Schwarzenbach ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich.

Geografie Schwarzenbach liegt in der Buckligen Welt, im Industrieviertel Niederösterreichs, etwa 20 Kilometer südlich von Wiener Neustadt, direkt an der Landesgrenze zum Burgenland. Die Marktgemeinde erstreckt sich am Südende des Rosaliengebirges und der Ostkante der Buckligen Welt, die sich hier gegen Südosten gegen die Mittelburgenländische Bucht absenken, eine Gegend, die Landseer Berge genannt wird.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 22,32 Quadratkilometer. 48,22 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung Einzige Ortschaft ist Schwarzenbach. Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Schwarzenbach.

Nachbargemeinden Zwei der fünf Nachbargemeinden liegen im Bezirk Mattersburg (MA), eine im Bezirk Oberpullendorf (OP).

Hauptort der Gemeinde

Der Hauptort Schwarzenbach (Plz. 2803) mit etwa 700 Einwohnern liegt auf im Tal des Schwarzenbachs, eines Nebenflusses der Rabnitz. Es ist ein Straßendorf mit etwa 280 Gebäuden, das sich entlang der Straße Hochwolkersdorf–Weppersdorf erstreckt (heute Teil der L 148/L 101).

Der Ort umfasst die Ortslagen (Adressen): Markt, der alte Ortskern Unterort gegen Südosten Föhrensiedlung als Neubaugebiet im Nordwesten Platz, am Fuß des Schloßbergs mit der Ruine, wurde im 18. Jahrhundert als Platzl noch als eigenständiger Ort geführt Neusiedlung bei der Rotte Schulau, schon weitgehend mit Schwarzenbach verwachsen

Der Naturpark Landseer Berge beginnt am Ortskern Schwarzenbachs, die südlichen Siedlungen liegen schon im ausgewiesenen Schutzgebiet.

Schwarzenbach (Zerstreut)

Die restlichen Orte der Gemeinde, um die 150 Gebäude, werden unter dem Namen Schwarzenbach (Zerstreut) zusammengefasst. Hier leben etwa 450 Menschen auf Seehöhen um .

Die Ortschaft umfasst folgende Ansiedlungen: gegen Norden am Glasgrabenbach und Nebengerinnen, in die Rosalia: die Rotten Schulau (am Ortsrand), Hochegg, Hocheckgraben, Essengraben und die zerstreuten Häuser Glasgraben, Radschuhleiten und Hackbichl – letztere liegen bei der gleichnamigen Ortschaft der Gemeinde Hochwolkersdorf. Hier bilden Schwarzkogel (), Marriegel () und Sieggrabener Kogel () die Grenze zum Burgenland. gegen Osten: die Rotte Eggenbuch, die zerstreuten Häuser Königsbichl am Königsbichl () und Schölderl – letztere schon oberhalb von Sieggraben im Burgenland – sowie die Rotte Trift oberhalb Schwarzenbachs gegen den Burgberg (ca. ) gegen Westen: Oberau am Horaubach von Horau (Gemeinde Wiesmath) her kommend gegen Südwesten in die Landseer Berge die Einöde Alm und die Rotte Schön, schon im Quellgebiet des Rainbaches, der bei Kobersdorf in den Schwarzenbach fließt.

Geschichte mini|hochkant=0.5|links|Beschreibung keltischer Häuser

Namensherkunft Der historische ungarische Name von Schwarzenbach lautet Feketevár, abgerufen am 15. Jänner 2010, was übersetzt ‚Schwarzenburg‘ bedeutet.

Frühgeschichte und Antike Auf dem Gebiet der Gemeinde Schwarzenbach befindet sich die keltische Höhensiedlung Burg in Schwarzenbach des zweiten und ersten vorchristlichen Jahrhunderts, die seit 1992 archäologisch untersucht wird. Bisherige Funde und Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich hierbei um ein keltisches Oppidum handelt und diesem eine große Bedeutung als politischer und wirtschaftlicher Zentralort zukommt.

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Pannonia.

Mittelalter Am Schwarzenbacher Schlossberg steht die Burg Schwarzenbach (heute Ruine). Schwarzenbach gehörte zur Grafschaft Pitten. Schwarzenbach wurde 1587 das Marktrecht verliehen, der Ort war über Jahrhunderte Grenzort zum Königreich Ungarn, bis 1921 das Burgenland zu Österreich kam.

Bevölkerung Bevölkerungsentwicklung

Religionen Laut der Volkszählung im Jahr 2001 bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche 1.100 Personen (96,2 %), zur evangelischen Kirche 15 Personen (1,3 %), zum Judentum (israelitisch) 1 Person (0,1 %) und unter „sonstiges“ werden 2 Personen (0,2 %) angeführt. Ohne Bekenntnis leben in Schwarzenbach 23 Personen (2,0 %) und von 3 Personen (0,3 %) ist die Religionszugehörigkeit unbekannt.

Auf dem Gemeindegebiet der Marktgemeinde Schwarzenbach befinden sich nur religiöse Stätten der römisch-katholischen Kirche. Diese sind unter anderem: römisch-katholische Pfarrkirche zu Sankt Bartholomäus Kapelle im Schloss Schwarzenbach (Ruine) Wallfahrtsort Maria Bründl am Burgberg Wasserkreuz Eggenbuch-Kapelle Kreuzwegstationen zu Maria Bründl Hubertuskapelle am Weg vom Markt zum Königsbichl und Schölderl Hubertuskapelle bei der sogenannten Grünen Lacke zwischen dem Greimkogel und dem Schwarzkogel Johannes-Nepomuk Statue Bildstöcke

Die nächste evangelische Pfarrkirche befindet sich in Oberpetersdorf und die nächste Synagoge ist in Kobersdorf. mini|hochkant|Pfarrkirche Schwarzenbach mini|Burgruine Schwarzenbach

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke Ruine Schwarzenbach (ungarisch: Feketevár) am Schlossberg römisch-katholische Pfarrkirche zu Sankt Bartholomäus Wallfahrtsort Maria Bründl am Burgberg Wasserkreuz Eggenbuch-Kapelle Friedhof mit Aufbahrungshalle Museumsturm (seit 2023 Johann Giefing Aussichtsturm) Pessenlehner Mühle Rathaus Feuerwehrhaus mehrere Wasserhochbehälter Kreuzwegstationen zu Maria Bründl Johannes-Nepomuk Statue Bildstöcke

Parks Park am Ortseingang Karl-Weber-Park Denkmal für die Opfer des Ersten und des Zweiten Weltkrieges Kinderspielplatz

Naturdenkmäler Waldlehrpfad Vogellehrpfad Mammutbaum mini|Keltisches Freiluftmuseum

Museen Freilichtmuseum: keltische Wallanlage Höhensiedlung Burg in Schwarzenbach am Burgberg Museumsturm Urgeschichtlicher Wanderweg Ausstellungen im Rathaus

Theater und Musik Theaterveranstaltungen des SC Schwarzenbach Theatergruppe „Die Guadastn“ Volkstanzgruppe

Regelmäßige Veranstaltungen Wirtshausbühne (Kabarett & Musikveranstaltungen) Keltenfest Faschingsumzug Kulturtage Schwarzenbach Feuerwehrball Sportler-Gschnas Arbeiterblumenball Bauernball

Sport Sportplatz Mountainbike-Strecken Wanderwege Reitwege burgenländisches Radwegenetz

Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 33, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 104. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 463. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,34 Prozent.

Die Marktgemeinde Schwarzenbach zählt zu den sogenannten Wohn-Agrargemeinden. Das heißt, der Anteil der Berufstätigen in der Land- und Forstwirtschaft verringert sich kontinuierlich, woraus sich ergibt, dass die Zahl der Auspendler ständig zunimmt. In der Marktgemeinde selbst gibt es nur wenige Arbeitsplätze. In Zukunft soll jedoch der Fremdenverkehr als Erwerbsquelle weiter forciert werden.

Öffentliche Einrichtungen In Schwarzenbach befindet sich eine Volksschule.

Politik Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 1990: 13 SPÖ, und 6 ÖVP. 1995: 13 SPÖ, 5 ÖVP, und 1 FPÖ. 2000: 13 SPÖ, 5 ÖVP, und 1 FPÖ. 2005: 14 SPÖ, und 5 ÖVP. 2010: 14 SPÖ, und 5 ÖVP. 2015: 14 SPÖ, und 5 ÖVP. 2020: 15 SPÖ und 4 ÖVP. 2025: 10 SPÖ, 3 FPÖ und 2 ÖVP.

Bürgermeister Bürgermeister seit 1945 waren:

1945–1946 Matthäus Gruber 1946–1950 Johann Lausch 1950–1960 Franz Sagmeister 1960–1970 Johann Graner 1970–1982 Franz Oberger 1982–1984: Karl EisingerNÖN: Wechsel in Schwarzenbach: Rücktritt nach 35 Jahren. Artikel vom 20. Dezember 2018, abgerufen am 29. Dezember 2018. 1984–2019: Johann Giefing (SPÖ) seit 2019: Bernd Rehberger

Wappen 150px|rechts Blasonierung (Wappenbeschreibung): In Blau auf einem gewölbten, nach rechts zeigenden, rot-weißen Schild ein zum Abflug bereiter, linksgewendeter goldener Adler, über seinem Kopf schwebend eine fünfzackige goldene Krone. Die Gemeindefarben der Marktgemeinde Schwarzenbach sind Blau-Gelb-Rot.

Gemeindepartnerschaften Schwarzenbach SG, eine Ortschaft in der Gemeinde Jonschwil, Kanton St. Gallen, Schweiz Schwarzenbach an der Saale, Stadt im Landkreis Hof (Bayern, Deutschland)

Persönlichkeiten Michael Frühwirth (1891–1958), Politiker und Gewerkschaftsfunktionär Tony Rei (* 1957), Zauberkünstler und Illusionist

Bildergalerie

Historische Landkarten

Literatur Johann Giefing: Die „Prägna“: Chronik der Marktgemeinde Schwarzenbach, 2023

Weblinks

Homepage der Marktgemeinde Schwarzenbach Homepage zur Archäologie in Schwarzenbach Schwarzenbach auf in den Karten der 2. militärisch topographischen Landesaufnahme 1806–1869

Homepage der Wirtshausbühne Gemeindegrenzen zu den Nachbargemeinden

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Wiener Neustadt Kategorie:Bucklige Welt Kategorie:Rosaliengebirge