. Dezember – Herbstschlacht in Flandern ab 4. Dezember – Stellungskämpfe in Flandern

1918 bis 25. März – Stellungskämpfe in Flandern 25. bis 31. März – Reserve der Heeresgruppe „Kronprinz Rupprecht“ 31. März bis 30. April – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 9. bis 18. April – Schlacht bei Armentières 1. Mai bis 4. August – Stellungskämpfe in Französisch-Flandern und Artois 5. August bis 4. September – Kämpfe vor der Front Ypern-La Bassée 5. bis 26. September – Kämpfe vor der Siegfriedfront 27. September bis 8. Oktober – Abwehrschlacht zwischen Cambrai und St. Quentin 9. Oktober bis 4. November – Kämpfe vor und in der Hermannstellung 5. bis 11. November – Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung ab 12. November – Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Gliederung Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 34. Reserve-Infanterie-Brigade Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 31 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 90 35. Reserve-Infanterie-Brigade Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 84 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 86 Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 9 Reserve-Husaren-Regiment Nr. 7 Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 18 1. Reserve-Kompanie/Schleswig-Holsteinisches Pionier-Bataillon Nr. 9 2. Reserve-Kompanie/Schleswig-Holsteinisches Pionier-Bataillon Nr. 9

Kriegsgliederung vom 29. Januar 1917 35. Reserve-Infanterie-Brigade Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 31 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 84 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 86 3. Eskadron/Husaren-Regiment „Graf Goetzen“ (2. Schlesisches) Nr. 6 Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 18 Stab II. Bataillon/Pionier-Regiment Nr. 9 1. Reserve-Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 9 2. Reserve-Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 9 Reserve-Scheinwerferzug 9 Minenwerfer-Kompanie Nr. 218

Kommandeure Dienstgrad Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 173.General der Infanterie z.D.Karl Gronen2. August bis 6. Oktober 1914GeneralmajorLeo Sontag7. Oktober 1914 bis 22. Februar 1915GeneralleutnantRichard Wellmann23. Februar 1915 bis 30. September 1916Würt. Generalleutnant z.D.Theodor von Wundt1. Oktober 1916 bis 25. August 1917GeneralleutnantPaul Winiker26. August bis 26. Dezember 1917GeneralmajorErnst von Wrisberg27. Dezember 1917 bis 8. Mai 1919

Literatur Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 66, 116. Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 289–292.

Einzelnachweise

Reservedivision #::18 Kategorie:Gegründet 1914 Kategorie:Aufgelöst 1919