Dombach im Loch (fränkisch: Dumba-lochE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 66. Dort folgendermaßen transkribiert: „dumbəʳlóch“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Dombach im Loch liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.

Geografie Unmittelbar westlich des Dorfs entspringt der Dombach. Der Ort liegt im Dombacher Grund und ist nordwestlich vom Ansbacher Stadtwald umgeben. Im Norden liegt der Zeilberg, im Südosten der Teufelsgraben. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Elpersdorf zur Staatsstraße 2248 (1,3 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 1066 (0,4 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde 1320 als „Tanbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort die Baumgattung Tanne ist. Erst seit 1732 ist die Form Dombach im Loch bezeugt, wobei mit Loch die versteckte Tallage des Ortes bezeichnet wird.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 66f.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Dombach fünf Mannschaften verzeichnet. Alle Anwesen unterstanden dem Stiftsamt Ansbach. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach inne.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 583. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 681.

Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dombach im Loch fünf Anwesen (2 Höfe, 1 Halbhof, 1 Köblergut, 1 Tropfhaus). Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach inne. Alle Anwesen hatten das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Neben diesen Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 848.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 629. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 985 f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dombach im Loch dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. 1833 stellten Bernhardswinden, Dombach, Kurzendorf und Meinhardswinden einen Antrag zur Gemeindebildung. Dieser wurde allerdings abgelehnt.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 946 f. Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Elpersdorf samt zugehörigen Gemeindeteilen im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.

Baudenkmal Steinkreuz aus Blasensandstein am Fußweg nach Ansbach, 500 Meter östlich der Ortschaft

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 41 49 41 32 40 47 36 49 48 70 68HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 7 6 6 6 6 9 17Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannis (Ansbach) gepfarrt, seit 1967 ist die Pfarrei Friedenskirche (Ansbach) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1320