Freienhagen ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Lage Freienhagen liegt ungefähr sechs Kilometer nordwestlich von Heilbad Heiligenstadt auf dem Buntsandsteinplateau des mittleren Eichsfeldes. Nachbargemeinden sind Streitholz im Osten, Schachtebich im Süden, Rohrberg im Westen und das niedersächsische Gleichen mit der Ortschaft Ischenrode im Nordwesten. Die höchste Erhebung mit 352,6 m befindet sich östlich des Ortes, die Gemarkung wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Unmittelbar südlich verläuft die Bundesautobahn 38 mit einer Anschlussstelle.

Geschichte Freienhagen wurde 1304 erstmals erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. 5. Auflage, Verlag Rockstuhl, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 78. Während des 16. Jahrhunderts hielt die Familie von Bodenhausen sowohl den Besitz Freienhagens, als auch die Gerichtshoheit inne. Stets wiederkehrende Bestrebungen seitens des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg der Familie ihre Besitzrechte streitig zu machen, schlugen 1610 endgültig fehl. Das Dorf wurde während des Dreißigjährigen Krieges von den umherziehenden Truppen des braunschweigischen Herzogs Christian 1623 eingeäschert. Bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1802 gehörte Freienhagen zu Kurmainz und ab 1815 als Teil des Landkreises Heiligenstadt bis 1945 zur preußischen Provinz Sachsen. 1945 bis 1949 lag der Ort in der Sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 befand sich der Ort nahe der innerdeutschen Grenze.

Bei Freienhagen liegt ein großer Gesteinsblock. Er wird Kucken- oder Bonifatiusstein genannt. Bonifatius soll dort im 8. Jahrhundert die Heiden getauft haben. Die Oberfläche des Steines ist pultförmig geneigt und besitzt näpfchenförmige Einbuchtungen.Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 123.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 368 1995: 361 1996: 358 1997: 356 1998: 345 1999: 338 2000: 348 2001: 336 2002: 338 2003: 328 2004: 326 2005: 328 2006: 316 2007: 312 2008: 311 2009: 309 2010: 305 2011: 294 2012: 295 2013: 290 2014: 291 2015: 282 2016: 284 2017: 276 2018: 278 2019: 285 2020: 285 2021: 290 2022: 291 2023: 293 2024: 288

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Freienhagen setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

Parteien und Wählergemeinschaften 2024 2019 2014 2009 2004 1999 1994 Anteil Sitze (S.) Anteil S. Anteil S. Anteil S. Anteil S. Anteil S. Anteil S. Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 67,6 670,2688,3688,4688,9662,36100,06 prozentualer Anteil ungültiger Stimmabgaben3,8 8,9 2,9 3,1 11,7 2,8 6,5Sitze gesamt6666666 Wahlbeteiligung 67,6 % 80,6 % 67,4 % 58,5 % 61,5 % 78,3 % 87,6 %

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister von Freienhagen, René Peter (CDU), wurde bei den Kommunalwahlen in Thüringen 2024 mit 92,5 Prozent gewählt.

Wappen Blasonierung: „In Rot eine verkürzte eingebogene, silberne Spitze, vorn eine silberne Glocke mit einem schwarzen Passionskreuz, hinten eine gewölbte silberne Flasche, in der Spitze ein rotes sechsspeichiges Rad.“

Sehenswürdigkeiten Katholische Kirche St. Johannes der Täufer Ortskern mit Fachwerkhäusern Anger mit Bildstock

Literatur

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Weblinks

Website der Gemeinde Freienhagen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Eichsfeld Kategorie:Ort im Eichsfeld Kategorie:Ersterwähnung 1304