mini|Römerkeller nördlich von Kostebrau 1904 Römerkeller war eine Ansiedlung an der gleichnamigen Bahnstation, die an der Nebenstrecke Sallgast–Lauchhammer der Schipkau-Finsterwalder Eisenbahn lag.

Geschichte Der Wohnplatz Römerkeller entstand nach Eröffnung der gleichnamigen Bahnstation im Jahr 1902. Eine ältere siedlungsgeschichtliche Tradition ist nicht nachweisbar. Römerkeller, das in der Niederlausitz unweit der späteren Stadt Lauchhammer lag, war ein Ortsteil von Kostebrau. Der Ortsabbruch erfolgte 1980 durch den Tagebau Klettwitz. 29 Einwohner wurden umgesiedelt. In anderen QuellenDokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen. Hrsg.: Archiv verschwundener Orte, Forst 2010, S. 194 werden 90 Haushalte mit 195 Einwohnern (inklusive Wischgrund) als mit Wohnraum zu versorgende Umsiedler angegeben.

Sage Der Flurname Römerkeller war mit der Sage über eine Kultstätte für den Wendengott Flinz verbunden. Auf der Hügelgruppe Römerkeller soll ein goldener Löwe gestanden haben. An der Südseite der Hügel soll eine große Öffnung in einen etwa vier Meter hohen kellerartigen Raum geführt haben. Auf der Höhe über der Höhle lag nach Gottlieb Paulitz ein Stein mit nicht lesbaren Schriftzeichen, ein Opferstein für Flinz.Gottfried Paulitz. Heimatkunde des Kreises Calau für Volksschulen.Cottbus.

Gedenkort Für den Wohnplatz existiert ein Gedenkort auf rekultiviertem Gelände. Nachdem der Aussichtspunkt mehrere Jahre im Sperrgebiet lag, wurde er Anfang des Jahres 2025 freigegeben.

Siehe auch Liste der abgebrochenen Orte im Lausitzer Kohlerevier Archiv verschwundener Orte

Einzelnachweise

Literatur Frank Förster: Verschwundene Dörfer. Die Ortsabbrüche des Lausitzer Braunkohlenreviers bis 1993. (=Schriften des Sorbischen Instituts. 8) 3. bearbeitete und erweiterte Auflage, Bautzen 2014, S. 247–248. ISBN 3-7420-1623-7 Dokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen. Hrsg.: Archiv verschwundene Orte, Forst 2010

Kategorie:Geographie (Lauchhammer) Kategorie:Wüstung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kategorie:Wüstung in der Lausitz Kategorie:Abgebaggerter Ort