Mittelbach (fränkisch: MidlbaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 133.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Mittelbach liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.
Geografie Das Dorf liegt am Mittelbach, einem linken Zufluss des Käferbachs, der links in die Altmühl fließt. Nördlich des Ortes liegen die Geißäcker, 0,75 km südlich die Steinäcker und 0,75 km westlich liegt der Mühlbuck. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2248 (0,6 km südöstlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,3 km nördlich), die die Staatsstraße 1066 kreuzend nach Höfen (1 km nordwestlich) bzw. zu einem Kreisverkehr der Staatsstraße 2248 verläuft, über den man nach Dautenwinden gelangt (1,7 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde 1324 als „Mittelbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Siedlung am mittleren Bach. Das Dorf ist nach seiner Lage an dem Bach benannt, der in der Mitte zwischen Käfer- und Esbach fließt.
Im Salbuch des Fürstentums Ansbach von 1684 wurden für Mittelbach 13 Mannschaften verzeichnet mit folgenden Grundherren: Stiftsamt Ansbach (7), das eichstättische Stiftskapitel Herrieden (2), die Herren von Eyb zu Wiedersbach (3) und die Pfarrei Neunkirchen (1). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 2340. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 687 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mittelbach 16 Anwesen. Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Gut; Stiftsamt Ansbach: 2 Höfe, 3 Halbhöfe, 2 Köblergüter, 2 Söldengüter, 1 Gütlein), das Stiftskapitel Herrieden (1 Hof, 1 Köblergut) und das Rittergut Rammersdorf der Herren von Eyb (1 Halbhof, 1 Köblergut, 1 Söldengut). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 887.Nach (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 619) soll es 19 Untertansfamilien gegeben haben, von denen 14 ansbachisch waren. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 985 f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Mittelbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden drei Anwesen von 1820 bis 1842 dem Patrimonialgericht Wiedersbach-Rammersdorf.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 972 f. und 985.
Am 1. Juli 1972 wurde Mittelbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1806 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 94 91 86 110 119 132 104 107 161 121 122 118HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 18 18 20 21 21 19 19 24 26Quelle
Religion Mittelbach war ursprünglich nach St. Vitus (Neunstetten) gepfarrt. Seit der Reformation (1528) ist der Ort evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind heute nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1324