Hans Conrad Heidegger (* 12. Juli 1649 in Zürich; † 30. August 1721 ebenda) war ein Zürcher Politiker.
Der Sohn des gleichnamigen Statthalters war von 1675 bis 1678 Landschreiber von Bülach und sass dann von 1689 bis 1693 im Grossen Rat von Zürich für die Zunft zur Schmiden, deren Zunftmeister er von 1689 bis 1693 und von 1700 bis 1721 war. 1694 wurde er Landvogt von Kyburg, und von 1700 bis 1720 war er Obervogt von Höngg. 1719 amtete er als Statthalter.
Weniger bekannt ist, dass im alten Zürich die Sodomie (Homosexualität) zeitweise den dritten Platz unter den mit dem Tode bedrohten Verbrechen einnahm und während Heideggers von 1694 und 1698 währenden Amtszeit als Landvogt von Kyburg allein 24 Personen, meist junge Männer, wegen dieses Deliktes hingerichtet wurden.Helmut Puff: A State of Sin: Switzerland and the Early Modern Imaginary. Siting Same-Sex Desire in the Early Modern World. In: Katherine O’Donnell, Michael O’Rourke (Hrsg.): Queer Masculinities, 1550–1800. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2006, S. 94–105.
Literatur 2004.
Einzelnachweise
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