Słupca ( Slupca, 1943–1945 Grenzhausen (Wartheland))„Anordnung über Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland vom 18. Mai 1943“ – Landkreis Konin (PDF; 1,8 MB) ist eine Stadt im östlichen Teil der polnischen Woiwodschaft Großpolen. Słupca ist Hauptstadt des Powiat Słupecki. Die Stadt hat 14.000 Einwohner. Słupca ist eine Stadtgemeinde und Sitz einer davon unabhängigen Landgemeinde mit etwa 9.000 Einwohnern.
Geographische Lage Die Stadt liegt etwa siebzig Kilometer östlich der Stadt Posen und 25 Kilometer östlich der Stadt Września (Wreschen).
Geschichte mini|Slupca östlich der Stadt Posen und östlich der Stadt Wreschen (Września) auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung). mini|Handgezeichneter Lageplan der Stadt von 1945 (A. Muncha) mini|Straßenzug im Stadtzentrum (2015) Erstmals erwähnt wurde der Ort 1176. Im Jahr 1290 erhielt die Ortschaft von ihrem Besitzer, dem Posener Bischof Johann, Neumarkter Stadtrecht.Richard Roepell: Geschichte Polens. Band 1, Hamburg 1840, S. 540. Am 11. Januar 1314 erteilt Władysław I. Ellenlang in Slupca dem Posener Bischof Andreas, Besitzer der Stadt, für seine vielfachen Verdienste das Recht, in der Stadt eine Münze zu errichten, deren Prägung in ganz Polen gültig sein soll.Jacob Caro: Geschichte Polens, Band 2, Gotha 1863, S. 71, Fußnote 1) Die Kleinstadt war im Mittelalter von Mauern umgeben. Im Jahr 1331 wurde sie durch Feuer zerstört.
Durch die Zweite Teilung Polens kam die Stadt von 1793 bis 1807 vorübergehend an Preußen. Von 1807 bis 1815 war Słupca Teil des Herzogtums Warschau und anschließend Teil Kongresspolens. 1867 verlor der Ort sein Stadtrecht erneut, erhielt es aber 1932 wieder.
Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg trug sie den deutschen Namen Grenzhausen. Die Stadt hatte eine römisch-katholische Kirche, eine griechisch-katholische Kirche und eine Synagoge.
In Słupca geborene Persönlichkeiten
Dieter Zimmermann (* 1942), deutscher Maler und Grafiker
Jan Bednarek (* 1996), Fußballspieler
Gemeinden Stadtgemeinde Die Stadt Słupca bildet eine eigenständige Stadtgemeinde (gmina miejska).
Landgemeinde
Die Landgemeinde (gmina wiejska) Słupca hat eine Fläche von 144,93 km². Zu ihr gehören folgende 30 Ortschaften mit einem Schulzenamt: Cienin Kościelny (1943–1945 Schattingen) Cienin-Kolonia Cienin Zaborny (1943–1945 Schattenwalde) Drążna Gółkowo Kamień Kąty Kochowo Korwin Koszuty Koszuty-Parcele Kotunia Kowalewo-Góry Kowalewo-Opactwo Kowalewo-Sołectwo Marcewek Marcewo Młodojewo Młodojewo-Parcele Niezgoda Nowa Wieś Pępocin Piotrowice (dt.: Peterwitz) Pokoje Poniatówek Rozalin Wierzbno Wierzbocice Wilczna Wola Koszucka-Parcele
Weitere Ortschaften der Landgemeinde sind: Benignowo Bielawy Borki Cienin-Perze Cienin Zaborny-Parcele Czerwonka Czesławowo Grobla Grzybków Jaworowo Józefowo Kluczewnica Koszuty Małe Kowalewo Opactwo-Parcele Kowalewo Opactwo-Wieś Kunowo Meszna Michałowo Piotrowice-Parcele Posada Rokosz Róża Sergiejewo Szkudłówka Zaborze Zacisze Zastawie Żelazków
Weblinks
Offizielle Website von Słupca (polnisch, deutsch und englisch) Anordnung über Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland im Verordnungsblatt des Reichstatthalters im Warthegau vom 18. Mai 1943 (PDF; 1,79 MB)
Fußnoten
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Großpolen
Kategorie:Ersterwähnung 1176