mini|hochkant|Grabstätte Achim Soltau auf dem Friedhof Ohlsdorf Achim Soltau (* 13. April 1938; † 29. Januar 2016 beim Deutschen Fernschachbund) war ein deutscher Richter, Fernschachspieler und Schachfunktionär.
Soltau war Vorsitzender Richter am Landgericht Hamburg.Todesanzeige im Hamburger Abendblatt vom 13. Februar 2016, Seite 18 Er hatte zwei Töchter und einen Sohn. Sein Vater, Ernst Soltau (1910–1970), war Mitglied der Ernannten Hamburgischen Bürgerschaft und deutscher Meister im Segeln (Olympia-Jolle). Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Ohlsdorf, die Grabstätte liegt im Planquadrat N 37 zwischen Kapelle 10 und dem Museum im Heckengarten.
Schach In der deutschen Schachbundesliga bestritt Soltau in der Saison 1981/82 eine Partie für den SK Johanneum Eppendorf, in der 2. Bundesliga spielte er in den 1980er Jahren ebenfalls für den SK Johanneum Eppendorf sowie den SC Kreuzberg.Johannes Eising, Claus-Dieter Meyer, Gerd Treppner: Schachbundesliga 1980-83, Bamberger Schachverlag, Bamberg 1984, ISBN 3-923113-04-8, Seite 113Johannes Eising, Gerd Treppner: Schachbundesliga 1984-88, Joachim Beyer Verlag, Hollfeld 1989, ISBN 3-88805-081-2, Seite 103
Von 1988 bis 1993 war Soltau Präsident des Deutschen Fernschachbundes. Seit 1990 war er Internationaler Fernschachmeister und seit 1992 war er Großmeister im Fernschach.
Bei der Fernschach-Olympiade holte Soltau 1999 als Teamchef mit dem deutschen Team die Goldmedaille,Schach im neuen Jahrtausend - Geschichte der Schacholympiaden (9) ein Jahr später folgte Silber. Er nahm mehrmals an den Finalrunden zur Fernschach-Weltmeisterschaft teil, zuletzt an der 21. WM (2005–2008).Endstand der 21. Fernschach-WM bei der ICCF Seine besten Platzierungen waren vierte Plätze bei der 16. WM (1999–2004)Endstand der 16. Fernschach-WM bei der ICCF und bei der 18. WM (2003–2005).Endstand der 18. Fernschach-WM bei der ICCF Seit Januar 2008 nahm er am Hermann-Heemsoth-Memorial, dem bisher am besten besetzten Fernschachturnier teil und belegte den 10. Platz.Hermann-Heemsoth-Memorial (Kreuztabelle) auf ICCF
2004 wurde ihm die Bertl-von-Massow-Medaille in Silber verliehen. Mit 13 Fernschach-Großmeister-Normen hielt er zwischenzeitlich einen inoffiziellen Weltrekord im Fernschach. auf BdF
Weblinks
Statistik in der DWZ-Datenbank über Achim Soltau in der Zeitschrift Fernschachpost im Februar 2008 (PDF-Datei; 614 kB)
Einzelnachweise
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