Höfen (, fränkisch: HejfmE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 97. Dort folgendermaßen transkribiert: „heifm“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Höfen liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.
Geografie Nördlich des Dorfes entspringt der Höllmühlbach. Es führen Gemeindeverbindungsstraßen nach Lengenfeld zur Staatsstraße 2246 (2 km nördlich), nach Wüstenbruck (0,6 km nordöstlich), nach Liegenbach (1 km westlich) und die Staatsstraße 1066 kreuzend an Mittelbach vorbei über einen Kreisverkehr der Staatsstraße 2248 nach Dautenwinden (2,7 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1387 als „zu den hofen“ erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 17. Jahrhundert ist die heutige Form „Höfen“ belegt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 97.
Der Ort gehörte ursprünglich den Herren von Eyb von Eybburg. Am 17. April 1611 kaufte der Markgraf von Ansbach den Ort von Veit Erasmus von Eyb ab. Laut dem 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 bildete Höfen mit Wüstenbruck eine Realgemeinde. Für Höfen sind 6 Mannschaften verzeichnet. Alle Anwesen (2 Höfe, 2 Güter, 1 Gütlein, 1 Köblersgut) hatten das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 1635. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 685.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höfen 8 Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Gut, 2 Gütlein, 1 Köblergut, 1 Tafernwirtschaft, 1 Leerhaus). Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 869. Es gab 7 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 698 f. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 985 f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höfen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 38 34 45 61 64 53 56 70 76 84 63HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 9 8 11 10 10 10 14 17 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1387