right|mini|Albert Speer überreicht Arthur Tix das Ritterkreuz des Kriegsverdienstordens (1944) Arthur Tix (* 16. Dezember 1897 in Darmstadt; † 7. Februar 1971 in Mainz) war ein deutscher Industrieller.

Leben Als junger Artillerieoffizier nahm Arthur Tix am Ersten Weltkrieg teil. Anschließend studierte er an der TH Darmstadt Maschinenbau, Technologie und Werkstoffkunde und wurde Mitglied des Corps Franconia Darmstadt.Anschriftenliste des Weinheimer SC. 1928, S. 106. 1922 trat Tix eine Stelle als Betriebsassistent beim Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation (BVG) an. 1929 wurde er zum Betriebsleiter und 1934 zum Betriebsdirektor der Walzwerke. 1939 wurde er Leiter sämtlicher Warmbetriebe des BVG, ergänzt durch den Posten als Vorstandsvorsitzender der Hanomag in Hannover ab 1942. Von April 1942 bis September 1943 war er Vorsitzender des Hauptausschusses Waffen und Wehrwirtschaftsführer. Albert Speer wollte ihn 1943 bei Krupp als Werksbeauftragten einsetzen.Werner Abelshauser: Rüstungsschmiede der Nation? Der Kruppkonzern im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit 1933 bis 1951. In: Lothar Gall (Hrsg.): Krupp im 20. Jahrhundert. Die Geschichte des Unternehmens vom Ersten Weltkrieg bis zur Gründung der Stiftung. Siedler, Berlin 2002, ISBN 3-88680-742-8, S. 436

Im Nürnberger Prozess der Alliierten gegen die industrielle Elite gehörte er zu den Angeklagten. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte Tix von 1947 bis 1950 dem Vorstand des Stahlwerks Osnabrück an, bevor er als technischer Vorstand zum Bochumer Verein zurückkehrte. Dort trieb er den Ausbau des Werkteils Höntrop voran, ließ dort ein LD-Stahlwerk und gegen zahlreiche Widerstände eine elektronisch gesteuerte Warmbreitbandstraße errichten. Dies habe den Bochumer Stahl-Standort nachhaltig gesichert. Nach Übernahme des Bochumer Vereins durch Krupp 1965 wechselte Tix in den dortigen Aufsichtsrat.

Ehrungen Juni 1944: Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern 1957: Robert-W.-Hunt-Medaille (erste Verleihung an einen Deutschen) 1959: Ehrensenator der TH Darmstadt 1963: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland für die Einführung des Vakuumguss- sowie des LD-Verfahrens 1965: Carl-Lueg-Denkmünze Dr. Ing. e. h. der TH Clausthal

Literatur

Andreas Zilt: Historische Innovationsforschung – Die Einführung des Oxygenstahlverfahrens in Westdeutschland. In: Manfred Rasch, Dietmar Bleidick (Hrsg.) Technikgeschichte im Ruhrgebiet / Technikgeschichte für das Ruhrgebiet. Klartext-Verlag, Essen 2004, ISBN 3-89861-376-3, S. 721 f.

Einzelnachweise

Kategorie:Manager Kategorie:Wehrwirtschaftsführer Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Darmstadt Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes (1939) Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität Darmstadt Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Clausthal Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1897 Kategorie:Gestorben 1971 Kategorie:Mann