Oberdombach (fränkisch: Äjba-dumbaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 147. Dort folgendermaßen transkribiert: „ęibəʳdúmba“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Oberdombach liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.

Geografie Das Dorf liegt am Höllmühlbach. Im Süden liegt das Waldgebiet Im Forst, 0,5 km nördlich liegen die Eckertshölzer, 1 km westlich erhebt sich der Rotenberg, 1 km südöstlich liegt der Käferbuck. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Liegenbach (0,7 km östlich), die Staatsstraße 2246 kreuzend nach Straßenwirtshaus (2 km nördlich), zur Staatsstraße 2249 nördlich von Neunstetten (1,8 km südwestlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,5 km nordwestlich), die nach Hannenbach zur St 2246 (0,9 km nördlich) bzw. nach Rauenbuch zur St 2249 verläuft (1,9 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde 1387 als „Obertunnenbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem Gewässernamen ab (heute Höllmühlbach genannt), dessen Bestimmungswort der Personenname Tunno ist. Der Ort ist eine Filialsiedlung von Niederdombach, das bis dahin „Tunnenbach“ genannt wurde.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 147 f. Anders bei Dombach im Loch, dessen Ortsname sich von der Tanne ableitet.

Laut dem 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 bildete Oberdombach mit Liegenbach und Höllmühle eine Realgemeinde. Für Oberdombach wurden 16 Mannschaften verzeichnet. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (1), das Stiftsamt Ansbach (5), das Klosterverwalteramt Sulz (2), der Bürgermeister und Rat zu Ansbach (1), die Pfarrei Neunstetten (2), der eichstättische Stiftskapitel Herrieden (4) und das eichstättische Amt Wahrberg (1). Außerdem gab es noch ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2753. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 689.

Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Oberdombach eine Gemeinde mit Liegenbach und der Höllmühle. In Oberdombach gab es 18 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. hatte das Hofkastenamt Ansbach inne. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (10 Anwesen; Hofkastenamt Ansbach: 1 Köblergut; Stiftsamt Ansbach: 5 Köblergüter, 1 Schmiedgut; Klosterverwalteramt Sulz: 2 Köblergüter; Ansbacher Rat: 1 Köblergut) und das Hochstift Eichstätt (Stiftskapitel Herrieden: 1 Hof, 3 Güter; Kastenamt Herrieden: 1 Gut, 1 Mühle; Vogtamt Aurach: 2 Güter). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Brechhaus, zwei Hirtenhäuser).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 895. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 985 f.

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberdombach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1806 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 93 90 86 100 90 103 104 94 125 84 77 72HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 18 24 20 23 22 21 20 20 21Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Neunstetten) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1387