Die Pala di San Martino () ist ein Berg in den Dolomiten. Aufgrund seiner Höhe von knapp 3000 Metern beherrscht der glattwandige Berg die zentrale Pala-Gruppe südöstlich von San Martino di Castrozza. Bekannt wurde die Pala di San Martino in Bergsteigerkreisen durch den Gran Pilaster, eine berühmte klassische Klettertour im mittleren Schwierigkeitsbereich.

Die Pala di San Martino ist von keiner Seite leicht zu erreichen. Bereits der Normalweg von der Pala-Hochfläche erfordert bergsteigerische Erfahrung sowie Kletterkönnen. Der Gran Pilaster ist zusammen mit dem Abstieg über den Normalweg ein nicht zu unterschätzendes Unternehmen. Aus diesem Grunde befindet sich auf dem Gipfel der Pala di San Martino eine Biwakschachtel.

Anstiege Nordostgrat (Verbindungsgrat zur Pala-Hochfläche) Schwierigkeit: III Zeitaufwand: 2 Stunden Erstersteiger: Langes, Lorenz u. Gef. Devouassoud, 1921 Bemerkung: üblicherweise im Abstieg begangen

Südwestpfeiler (Gran Pilaster) Schwierigkeit: IV- Zeitaufwand: 5 Stunden Erstersteiger: Langes, Merlet, 1920

Ostwand Schwierigkeit: V Zeitaufwand: 5 Stunden Erstersteiger: Ettore Castiglioni und Vitale Bramani, 1934

Direkte O-Wand Schwierigkeit: V Erstersteiger: Simon und Wiessner, 1926

Literatur Gunther Langes: Dolomiten-Kletterführer 1b, Sella-, Marmolata- und Pala-Gruppe. Bergverlag Rudolf Rother, München 1974, ISBN 3-7633-2303-1. Andreas Kubin: Mittelschwere Felsfahrten in den Dolomiten. Bergverlag Rudolf Rother, München 1981, ISBN 3-7633-3355-X. Alpin, August 1989 und Oktober 2000, Bergsteiger, Jg. 49 (1982), Mai,

Einzelnachweise

Kategorie:Berg in den Dolomiten Kategorie:Palagruppe Kategorie:Geographie (Primiero San Martino di Castrozza)