Mau-Nuno (Maununo, Maununu, Mau-Nunu, Mauneno) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Ainaro, Gemeinde Ainaro.
Geographie
Mau-Nuno befindet sich südwestlich der Gemeindehauptstadt Ainaro, im Westen des Verwaltungsamts Ainaro. Im Norden liegt der Suco Mau-Ulo, im Osten jenseits des Sarai, der Suco Ainaro und im Süden der Suco Cassa. Im Nordwesten liegt das Verwaltungsamt Bobonaro (Gemeinde Bobonaro) mit seinem Suco Colimau und im Westen und Südwesten liegt das Verwaltungsamt Zumalai (Gemeinde Cova Lima) mit seinem Suco Ucecai. Der im Suco entspringende Fluss Aiuliu bildet einen Teil der Westgrenze. Er ist ein Nebenfluss des Mola. Der Sarai gehört zum System des Belulik.Direcção-Geral de Estatística: Im Nordwesten von Mau-Nuno liegt der Berg Mamalau (Manlau), der eine Höhe von erreicht. Er ist der höchste Punkt des Sucos. Der Suco hat eine Fläche von 31,63 km². Er teilt sich in die drei Aldeias Aileu, Mama-Lau (Mamalau) und Mau-Suca (Mausuka). (portugiesisch; PDF; 323 kB)
Der Hauptort Mau-Nuno liegt nahe der Nordgrenze und dehnt sich über alle drei Aldeias aus. Neben dem Sitz des Sucos befinden sich hier ein Hospital und eine Grundschule sowie ein Hubschrauberlandeplatz für Notfälle. (PDF; 583 kB) Auch das Dorf Lait im Süden des Sucos hat eine Grundschule. Nordwestlich des Berges Mamalau liegen die verstreuten Häuser des Dorfes Mama-Lau.
Einwohner mini|links|Ein Mann in traditioneller Tracht mit Belak (2016)
Im Suco leben 1.447 Menschen (2022), davon sind 738 Männer und 709 Frauen. Im Suco gibt es 243 Haushalte. Über 60 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Fast 30 % sprechen Bunak, der Rest Mambai.Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Mau-Nuno (tetum; PDF; 8,2 MB)
Der Ortsname „Mau-Nuno“ deutet auf eine ursprünglich malayo-polynesische Besiedlung. Die Anfangssilbe „Mau“ ist typisch für Ortsnamen in Siedlungsgebieten der Mambai, Kemak und Tokodede. Die Bunak, deren Sprache zu den Papuasprachen gezählt wird, haben sich in Mau-Nuno kulturell den lokalen Mambai angenähert. Anders als bei den Bunak weiter westlich, besteht hier ein patrilineares Heirats- und Abstammungssystem, statt einem matrilinearen. Bunak und Mambai aus Mau-Nuno führen ihre Herkunft beide auf dasselbe legendäre Ahnenpaar zurück. Der Berg, von dem diese Ahnen herabstiegen, hat sowohl einen Namen in Bunak (lolo guzu muk po), als auch in Mambai (manu aman parasa).Antoinette Schapper: , S. 163–186, in: Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays, S. 178–179, 2011
Geschichte
In der indonesischen Besatzungszeit wurden die drei ursprünglichen Siedlungen des Sucos Aileu, Mama-Lau und Mau-Suca aufgelöst und die Bewohner an der Stelle des heutigen Hauptortes Mau-Nuno umgesiedelt. Heute leben wieder Menschen in den Bergen von Mama-Lau und im Süden der Aldeia Aileu.
Am 11. August 1999 flohen 1200 Bewohner aus dem Dorf Mau-Nuno aus Angst um ihr Leben vor den pro-indonesischen Milizen in die Wälder. Andere bildeten kleine Gruppen um sich zu verteidigen. Am 23. September 1999 wurden auch die restlichen Einwohner des Dorfes von der Miliz Mahidi vertrieben. (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
2003 wurde unter anderem dieser Fall vor Gericht verhandelt. Mehrere Angeklagte wurden in Abwesenheit zu Haftstrafen verurteilt. Sie waren in das indonesische Westtimor geflohen.ETAN, 28. Februar 2003, 3 New indictments filed at Dili Court
Politik mini|hochkant|Valente Ramos Bianco (2016)
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Carlito Miranda zum Chefe de Suco gewählt. Bei den Wahlen 2009 gewann Valente Ramos Bianco und wurde 2016 in seinem Amt bestätigt.
Weblinks
Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Mau-Nuno (tetum; PDF; 8,2 MB) Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Mau-Nuno (tetum; PDF) Seeds of Life: Suco information sheets Ainaro (tetum)
Einzelnachweise
Kategorie:Suco in Ainaro (Gemeinde) Kategorie:Ainaro (Verwaltungsamt)