mini|Gina-Lisa Lohfink (2025) Gina-Lisa Lohfink (* 23. September 1986 in Seligenstadt) ist eine deutsche Reality-TV-Teilnehmerin. Bekannt wurde sie 2008 durch ihre Teilnahme an der dritten Staffel von Germany’s Next Topmodel. Gelegentlich tritt sie auch als Moderatorin, Schauspielerin und Sängerin in Erscheinung.
Biografie Lohfinks Eltern trennten sich, als sie zwei Jahre alt war. Sie hat einen neun Jahre jüngeren Halbbruder. Zwischenzeitlich lebte sie in Hasselbach (Taunus). Mit zwölf Jahren zog sie zu ihrer Großmutter. Nach ihrer Schulzeit in der Einhardschule Seligenstadt absolvierte sie eine Ausbildung zur Arzthelferin und arbeitete nebenbei in einem Fitnessstudio und in einem Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung.Sylvia Margret Steinitz: Die Wandlung, In: Stern, 16. Juni 2016, S. 58. (Online-Version) Sie gewann diverse regionale Schönheitswettbewerbe, unter anderem Miss Frankfurt 2005 und Miss Darmstadt 2006. Bei der Miss Hawaiian Tropic International 2007 wurde sie „Miss Supermodel“. 2008 bewarb sie sich bei der dritten Staffel von Heidi Klums Castingshow Germany’s Next Topmodel. In der Sendung erreichte sie nur den 12. Platz, doch ihre „hessische Kodderschnauze“ und der Ausruf „Zack, die Bohne!“ nach Erledigung einer Angelegenheit machten sie bekannt.
In der Folgezeit war sie für die Sendung taff in einer eigenen Rubrik City Check als Reiseexpertin zu sehen. Anschließend folgte mit Gina-Lisas Welt eine fünfminütige Web-Serie auf MyVideo. Zudem hatte sie einen Gastauftritt in der Sendung Gülcan und Collien ziehen aufs Land. In der TV-Komödie Putzfrau Undercover gab Gina-Lisa Lohfink im Oktober 2008 ihr Schauspiel-Debüt. 25. September 2008. 2008 war sie Werbefigur für M&M’s und drehte einen Werbespot für Sixt mit Johannes Heesters. Nachdem sie stark abgenommen hatte, ließ sie eine Brustvergrößerung vornehmen.
2009 kommentierte Lohfink für die Bild die vierte Staffel von Germany's Next Topmodel und gründete das Modelabel Ginalisa Eyewear, unter dem Sonnenbrillen vertrieben werden. Zudem erschien sie auf dem Cover der Mai-Ausgabe der FHM. In der ARD-Daily-Soap Marienhof übernahm sie im Juli 2009 eine Gastrolle. Im September 2009 erschien das Videospiel Gina Lisa Powershopping für Nintendo DS., gamesfacts.de, abgerufen am 13. August 2011 Im Oktober 2009 wurde auf ProSieben ein Special der Sendung We Are Family! So lebt Deutschland mit zwei Doppelfolgen ausgestrahlt, worin sie unter dem Titel Gina Lisa's Best Buddy einen Freund fürs Leben suchte.
Im Februar 2010 lief sie für den Jungdesigner Richie Rich bei der A Muse Fashion Show auf der New York Fashion Week neben Pamela Anderson. In der August-Ausgabe des deutschen Playboy war eine Fotostrecke mit Lohfink zu sehen, welche von dem Fotografen Marco Glaviano am Strand von Sizilien aufgenommen wurde. Am 30. Juli 2010 erschien Lohfinks Debüt-Single Alles Klar als Download. Das Lied stellte sie Ende August 2010 das erste Mal live in Hannover bei der Musiksendung The Dome vor. 2011 war sie das Werbegesicht zum Computerspiel War2Glory. Am 20. April 2011 trat sie in der Alten Oper in Frankfurt als Gaststar im Musical Grease auf. In Willi Herrens erstem Kurzfilm Blauer sucht Frau spielt sie die Rolle der „Sarah Dingens“.
mini|hochkant|Gina-Lisa Lohfink (Mallorca 2011) Im Juni 2011 spielte Lohfink im Musikvideo zu El Tiburón der Sängerin Loona mit. Am 15. August 2011 war sie für eine Nacht zu Gast im Big Brother-Haus und nahm im Anschluss bei der Reality-TV-Fernsehshow Die Alm – Promischweiß und Edelweiß auf ProSieben teil.
Im Dezember 2011 kündigte Lohfink an, sich von Frédéric von Anhalt adoptieren zu lassen, um einen Adelstitel zu erwerben und eine Filmkarriere in Amerika voranzutreiben. Aufgrund von Differenzen zwischen Gina-Lisa Lohfink und Frédéric von Anhalt wurde von den Adoptionsplänen im April 2012 wieder Abstand genommen. Im Rahmen der geplanten Adoption wirkte sie zusammen mit Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe, Alexander Prinz von Anhalt und Ferdinand Prinz von Anhalt an einem Adels-Special von Das perfekte Promi-Dinner mit.
mini|hochkant|Lohfink (rechts) auf der Gala anlässlich der Verleihung des Venus Award mit Pornodarstellerin Aische Pervers im Oktober 2012 Im Februar 2012 erschien sie auf dem Cover des Männermagazins Penthouse und war neben Brigitte Nielsen und Roger Moore Richard Lugners Gast beim Wiener Opernball. 2012 war Lohfink das Gesicht der 16. Venus-Messe. Hierbei war sie für die Messe wie im Vorjahr als Botschafterin für Safer Sex tätig und kürte zusammen mit Micaela Schäfer die „Miss Venus 2012“. Im Oktober 2012 gewann Lohfink den German DJ Award in der Kategorie „Beste Selbstvermarktung“.
2012 und 2013 warb Lohfink zusammen mit Micaela Schäfer, Jordan Carver und Sandra Lang für den Online-Elektronikhändler Redcoon. Die „Billig“-Werbung wurde 2013 vom Deutschen Werberat gerügt, da sie den Eindruck verschaffe, dass Frauen billig und leicht verfügbar seien.
2015 wurde Lohfink als Kandidatin für Promi Big Brother vorgestellt. Hierbei votierten die Zuschauer per Telefon über ihren möglichen Einzug, entschieden sich jedoch für die „Berlin – Tag & Nacht“-Darstellerin Julia Jasmin Rühle.
Zusammen mit Florian Wess gründete Lohfink 2016 ein 90er-Revival-Projekt. Als erste Veröffentlichung erschien am 10. Juni 2016 eine Coverversion von Aquas Barbie Girl als Download. Im Rahmen der Wiesbaden Biennale wurde Lohfink Ende August 2016 vom Konzeptkünstler Dries Verhoeven für sein Performance-Projekt „Beerdigung der Privatsphäre“ engagiert.stern.de: Gina-Lisa Lohfink beerdigt Privatsphäre
Im Januar 2017 nahm sie an der 11. Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil, bei welcher sie den achten Platz belegte. Zeitgleich mit dem Dschungelcamp veröffentlichte sie zusammen mit Florian Wess die Single Tarzan & Jane und das Album We Love The 90’s. Im April 2017 gaben Lohfink und Wess das Ende ihrer Zusammenarbeit bekannt.Focus.de: Trennung von "Barbie & Ken": Bröckelt die Freundschaft der Ex-Dschungelcamper?
Ab November 2018 war Gina-Lisa Lohfink in der Datingshow Adam sucht Eva zu sehen. Parallel zum Finale der Sendung veröffentlichte Lohfink die Single Boulevard.Gina-Lisa Lohfink feilt an ihrer Rap-Karriere Mit Lorenz Büffel veröffentlichte Lohfink im März 2019 die Single Gina-Lisa, das Original stammt von der Gruppe Die Draufgänger.
Im Jahr 2020 eröffnete sie mit zwei weiteren Inhabern eine Shisha-Kuchen-Bar in der hessischen Gemeinde Münster und schied im Herbst 2020 als Teilhaberin aus.
Privatleben Bis 2008 war Lohfink über zwei Jahre mit dem Modedesigner und Musikproduzenten Yüksel D. liiert. Im Jahr 2009 folgte eine sechs Monate währende Beziehung mit dem Popsänger Marc Terenzi. Zusammen ist das Paar in Terenzis Kurzfilm The Vampires Club zu sehen. Von August 2010 bis Juni 2011 war Lohfink mit dem Fußballspieler Arthur Boka liiert. Von Juli 2011 bis April 2012 gaben Lohfink und die Sängerin Marie-José van der Kolk von Loona an, eine Beziehung zu führen. Im Juli 2013 verlautbarte van der Kolk, es habe sich um eine aus Marketinggründen inszenierte Beziehung gehandelt. Lohfink führte 2012 mit dem Köln 50667-Darsteller David Ortega eine Beziehung. Im November 2016 wurde ihre Beziehung zum türkischen Fußballspieler Emir Kücükakgül öffentlich bekannt, mit dem sie nach eigener Aussage bereits 1,5 Jahre liiert war.Gina-Lisa Lohfink liebt den Fußballer bereits seit 1,5 Jahren Im September 2017 trennte sich das Paar nach drei gemeinsamen Jahren. Nach der Sendung Adam sucht Eva 2018, in der Lohfink Kandidatin war, war sie mit dem Fitness-Coach Antonino Carbonaro liiert, der ebenfalls in dieser Adam-sucht-Eva-Staffel mitwirkte.Adam sucht Eva 2018: Gina-Lisa Lohfink und Antonino sind schwer verliebt. rtl.de vom 1. Dezember 2018. Abgerufen am 14. Januar 2019. Im Juni 2019 gab das Paar die Trennung bekannt.Gina-Lisa Lohfink und Antonino haben sich getrennt
Auseinandersetzungen und Strafverfahren 2008 erschien ein Amateurporno mit Aufnahmen von Lohfink und ihrem vormaligen Partner Yüksel D., der über zehn Millionen Mal heruntergeladen wurde. Lohfink gibt an, mit der kommerziellen Veröffentlichung der privat gemachten Aufnahmen nicht einverstanden gewesen zu sein. Versuche, die Verbreitung des Videos und die Berichterstattung darüber zu unterbinden, seien nicht erfolgreich gewesen.Sylvia Margret Steinitz: Gina-Lisa Lohfink: verraten und verkauft, Stern, 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.
Im Sommer 2012 wurde ein Video verbreitet, das Lohfink beim Sex mit zwei Männern zeigt. Später wurden weitere Videosequenzen auf einem Handy als Beweismittel sichergestellt; nur ein Teil der insgesamt zwölf Sequenzen sind als Videoclip im Internet zu finden.Kommentar von Spiegel-Justizreporterin Beate Lakotta zum Fall Lohfink auf Video (2:37 Min.), siehe 0:49 bis 1:41. Die Videos wurden teils bei Nacht aufgenommen, teils bei Tageslicht.
Rechtsanwalt Burkhard Benecken erklärte, dass Lohfink erst nachdem sie das Video von sich gesehen hatte, zu der Annahme kam, dass es sich um eine Sexualstraftat handeln könnte. Dies würde die liebevollen Botschaften an Pardis F. erklären, die nach der angeblichen Tatnacht ausgetauscht wurden. Daraufhin erstattete sie gegen die Männer Anzeige und behauptete, sie habe die Vermutung, mit K.-o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt worden zu sein. Die Männer wurden aufgrund widerrechtlicher Verbreitung der Videoaufnahmen (vgl. Recht am eigenen Bild) verurteilt. Der Vorwurf der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung wurde im Verfahren vor dem Amtsgericht Tiergarten jedoch von der Staatsanwaltschaft fallen gelassen. Ein toxikologisches Gutachten hatte anhand des sichergestellten Videomaterials und der Aussagen von Lohfink keine Anhaltspunkte für die Verabreichung von K.-o.-Tropfen ergeben.Sylvia Margret Steinitz: Vom Opfer zur Täterin?, Stern, 31. Mai 2016, abgerufen am 26. Juni 2016. Der Gutachter beschrieb Lohfink als wach, aktiv, orientiert. Auch bei den sexuellen Handlungen konnte er keine Störung der Wachheit, der körperlichen Koordination oder der Orientierung feststellen.Gina-Lisa Lohfink: Der falsche Fall zeit.de, 7. Juli 2016
Gegen Lohfink erging daraufhin aufgrund falscher Verdächtigung nach StGB der zwei Männer ein Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 400 Euro (24.000 Euro).Ein Prozess und die Debatte über das Sexualstrafrecht tagesspiegel.de, 13. Juni 2016 Gegen diesen legte Lohfinks Anwalt Einspruch ein. In: Blick.ch vom 3. Januar 2016. Die von Lohfink beschuldigten Männer stellten gegen sie Strafanzeige wegen Verleumdung und Beleidigung. Im Amtsgericht Tiergarten wurde sie am 22. August 2016 zu einer Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen zu je 250 Euro (20.000 Euro) wegen falscher Verdächtigung verurteilt. Im Revisionsverfahren am 10. Februar 2017 wurde die Verurteilung Lohfinks wegen Falschverdächtigung rechtskräftig bestätigt; nur die Berechnung der Höhe der Tagessätze wurde als fehlerhaft und damit neu festzulegen erkannt, dieselbe Summe in der Neuberechnung jedoch bestätigt.Prozess um falsche Verdächtigung – Schuldspruch gegen Gina-Lisa Lohfink ist rechtskräftig, SpOn, 10. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017.
Der Fall wurde medial breit rezipiert und kontrovers kommentiert.vgl. beispielhaft Katrin Gottschalk: #TeamGinaLisa ist ein Erfolg, taz, 24. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016. Denise Peikert: Laber nich rum, FAZ, 12. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016. Sylvia Margret Steinitz: Gina-Lisa Lohfink: verraten und verkauft, Stern, 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016. Jan Fleischhauer: Affekt-Justiz, Spiegel Online, 20. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016. Antje Hildebrandt: Die neue Liebe zwischen Barbie und den Feministinnen, Die Welt, 25. Juni 2016, abgerufen am 26. Juni 2016.