mini|links|Schloss Scharfenberg, hier auf einer Ansicht aus dem 19. Jahrhundert, gab der ehemaligen Gemeinde und heutigen Ortschaft ihren Namen.
Scharfenberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Klipphausen im sächsischen Landkreis Meißen und gleichzeitig der Name der Ortschaft Scharfenberg. Die Ortschaft besteht aus den Ortsteilen Scharfenberg selbst aus Batzdorf, Bergwerk, Bockwen, Gruben, Naustadt, Pegenau, Polenz, Reichenbach, Reppina, Riemsdorf und Spittewitz. Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.
Geographie mini|Blick über den Grubenteich auf Scharfenberg beziehungsweise das frühere Gruben
Die Ortschaft grenzt an die Ortschaften Gauernitz im Osten und Klipphausen im Süden. Nördlich grenzen die Großen Kreisstädte Meißen und Coswig an. Sie machen den nördlichen Teil der Gemeinde Klipphausen aus.
Der Ortsteil Scharfenberg liegt zentral in der gleichnamigen Ortschaft. Er befindet sich in der Gemarkung Scharfenberg und umfasst die Dörfer Bergwerk, Pegenau und Reppina. Die Gemarkung Reppnitz umfasst neben dem Dorf Reppnitz selbst auch das Dorf Gruben. Mehrere Gebäude im Ort sind als Kulturdenkmal geschützt (siehe Liste der Kulturdenkmale in Scharfenberg).
Geschichte mini|Schweinezucht in der LPG „Friedrich Engels“ in Scharfenberg (1955)
Im 19. Jahrhundert entstand eine Landgemeinde mit dem Namen Gruben, die neben Reppnitz auch Bergwerk, Pegenau und Reppina umfasste. Auf Pegenauer Flur, nur unweit vom heutigen Ortsteil Scharfenberg entfernt, befindet sich seit dem Mittelalter das Schloss Scharfenberg. Nach diesem benannte sich die Gemeinde Gruben im Jahr 1920 in Scharfenberg um.
Am 1. Juli 1950 erfolgte die Eingemeindung von Batzdorf, Naustadt, Reichenbach und Riemsdorf. Am 1. April 1993 kam es zum Zusammenschluss mit der Gemeinde Bockwen-Polenz, zu der auch Spittewitz gehörte. Seit einer erneuten Vereinigung am 1. Januar 1999 bildet Scharfenberg eine Ortschaft innerhalb der Gemeinde Klipphausen.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1910 noch als Gemeinde „Gruben“: 1227 1925 1326 1939 1159 1946 1206 1950 2218 1964 1909 1990 1305 2000 siehe Klipphausen
Literatur
Balthasar Renckewitz: Entwurf oder Bergmännische Nachrichten von dem Bergwercke zu Scharffenberg, und dessen Gebäuden, so wohl von den alten, als wo ietzo gebauet …. Leipzig 1745. Hermann Müller: Ueber den Scharfenberger Bergbau und dessen Wiederaufnahme. In: Jahrbuch für den Berg- und Hüttenmann auf das Jahr 1854. Freiberg o. J. (1854), S. 235–268. Heinrich Zinkeisen: Über die Erzgänge von Güte Gottes zu Scharfenberg. In: Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen auf das Jahr 1890, S. 40–64. Werner Barth: 800 Jahre Scharfenberger Silberbergbau. Meißner Heimat, Sonderheft 2, 1963, S. 24–36. Holger Sickmann: Der historische Silberbergbau zu Scharfenberg. In: Scharfenberger Heimatblätter. Heimatkundliche Informationen 3. O. J. (1998), S. 6–17. Yves Hoffmann: Scharfenberg und der Scharfenberger Silberbergbau im Mittelalter. In: Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins 98, 2006, S. 15–38.
Weblinks
Ortsteil Scharfenberg In: Webauftritt der Gemeinde Klipphausen.
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Klipphausen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Meißen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1999 Kategorie:Ort an der Elbe