Helga Papouschek (* 27. Juli 1941Geburtsjahr nach Angabe im Katalog der DNB in Wien) ist eine österreichische Schauspielerin, Operettensängerin und Musicaldarstellerin.

Leben Helga Papouschek wollte eigentlich Tänzerin werden, wechselte dann jedoch zum Schauspiel. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie als Ballettelevin am Raimund-Theater in Wien. Sie studierte Schauspiel und Gesang und erhielt nach Abschluss ihrer Ausbildung ein erstes Engagement als Soubrette, Tänzerin und Schauspielerin am Stadttheater in Baden bei Wien.Helga Papouschek in Club Carriere-Enzyklopädie des Erfolges 2002

Von Marcel Prawy wurde Papouschek an die Wiener Volksoper verpflichtet. Sie spielte dort zahlreiche Rollen im Fachbereich der Soubrette, unter anderem die Briefchristl in Der Vogelhändler von Carl Zeller, die Sora in Gasparone von Carl Millöcker, die Pauline in Pariser Leben von Jacques Offenbach, die Valencienne in Die lustige Witwe von Franz Lehár, die Hedi in Wenn die kleinen Veilchen blühen von Robert Stolz, die Josepha Vogelhuber in Im weißen Rössl von Ralph Benatzky, die Iduna in Feuerwerk von Paul Burkhard, die Eliza Doolittle in dem Musical My Fair Lady von Frederick Loewe und die Titelrolle in Kiss me Kate von Cole Porter.

Weitere Engagements hatte Papouschek am Theater in der Josefstadt, am Burgtheater Wien, am Volkstheater Wien und an den Wiener Kammerspielen.Hans Heinz Hahnl: Junggesellen mit Wohnung, Vorsicht! In: Arbeiter-Zeitung, 9. Oktober 1970, S. 13. An der Wiener Staatsoper trat sie von 1991 bis 1993 als Ida in der Operette Die Fledermaus von Johann Strauss auf.Chronik der Wiener Staatsoper 1945–1995, Verlag Anton Schroll & Co., Wien und München 1995.

Bei den Seefestspielen Mörbisch stand Helga Papouschek 1965 als Raka in Die Blume von Hawaii von Paul Abraham, 1976 als Mi in Das Land des Lächelns von Franz Lehár und 1978 als Zirkusreiterin Miss Mabel Gibson in Die Zirkusprinzessin von Emmerich Kálmán auf der Bühne. Besetzungen im Archiv auf der Homepage der Seefestspiele Mörbisch

Ende der 1960er Jahre und Anfang der 1970er Jahre war sie im österreichischen und deutschen Fernsehen auch mehrfach in Literaturverfilmungen oder in Fernsehbearbeitungen von Operetten zu sehen. 1968 spielte sie in der Operette Wenn die kleinen Veilchen blühen von Robert Stolz. 1970 war sie in einer Fernsehfassung der Traumnovelle von Arthur Schnitzler zu sehen. 1971 übernahm sie die Rolle der Probiermamsell Pepi Pleininger in einer Fernsehverfilmung der Operette Wiener Blut von Johann Strauss. 1972 war sie an der Seite von Peter Fröhlich in einer Fernsehfassung der Operette Der Graf von Luxemburg von Franz Lehár die bezaubernde Modistin Juliette Vermont.

1975 kündigte Papouschek ihre erste Langspielplatte mit Liedern von Peter Wehle an.Miriam Berger: Helga Papouschek bald als Plattenstar. In: Arbeiter-Zeitung, 24. Oktober 1975, S. 10.

Bei den Sommerfestspielen Weißenkirchen übernahm Papouschek 2001 die Rolle der Köchin Peppi Amsel in der Posse Frühere Verhältnisse von Johann Nestroy. Homepage Wiener Ateliertheater 2001 2004 trat sie bei den Wiener Operettenfestspielen in der Krieau als Hotelbesitzerin Carla Schlumberger in der Operette Die Zirkusprinzessin auf. 2005 spielte Papouschek am Theater Die neue Tribüne im Café Landtmann in Wien in der Boulevardkomödie Immer Ärger mit Fred von James Saunders. Homepage Die neue Tribüne 2006 übernahm sie an der Wiener Volksoper die Fürstin Bozena in der Operette Gräfin Mariza von Emmerich Kálmán.

Mit großem Erfolg war sie 2007 beim 'Lehár Festival Bad Ischl ein weiblicher Gefängniswärter Frosch in der Operette Die Fledermaus. (PDF; 1,4 MB) Homepage des Lehár-Festivals 2007 (PDF; 2,4 MB) Homepage des Lehár-Festivals 2007 In der Spielzeit 2007/08 stand sie in der Rolle der Göttermutter Juno in einer Neuinszenierung der Operette Orpheus in der Unterwelt von Jacques Offenbach wieder auf der Bühne der Wiener Volksoper.Derber Göttercharme: „Orpheus in der Unterwelt“ in der Volksoper Kritik in: Der Standard vom 10. September 2007 2010 übernahm sie in Bad Ischl die Rolle der Anhilte in der Operette Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán.Lärmige Zwischenspiele. In: derstandard.at, 20. Juli 2010, abgerufen am 30. November 2010.

Papouschek machte sich auch als Interpretin von Couplets und Wiener Liedern einen Namen.Die verbotenen Lieder ORF-Fernsehsendung, Homepage 3sat 2004 wurde die Aufnahme der Operette Der Rastelbinder von Franz Lehár mit Helga Papouschek im Fachbereich Operette mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. In Deutsche Schallplattenkritik

Helga Papouschek ist auch als Rezitatorin mit literarischen Programmen tätig. In ihren Programmen liest sie unter anderem aus Romanen von Vicki Baum.

In Anerkennung für ihr langjähriges Wirken an der Wiener Volksoper wurde Helga Papouschek zu deren Ehrenmitglied ernannt. Helga Papouschek ist mit dem österreichischen Tenor und Kammersänger Kurt Schreibmayer verheiratet. Das Ehepaar lebt in Wien.

Filmografie (Auswahl) 1968: Wenn die kleinen Veilchen blühen 1969: Traumnovelle 1971: Wiener BlutZu Beginn selben Jahres zog sich Papouschek bei einer Aufführung an der Wiener Volksoper einen Seitenbänderriss am linken Fuß zu und musste geraume Zeit pausieren. – Siehe: 1971: Auf der grünen Wiese 1972: Die lustigen Vier von der Tankstelle 1972: Der Graf von Luxemburg 1980: Die Fee 1997: Das Gespenst von Confettiville

Anmerkungen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Tänzer (Österreich) Kategorie:Musicaldarsteller Kategorie:Operettensänger Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Frau