hochkant|mini|Rathaus Cotta, Ostseite hochkant|mini|Rathaus Cotta, Portal hochkant|mini|Rathaus Cotta, Detailaufnahme der Portalfiguren Felix Reinhold Voretzsch (* 13. April 1873 in Altenburg; † 3. Juli 1951 in Dresden) war ein deutscher Architekt und Plastiker.

Leben Er studierte an der Baugewerkenschule Chemnitz und an der Technischen Hochschule Dresden bei Karl Weißbach. Seit 1893 arbeitete er als freischaffender Künstler und Architekt. Während das von ihm gestaltete Rathaus zu Cotta noch stark vom Historismus geprägt war, gestaltete er die Bauten an der Dresdner Bürgerwiese im Jugendstil.Helas (1991), S. 200 (Voretzsch, Felix Reinhold).

Insbesondere das Haus Bürgerwiese 20 in Dresden zeigte eine bauplastische Ornamentik der Balkonbrüstungen im damals modernen Jugendstil. Er zählte zu den wichtigsten Dresdner Architekten seiner Zeit, weil er sich in seiner Bauplastik ganz dem Jugendstil verpflichtet fühlte. Er wurde deswegen auch in der Bauzeitschrift Die Architektur des XX. Jahrhunderts erwähnt:

Bauten und Entwürfe 1899: Mietshaus Bürgerwiese 20 in Dresden (1945 zerstört).Helas/Peltz, S. 211 (Voretzsch, Felix Reinhold). Dresden, Künstlerheim (nicht ausgeführter Entwurf).

1900: Rathaus Cotta Dresden, Reichenbachstraße 51 (1945 zerstört). Dresden, Reichenbachstraße 57 (1945 zerstört). Mietshaus Bürgerwiese 22 in Dresden („Dianabad“).Helas/Peltz, S. 184 [Bürgerwiese 22 (Dianabad)].

1902: Dresden, Lindengasse 2 (1945 zerstört). Dresden, Lindengasse 4 (1945 zerstört). Dresden, Lindengasse 14 (1945 zerstört).

1902/03 (mit Heino Otto) Villa Merz, Markneukirchen

um 1904/05 Wohnhaus in Dresden, Comeniusstrasse 83Neue Architektur; eine Auswahl der beachtenswertesten Neubauten moderner Richtung, aus Deutschland und Österreich. III. Serie, Tafel 33 (archive.org).

Kriegerdenkmal 1914–18 Für Dresden entwarf Felix Voretzsch das Regimentsdenkmal für die im I. Weltkrieg gefallenen Soldaten des Schützen-Regiments Prinz Georg (Kgl. Sächsisches) Nr. 108. Das Denkmal wurde in der Kaserne des Regiments „dort, wo die Dresdner Heide nach dem Elbtal abfällt“ errichtet und am 4. Juni 1928 feierlich enthüllt. Im Zuge der Umgestaltung des Alaunplatzes zum „Platz der Tälmann-Pioniere“ wurden die bis dahin erhaltenen Reste des Denkmals 1953 übererdet und begrünt.Beyer, Manfred: Das Schützendenkmal (Schützenehrenmal) – in: Militärhistorische Schriften des Arbeitskreises Sächsische Militärgeschichte e. V. (Hrsg.): Verschwundene Denkmale – Vernichtet – Vergessen (Militärdenkmale in Dresden), Heft 7, Dresden 2005, S. 17 f.

Literatur

Volker Helas und Gudrun Peltz: Jugendstilarchitektur in Dresden. KNOP Verlag, Dresden 1999, ISBN 3-934363-00-8.

Einzelnachweise

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