miniatur|Blick auf die Stadt mit der Awatscha-Bucht miniatur|Petropawlowsk-Kamtschatski mit dem Vulkan Korjakskaja Sopka Petropawlowsk-Kamtschatski (, wiss. Transliteration: Petropavlovsk-Kamčatskij – übersetzt: Peter-Paul-Stadt von Kamtschatka) ist die Hauptstadt der Region Kamtschatka im Föderationskreis Fernost in Russland. Petropawlowsk-Kamtschatski hat 163.000 Einwohner (Stand: 2025). Hier befinden sich u. a. wissenschaftliche Einrichtungen zur Ozeanforschung, Fischereiwirtschaft und Geologie, daneben Werftindustrie. Am Ort befindet sich eine Monitoring-Station des SDCM-Systems.
Geschichte Petropawlowsk-Kamtschatski wurde 1740 gegründetJewgeni Pospelow: Geografitscheskije naswanija Rossii. AST, 2008, ISBN 978-5-17-054966-5, S. 349–350. und ist ein wichtiger Stützpunkt der Pazifikflotte der Russischen Marine.
Am (dem Tag Peter und Paul) wurde der Navigator Iwan Jelagin von Vitus Bering ausgesandt, um den natürlichen Hafen in der Awatscha-Bucht für die Zweite Kamtschatkaexpedition zu erkunden. Die geschützte Lage in der Bucht und die Mündung des Awatscha-Flusses waren die Gründe für die Entwicklung zur wichtigsten Stadt von Kamtschatka.
Am 18. August 1854 unternahm ein britisch-französischer Schiffsverband, im Zuge des Krimkriegs, einen Angriff auf die Stadt und begann die Belagerung von Petropawlowsk-Kamtschatski. Die Stadt war in den Jahren zuvor durch Gouverneur Nikolai Murawjow-Amurski befestigt worden. Die Russen hatten eine kleine Garnison aus mehreren Hundert Mann und 67 Kanonen. Ihnen standen zahlenmäßig überlegene alliierte Landungstruppen und 218 Schiffskanonen gegenüber. Nach langem Beschuss landeten ca. 600 Soldaten südlich der Stadt, wurden jedoch nach schweren Gefechten von 230 Verteidigern abgewehrt und zum Rückzug gezwungen. Am 24. August landeten weitere 970 Alliierte östlich der Stadt, konnten sich aber ebenfalls nicht gegen 360 Russen durchsetzen. Danach verließen die Schiffe russische Gewässer. Die Verluste der Russen betrugen ca. 100 Mann, während die Verluste der Engländer und Franzosen ungefähr fünfmal höher waren.Jewgeni Schukow u. a.: Sowetskaja istoritscheskaja enziklopedija: Tom 11. Sowetskaja enziklopedija, Moskau 1968, Sp. 118–119.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 395 1926 1.691 1939 35.373 1959 85.582 1970 153.885 1979 214.977 1989 268.747 2002 198.028 2010 179.780 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Verkehr Der Flughafen Petropawlowsk-Kamtschatski befindet sich in Jelisowo.
Religion
Söhne und Töchter der Stadt
Oleg Jerofejew (1940–2022), russischer Admiral Igor Smirnow (* 1941), Präsident Transnistriens (1992–2011) Tatjana Sintschenko (* 1947), Entomologin und Hydrobiologin Anatolij Mohiljow (* 1955), ukrainischer Politiker und von 2010 bis 2011 Innenminister Igor Makuschew (* 1964), GeneralleutnantМакушев Игорь Юрьевич, structure.mil.ru (russisch)Макушев Игорь Юрьевич, eurasian-defence.ru (russisch) Warwara Selenskaja (* 1972), Skirennläuferin Margarita Marbler (* 1975), österreichische Freestyle-Skiläuferin Jelena Temerewa (* 1976), Zoologin und Hochschullehrerin Grigori Dobrygin (* 1986), Schauspieler Anatoli Oskin (* 1989), Biathlet Pawlo Ischtschenko (* 1992), israelischer Boxer Jelena Jakowischina (* 1992), Skirennläuferin Jelena Ossipowa (* 1993), Bogenschützin Iwan Kusnezow (* 1996), Skirennläufer
Städtepartnerschaften Petropawlowsk-Kamtschatski listet folgende Partnerstädte auf: Unalaska, Vereinigte Staaten, seit 1990 Kushiro-shi, Japan, seit 1998 Sewastopol, Ukraine, seit 2009 Zapopan, Mexiko, seit 2020
Klimatabelle
Weblinks
Offizielle Webseite der Stadtverwaltung (russisch) Petropawlowsk auf mojgorod.ru (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Region Kamtschatka Kategorie:Ort mit Seehafen Kategorie:Hauptstadt eines Föderationssubjekts Russlands Kategorie:Gemeindegründung 1740