alternativtext=Nina Gummich in einem pinken Blazer vor dunkelgrauem Hintergrund, 2024|mini|Nina Gummich, 2024

Nina Gummich (* 24. September 1991 in Halle (Saale)) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben Nina Gummich ist in Halle geboren, in Leipzig aufgewachsen und stammt aus einer Schauspielerfamilie. Ihre Mutter ist die Schauspieldozentin, Schauspielerin und Regisseurin Anne-Kathrin Gummich, Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.Anne-Kathrin Gummich bei der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, abgerufen am 1. August 2024

Im April 2021 beteiligte sich Gummich an der umstrittenen Initiative #allesdichtmachen, bei der über 50 Schauspieler in ironisch-satirischen Einzelvideos diverse Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in Deutschland kommentierten.

Karriere mini|Nina Gummich mit Jonas Friedrich Leonhardi bei der Probe für Klaus im Schrank, 2013

Im Alter von zehn Jahren kam Gummich erstmals selbst mit dem Film in Berührung.Josi Pannach: In: spiesser.de, 16. März 2008 Thomas Louis Pröve besetzte sie 2001 in seinen Fernsehfilmen Ein Vater zu Weihnachten und Love Letters – Liebe per Nachnahme als Filmtochter von Inka Friedrich. Im letztgenannten Film ist ihre Mutter in der Rolle der Lehrerin besetzt. 2003 spielte sie in Rolf Schübels Filmdrama Blueprint die achtjährige Pianistin Iris Sellin, die in ihren späteren Jahren von Karoline Teska und Franka Potente dargestellt wurde.

2006 drehte sie Elmar Fischers Fernsehdrama Dornröschen erwacht. Von 2007 bis 2014 gehörte sie als Marla Westphal innerhalb der Sat.1-Filmreihe Allein unter… an der Seite von Hannes Jaenicke zur Stammbesetzung. 2009 spielte sie im ersten Teil des ZDF-Mehrteilers Die Wölfe als Silke eine der jugendlichen Hauptrollen. Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2009 wurde sie – gemeinsam mit fünf anderen Nachwuchsdarstellern – dafür mit dem mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis ausgezeichnet.Die Preisträger 2009 auf deutscherfernsehpreis.de. Abgerufen am 24. Februar 2012.

Von 2011 bis 2015 studierte Gummich Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, abgerufen am 6. Mai 2023 und gehörte von 2013 bis 2015 zum Schauspielstudio des Staatsschauspiel Dresden. Von 2015 bis 2018 spielte sie am Hans Otto Theater Potsdam. Sie entschied sich dort gegen eine Vertragsverlängerung und für die Arbeit als Film- und Fernsehschauspielerin.

Im Januar 2021 war Gummich in der dritten Staffel der ARD-Historienarztserie Charité als junge Ärztin Ella Wendt in der Staffelhauptrolle zu sehen.Nina Gummich als Dr. Ella Wendt. Rollenprofil auf Das Erste. Seit Oktober 2021 ist sie in der ZDF-Krimireihe Theresa Wolff – Der Thüringenkrimi als titelgebende Rechtsmedizinerin im thüringischen Jena zu sehen. 2022 spielte sie an der Seite von Friederike Becht im ZDF-Fernsehdrama So laut du kannst die junge Physiotherapeutin Maja Heller, die in einem Luxushotel vergewaltigt wird, nachdem man ihr K.-o.-Tropfen verabreichte."So laut du kannst": Wie gefährdet sind Frauen vor sexuellem Missbrauch? auf goldenekamera.de. Abgerufen am 14. November 2022. Im selben Jahr übernahm sie im ARD-Fernsehzweiteiler Alice die Titelrolle der Journalistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer.

Kritiken Gummich erhielt als Schauspielerin bereits für verschiedenste Rollen große Anerkennung. 2023 wurde sie für ihre Darstellung von Alice Schwarzer im ARD-Zweiteiler Alice hoch gelobt. So bezeichnete Peter Zander in der Berliner Morgenpost den Film als ein „feinfühliges, vielschichtiges Porträt“, dessen „größter Trumpf“ die Hauptdarstellerin Gummich sei. Sie „verschmelze regelrecht mit ihrer Figur“ und liefere „eine grandiose Leistung“, dies sei „ein Geschenk für die Zuschauer“. Auch Harry Nutt attestierte in der Berliner Zeitung, dass Gummich hier ihr ganzes „Können zwischen Impulsivität und Intellekt“ entfalte, und Jan Freitag meinte im Tagesspiegel, „das so glaubhaft zu spielen – dafür hat Nina Gummich einen Sack voll Fernsehpreise sicher“. Tatsächlich wurde Gummich für ihre darstellerische Leistung für den Grimme-Preis und den Blauer Panther – TV & Streaming Award nominiert.

Filmografie

Kino

Fernsehfilme

Fernsehserien und -reihen

Theater

Staatsschauspiel Dresden 2013–2015 Fabian – Die Geschichte eines Moralisten, Rolle: Schwarzhaariges Fräulein / die Selow, Aktmodell Fast ganz nah – euer Krieg ist unser Krieg Klaus im Schrank oder Das verkehrte Weihnachtsfest, Rolle: Kläre, Klaus’ Schwester Der Selbstmörder Corpus Delicti, Rolle: Mia Holl Tschick Wie es euch gefällt Bernarda Albas Haus

Deutsches Theater Berlin 2015 Nathan der Weise

Hans-Otto-Theater Potsdam 2015–2018 Abend über Potsdam Die schönen Dinge Familiengeschäfte Die Wiedervereinigung der beiden Koreas Ein Sommernachtstraum Drei Schwestern Bilder deiner großen Liebe 

Auszeichnungen 2009: Deutscher Fernsehpreis in der Kategorie Förderpreis für Die Wölfe 2010: Bayerischer Fernsehpreis in der Kategorie Nachwuchsförderpreis 2023: Grimme-Preis-Nominierung für den TV-Mehrteiler Alice (Kategorie: Darstellerische Leistung) 2023: Blauer Panther – TV & Streaming Award Nominierung für den TV-Mehrteiler Alice (Kategorie: Beste Schauspielerin)

Weblinks

Nina Gummich bei der Schauspiel-Agentur Carola Studlar Nina Gummich bei der PR-Agentur Birnbaum & Frame

Einzelnachweise

Kategorie:Kinderdarsteller Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Leipzig) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1991 Kategorie:Frau