Isobutylamin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Amine.
Es ist ein primäres Amin und eines der vier isomeren Amine (neben tert-Butylamin, n-Butylamin und sec-Butylamin) des Butans.
Vorkommen Isobutylamin kommt natürlich in einigen Algen und Pflanzen vor.Philip Hall Howard: Handbook of Environmental Fate and Exposure Data for Organic Chemicals, ISBN 0-87371-204-8.
Gewinnung und Darstellung Isobutylamin kann durch Reaktion von Isobutyraldehyd mit Ammoniak in Gegenwart von Wasserstoff dargestellt werden.fischer-tropsch.org:
Eigenschaften Physikalische Eigenschaften Isobutylamin ist eine farblose Flüssigkeit, die unter Normaldruck bei 66 °C siedet. Die Dampfdruckfunktion ergibt sich nach Antoine entsprechend log10(P) = A−(B/(T+C)) (P in Pa, T in K) mit A = 5,9, B = 1051 und C = −70 im Temperaturbereich von 248 bis 347 K.
Die wässrige Lösung von Isobutylamin reagiert stark alkalisch.
Sicherheitstechnische Kenngrößen Die Verbindung bildet leicht entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Sie hat einen Flammpunkt von −13 °C. Der Explosionsbereich liegt zwischen 1,9 Vol.‑% (57 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 10,8 Vol.‑% (330 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG).E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003. Die Grenzspaltweite wurde mit 1,15 mm bestimmt. Es resultiert damit eine Zuordnung in die Explosionsgruppe IIA. Die Zündtemperatur beträgt 370 °C. Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T2.
Verwendung Isobutylamin wird in geringem Umfang für organische Synthesen und in Insektiziden verwendet.
Sicherheitshinweise Mit nitrosierenden Agentien kann es zur Bildung krebserzeugender Stoffe kommen.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Alkylamin Kategorie:Aromastoff (EU)