Typ OBC, Serie Bella Coola Technische Daten (Überblick) Werft: VEB Mathias Thesen Werft, Wismar Vermessung: 16.200 BRT / 8817 NRT Tragfähigkeit: 23.200 t Länge über Alles: 176,65 m Länge zwischen den Loten: 167,42 m Breite: 22,86 m Seitenhöhe: 14,00 m Tiefgang: 10,11 m Antrieb: 1 × K8Z 70/120E Dieselmotor auf 1 × Festpropeller Gesamtleistung: 8240 kW Geschwindigkeit: 15,5 Knoten Besatzung: 28
Die Frachtschiffe des Typs OBC (Ore-Bulk-Container), Serie Bella Coola der Mathias-Thesen-Werft sind eisgängige kombinierte Massen-, Stückgut- und Containerfrachter.
Geschichte Hergestellt wurden zwischen 1972 und 1987 28 Einheiten in fünf Bauserien (OBC I bis OBC V). Verwendet werden die Schiffe außer zum Transport von Erzen, noch für die Trampschifffahrt mit Massen- und Stückgütern, sowie Containern und Walzstücken/Massenstückgütern. Daher auch das Kürzel Ore (Erz), Bulk (Massengut), Container. Ein Teil der Baureihe wurde für die Deutsche Seereederei gebaut, der Rest wurde in zahlreiche, meist westliche Länder exportiert.
Erstes Schiff und Namensgeber der Serie war die am 30. September 1972 an Schweden übergebene Bella Coola mit der Baunummer 101. Sie wurde bis 1992 betrieben und strandete am 9. November 1992 als Pegasus vor Lu Tao, Taiwan, wobei zwei Seeleute ums Leben kamen.
Letztes Schiff der Serie war die 1987 fertiggestellte Fremo Scorpius mit der Baunummer 136. Sie fuhr bis zum Abbruch im September 2013 unter dem Namen Anik.
Zwischen 1980 und 1982 wurden zusätzliche sechs Einheiten eines für den Containertransport weiterentwickelten Typs MBC gebaut.
Technik Angetrieben werden die Schiffe von einem in MAN-Lizenz gefertigten 8240-kW-Zweitakt-Dieselmotor des Typs K8Z 70/120E des Herstellers VEB Dieselmotorenwerk Rostock, der direkt auf einen Verstellpropeller wirkt und verfügen über ein Bugstrahlruder.
Die eisverstärkten Rümpfe der Doppelhüllenschiffe sind in Sektionsbauweise zusammengefügt. Das in verschiedenen Varianten gelieferte Deckshaus ist klimatisiert.
Die fünf Laderäume mit einem Rauminhalt von 29.620 m³ Kornraum und 28.200 m³ Ballenraum haben einen Decköffnungsgrad von 76,5 % und werden mit hydraulischen Faltlukendeckeln seefest verschlossen. Es können bei Bedarf 582 TEU-Container transportiert werden. Versionsabhängig sind die Schiffe mit vier Schiffskränen von 12,5, 25 oder 40 Tonnen Kapazität ausgerüstet, einige Einheiten wurden auch ohne Ladegeschirr abgeliefert.
Die Schiffe der Serie 1972, Baunummer 101, Bella Coola 1973, Baunummer 103, Arctic Wasa 1974, Baunummer 102, Sylvo 1975, Baunummer 104, Finntimber 1976, Baunummer 106, Baltic Wasa 1976, Baunummer 107, Celtic Wasa 1977, Baunummer 108, Delphic Wasa 1977, Baunummer 109, Gothic Wasa 1977, Baunummer 110, Weimar 1978, Baunummer 111, Jena 1978, Baunummer 112, Meissen 1978, Baunummer 113, Rocroi 1978, Baunummer 114, Fonternoi 1979, Baunummer 115, Fengtien 1979, Baunummer 118, Wismar 1979, Baunummer 119, Ariadne, Kiellegung als Aria 1980, Baunummer 117, Maya 1981, Baunummer 125, Federal Elbe 1983, Baunummer 126, Thalassini Axia 1983, Baunummer 127, Thalassini Hara 1984, Baunummer 129, Pantelis A. Lemos 1984, Baunummer 130, Spyros A. Lemos 1985, Baunummer 131, Santa Rita, Kiellegung als Thalassini Aura 1985, Baunummer 132, Santa Rosa, Kiellegung als Thalassini Tyei 1986, Baunummer 133, Hennigsdorf 1986, Baunummer 134, Brandenburg 1986, Baunummer 135, Riesa 1987, Baunummer 136, Fremo Scorpius, Kiellegung als Calbe
Literatur
Siehe auch Serienschiff Liste von Schiffstypen
Fußnoten
Kategorie:Frachtschiffstyp Kategorie:Mathias-Thesen-Werft