Der Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke, bis 2012 Bernhard Wicki Filmpreis – Die Brücke – Der Friedenspreis des deutschen Films, wird jährlich im Frühsommer vom BERNHARD-WICKI-GEDÄCHTNISFONDS e.V. an Filmschaffende aufgrund herausragender filmischer Leistung vergeben. Der Preis wurde gestiftet zur Erinnerung an den im Jahr 2000 verstorbenen schweizerischen Filmregisseur Bernhard Wicki. Die Auszeichnung ist derzeit mit 7.500 Euro dotiert und wird seit 2002 jährlich im Vorfeld des Filmfestes München verliehen. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten.

2009 wurde neben dem Regiepreis erstmals der neu gestaltete Schauspielpreis vergeben, 2010 folgte ein Nachwuchspreis. Beide Preise sind mit 5.000 Euro dotiert. Seit 2011 wird der mit 3.000 Euro dotierte Spezialpreis vergeben, seit 2015 der Regiepreis in den Kategorien international und national.

Preisträger Regiepreis 2002: Goran Paskaljević für How Harry became a Tree 2003: Marceline Loridan-Ivens für Birkenau und Rosenfeld 2004: Volker Schlöndorff für Der neunte Tag 2005: Marc Rothemund für Sophie Scholl – Die letzten Tage 2006: Florian Henckel von Donnersmarck und Ulrich Mühe für Das Leben der Anderen 2007: Marco Kreuzpaintner und Kevin Kline für Trade – Willkommen in Amerika 2008: Marie Noëlle und Peter Sehr für Die Frau des Anarchisten 2009: Hans-Christian Schmid für Sturm 2010: Jasmila Žbanić für Zwischen uns das Paradies (Na Putu) 2011: Susanne Bier für In einer besseren Welt 2012: Icíar Bollaín für Und dann der Regen (También la lluvia) 2013: Mira Nair für The Reluctant Fundamentalist 2014: Justin Chadwick für Mandela – Der lange Weg zur Freiheit

Regiepreis International 2015: Abderrahmane Sissako für Timbuktu 2016: Tobias Lindholm für A War 2017: Aki Kaurismäki für Die andere Seite der Hoffnung 2018: Ziad Doueiri für Der Affront 2019: Nadine Labaki für Capernaum – Stadt der Hoffnung 2020: Ladj Ly für Die Wütenden – Les Misérables 2021: Kaouther Ben Hania für Der Mann, der seine Haut verkaufte 2022: Catherine Corsini für In den besten Händen 2023: Romain Gavras für Athena 2024: Jonathan Glazer für The Zone of Interest 2025: Mohammad Rasoulof für Die Saat des heiligen Feigenbaums 2026: Cherien Dabis für Im Schatten des Orangenbaums

Regiepreis National 2015: Oliver Hirschbiegel für Elser – Er hätte die Welt verändert 2016: Kai Wessel für Nebel im August 2017: Simon Verhoeven für Willkommen bei den Hartmanns 2018: Lars Kraume für Das schweigende Klassenzimmer 2019: Michael Herbig für Ballon 2020: Jonathan Jakubowicz für Resistance – Widerstand 2021: Philipp Stölzl für Schachnovelle 2022: Andreas Dresen für Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush 2023: Kilian Riedhof für Meinen Hass bekommt ihr nicht 2024: Julia von Heinz für Treasure – Familie ist ein fremdes Land 2025: Tim Fehlbaum für September 5 2026: Ilker Çatak für Gelbe Briefe

Schauspielpreis 2009: Ulrich Tukur für John Rabe 2010: Sibel Kekilli für Die Fremde 2011: nicht vergeben 2012: Zrinka Cvitešić für Die Brücke am Ibar (My Beautiful Country) 2013: Riz Ahmed für The Reluctant Fundamentalist 2014–2015: nicht vergeben 2016: Burghart Klaußner für Der Staat gegen Fritz Bauer 2017: Julia Vysotskaya für Paradies 2018–2022: nicht vergeben 2024: Christian Friedel für The Zone of Interest 2025–2026: nicht vergeben

Nachwuchspreis 2010: Philip Koch für Picco 2011: Yasemin Şamdereli für Almanya – Willkommen in Deutschland und Maggie Peren für Die Farbe des Ozeans 2012: Michaela Kezele für Die Brücke am Ibar (My Beautiful Country) 2013: Daniel Harrich für Der Blinde Fleck 2014: Rick Ostermann für Wolfskinder (national); Yann Demange für ’71 (international) 2015: Burhan Qurbani für Wir sind jung. Wir sind stark. 2016: Deniz Gamze Ergüven für Mustang 2017: nicht vergeben 2018: Katja Benrath für Watu Wote – All of us 2019–2020: nicht vergeben 2021: Jan Philipp Weyl für Running Against The Wind 2022: nicht vergeben 2025: Constanze Klaue für Mit der Faust in die Welt schlagen 2026: Daniela Magnani Hüller für Was an Empfindsamkeit bleibt

Spezialpreis 2011: Projekt Cinema Jenin 2012: nicht vergeben 2013: Haifaa Al Mansour für Das Mädchen Wadjda 2014: nicht vergeben 2015: Klaus Härö für Die Kinder des Fechters 2016: Gianfranco Rosi für Seefeuer 2017: nicht vergeben 2018: Feras Fayyad für Die letzten Männer von Aleppo 2019: Talal Derki für Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats 2020–2021: nicht vergeben 2022: Maryna Er Horbatsch für Klondike 2023: Steffi Niederzoll für Sieben Winter in Teheran 2024: Mstyslav Chernov für 20 Tage in Mariupol 2025: Nawi: Dear Future Me 2026: nicht vergeben

Ehrenpreis 2003: Anouk Aimée 2004–2010: nicht vergeben 2011: Maximilian Schell 2012: Michael Verhoeven 2014: Klaus Maria Brandauer 2017: Andrei Kontschalowski 2018–2020: nicht vergeben 2021: Senta Berger 2022–2025: nicht vergeben 2026: Edgar Reitz

Weblinks Friedenspreis des Deutschen Films beim BERNHARD-WICKI-GEDÄCHTNISFONDS e.V.

Kategorie:Filmpreis (München) Kategorie:Erstverleihung 2002 Kategorie:Bernhard Wicki