Malborn mit dem Ortsteil Thiergarten im Hunsrück ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf an.

Geographie Die Gemeindefläche beträgt 26,3 km², davon sind 18,4 km² Wald. Malborn liegt am Fuße des Steinkopfes ().

Zu Malborn gehört auch der Ortsteil Thiergarten und die Wohnplätze Bousermühle, Echternach, Forsthaus Dhronecken, Forsthaus Thiergarten, Petersberg, Rothmühle, Tannenhof, Tiefentalerhof, Waldhof.

Bei Malborn entspringt die Prims, die bei Nonnweiler in der Primstalsperre aufgestaut wird und bei Dillingen/Saar in die Saar mündet.

Malborn ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Geschichte Malborn wurde im Jahr 981 erstmals urkundlich erwähnt, als der Trierer Erzbischof Egbert dem Kloster St. Marien in Trier Güter zu Malbru schenkte.Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch. Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 313 (Urkunde 256).

Der Ortsteil Thiergarten gründet auf der Vorgängersiedlung „Wüstenbrühl“.

Malborn war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts durch eine Grenzlinie geteilt und unterstand zwei Landesherren. Die eine Hälfte gehörte zu Kurtrier und war dem Amt Grimburg zugeordnet, die andere Hälfte gehörte zum sponheimischen Oberamt Birkenfeld.

Durch die Wirren der Französischen Revolution kam der Ort nach 1792 unter französische Herrschaft und wurde 1815 Teil des Königreichs Preußen. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Malborn, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 370 1835 763 1871 901 1905 929 1939 1.188 1950 1.185 1961 1.377 Jahr Einwohner 1970 1.459 1987 1.406 1997 1.441 2005 1.455 2011 1.321 2017 1.351

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Malborn besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl CDU WGR 1 WGR 2 Gesamt 2024 per Mehrheitswahl 16 Sitze 2019 5 4 7 16 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. 2014 5 5 6 16 Sitze 2009 10 6 – 16 Sitze 2004 9 6 1 16 Sitze

Bürgermeister Johannes Kopp wurde am 5. September 2024 Ortsbürgermeister von Malborn. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 73,6 % für fünf Jahre gewählt worden.

Kopps Vorgängerin Petra-Claudia Hogh hatte das Amt am 8. Juli 2014 übernommen. Sie hatte sich zuvor in einer Stichwahl gegen die bisherige Ortsbürgermeisterin Gabriele Neurohr (CDU) durchgesetzt, die das Amt seit Februar 2003 innehatte.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Malborn Liste der Naturdenkmale in Malborn

Literatur Willi Schmitt: Ortskunde von Malborn Thiergarten. 1973. Willi Schmitt (Teil 1) und Kurt Bach (Teil 2): Malborn – ein Hochwaldort und seine Geschichte. Herausgegeben von der Ortsgemeinde zur 1000-Jahrfeier 1981.

Weblinks

Ortsgemeinde Malborn Malborn auf den Seiten der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Bernkastel-Wittlich Kategorie:Ort im Hunsrück Kategorie:Ersterwähnung 981 Kategorie:Ort an der Prims