mini|Flechterin mit Lauhala-Matte und zum Flechten vorbereiteten Blättern in großen Rollen (kūkaʻa) Als Lauhala () werden Flechtarbeiten aus den Blätternvgl. von Schraubenbäumen in Hawaiʻi bezeichnet.

Arten

Die Hawaiier unterscheiden fünf Arten des Hala-Baumes (pū hala)vgl. nach Farbe und Größe der Früchte:A. J. Bird et al.: . Honolulu: University of Hawaii Press, 1982, S. 2 hala ʻula (orangerot) hala lihilihi ʻula (rote Spitze, die zur Mitte hin gelb wird) hala ʻīkoi (nur an der Spitze hell orange) hala melemele (gelb) hala pia (nicht ganz weiße, kleine Frucht)

Flechtarbeiten

mini|rechts|Boot mit Segel aus lauhalaA. J. Bird et al.: . Honolulu: University of Hawaii Press, 1982, S. 3 rechts|mini|Fröbelsterne aus lauhala in Puna, Hawaiʻi Die Anfänge der Lauhala-Flechtarbeiten liegen offenbar weit zurück, da Funde aus alten Grabhöhlen fast die gleichen Formen zeigen wie jüngere Gegenstände.

Hergestellt wurden unter anderem Fußbodenmatten, Schlafmatten, Fenstervorhänge, Dachinnenverkleidungen, Vorratskörbe, Segel, HüteEduard Arning: Ethnographische Notizen aus Hawaii 1883-86. Friederichsen, de Gruyter, 1931, S. 22 (Mitteilungen aus dem Museum für Völkerkunde in Hamburg, Bd. 16) und Lendenschurze. Auch die Wände der Behausungen konnten mit lauhala verkleidet sein.Boden und Wände jedoch mit groben Matten aus „Lauhala-Pandanus“-Blättern überdeckt. Einige dieser Matten auf einander gelegt bilden ihre Schlafstätten. Bemittelte und Häuptlinge tragen grosse Sorgfalt, die Hütte mit besonders feinen Matten überziehen zu lassen, die sich auch durch besondere Geschmeidigkeit und Farbe auszeichnen. Jos Bechtinger: Ein Jahr auf den Sandwich-Inseln (Hawaiische Inseln). Wien, 1869, S. 146

Gegenstände aus lauhala und Rollen (kūkaʻa) mit zum Flechten vorbereiteten Blättern wurden für ethnologische Museen gesammelt.vgl.: ;

Während der Hawaiischen Renaissance wurde das Flechten mit lauhala wieder populärEdna Williamson Stall: The story of Lauhala. 2. Auf., Hilo, Hawaiʻi: Petroglyph Press, 2000, ISBN 0-912180-52-8, S. 7 und heute werden auch nicht traditionelle Gegenstände hergestellt.

Nutzung anderer Pflanzenteile

mini|links|Männliche Blüte (hīnano) Die gelben bis roten Teile der Frucht wurden für Leis oder als Pinsel zum Malen verwendet. Da das Wort hala auch Fehler, Irrtum oder Sünde bedeutet, trug man einen hala lei früher nicht bei wichtigen Vorhaben.

Wegen ihres Duftes nutzte man die männlichen Blüten (hīnano) zum parfümieren von Tapa. Vor allem Puna auf der Insel Hawaiʻi war sprichwörtlich bekannt dafür.Puna paia ʻala i ka hala: Die Häuser von Puna duften nach hala (). Aus den Deckblättern wurden besonders feine Flechtarbeiten gefertigt (moena hīnano or ʻahu hīnano).

Die Spitzen der Luftwurzeln (uleule) fanden in der Medizin Anwendung.

Siehe auch

Pandanus tectorius

Literatur

Weblinks

Hawaiian Native Plant Propagation Database

Einzelnachweise

Kategorie:Kultur (Hawaii)