Die East Indies Station, auch als East Indies Command bezeichnet, war ein Verband der britischen Royal Navy.
Geschichte Die East Indies Station wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Flottenverband eingerichtet, Schiffe im Bestand der Station lassen sich ab 1764, Offiziere ab 1760The history of British India nachweisen. Der Verantwortungsbereich der Station umfasste den Indischen Ozean (ausschließlich der Gewässer um Niederländisch-Indien, Südafrika und Australien) und schloss den Persischen Golf und das Rote Meer ein.Royal Navy foreign stations Dies implizierte keine territorialen Forderungen, obwohl die Royal Navy oftmals zur Durchsetzung britischer Handelsinteressen in diesen Seegebieten eingesetzt wurde.
Im Jahr 1820 bestand die Station aus 10 Kriegs- und zwei Hilfsschiffen. Der Bestand wuchs bis 1845 auf 22 Kriegs- und 10 Hilfsschiffe auf. Damit war die East Indies Station der größte Flottenverband der Royal Navy in Übersee. Im selben Jahr wurde auch die East Indies Station als ständiger Flottenverband eingerichtet. Bis zur Etablierung der Australia Station im Jahr 1848 war die East Indies Station auch für die Gewässer um Australien und Neuseeland zuständig. Mit Übergang zu dampfgetriebenen Schiffen verringerte sich der Bestand bis 1871 auf 10 Kriegsschiffe.
Basen der East Indies Station befanden sich in Colombo, Trincomalee, Bombay, Basra und Aden. Im Jahr 1939 bestand die Station aus dem 4. Kreuzergeschwader mit insgesamt drei Schiffen und jeweils einer Division im Roten Meer und im Persischen Golf. Die Divisionen hatten drei bzw. vier Sloops im Bestand.
Angesichts der wachsenden japanischen Bedrohung wurde im Dezember 1941 die China Station mit der East Indies Station zur Eastern Fleet zusammengefasst. Das Kommando der Eastern Fleet befand sich in Singapur.
Oberbefehlshaber Dienstgrad und NameAmtszeitBemerkungenBeginn der AmtszeitEnde der Amtszeit Commodore Curtis Barnett 1744 im Dienst verstorben Captain Edward Peyton mit der Führung der Geschäfte betraut Commodore Thomas Griffin 15. Januar 1746 Juli 1748 Rear-Admiral Edward Boscawen 1748 1750 Commodore William Lisle 1750 1754 Rear-Admiral Charles Watson 1754 16. August 1757 Vice-Admiral George Pocock 1757 1759 Rear-Admiral Charles Steevens 1760 1761 Rear-Admiral Samuel Cornish 1761 1763 Captain John Byron 18. Juni 1764 1766 Commodore John Lindsay 23. August 1769 1772 Rear-Admiral Robert Harland 1771 1775 Commodore Edward Hughes 2. September 1773 1777 Commodore Edward Vernon 30. Mai 1776 1780 Rear-Admiral Edward Hughes 10. Juli 1778 1784 Vice-Admiral Hyde Parker 1782 1782 Commodore Andrew Mitchell 1784 1785 Commodore Charles Hughes 1785 1787 Commodore William Cornwallis 10. November 1788 1794 Commodore Peter Rainier 1794 1805 Rear-Admiral Edward Pellew 1804 1809 Rear-Admiral Thomas Troubridge 1805 1807 Rear-Admiral William O'Bryen Drury 1809 1811 Vice-Admiral Samuel Hood 1811 1814 Commodore George Sayer 1814 1815 Rear-Admiral George Burlton 1815 1815 Commodore George Sayer 1815 1816 Rear-Admiral Richard King 1816 1820 Rear-Admiral Henry Blackwood 1820 1822 Commodore Charles Grant 1822 1824 Commodore James Brisbane 1825 1826 Rear-Admiral William Hall Gage 1825 1829 Rear-Admiral Edward Owen 1829 1832
Literatur John Francis Beeler: British naval policy in the Gladstone-Disraeli era, 1866-1880, Stanford University Press, 1997, ISBN 978-0-8047-2981-9 John F. Riddick: The history of British India, Greenwood Publishing Group, 2006, ISBN 978-0-313-32280-8
Weblinks Commander-in-Chief at East Indies auf threedecks.org (englisch) (PDF; 136 kB) British and Dominion Royal Navies
Einzelnachweise
Kategorie:Marineverband (Royal Navy) Kategorie:Britische Marinegeschichte