mini mini|Aletschgletscher, um 1890–1900 mini|Jungfrau Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch ist ein 824 km² grosses UNESCO-Weltnaturerbe in den Berner Alpen in der Schweiz. Das Gebiet liegt in den Kantonen Bern und Wallis.
Gebiet mini|Plan Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch mini|Unteraargletscher und Finsteraarhorn Das Welterbegebiet Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch beginnt im Norden am Fusse der bekannten Berner Oberländer Berge Eiger, Mönch und Jungfrau. Im Zentrum liegt das Aletschgebiet mit dem Aletschgletscher. Nach Osten dehnt sich der Perimeter bis zu dem Lauteraarhorn, dem Finsteraarhorn (mit der höchste Punkt), dem Oberaarhorn und dem Grimselpass aus. Im Westen gehören Teile des Kandertals und des Lötschentals, die Blüemlisalp-Gruppe, das Bietschhorn und mehrere Täler an seiner Südseite dazu. Dieser Teil der Berner Alpen ist Lebensraum vieler seltener Tier- und Pflanzenarten (Alpensteinbock, Westliche Smaragdeidechse), könnte aber auch als Ort für Wiederansiedlungsprojekte von Tieren, die in freier Natur nicht mehr anzutreffen sind, dienen – beispielsweise für eine Auswilderung des Bartgeiers.
+ Gemeinden Im Kanton Bern: Grindelwald Lauterbrunnen Meiringen (seit 2007) Schattenhalb (seit 2007) Innertkirchen (seit 2007) Guttannen (seit 2007) Kandersteg (seit 2007) Reichenbach (seit 2007) Im Kanton Wallis: Bellwald Fieschertal Bettmeralp Riederalp Naters Blatten (Lötschen) Raron Baltschieder Eggerberg Ausserberg Niedergesteln Steg-Hohtenn (seit 2007) Ferden (seit 2007) Kippel (seit 2007) Wiler (seit 2007)
Geschichte Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch ist eine Neuschöpfung der IG Weltnaturerbe, die darin verschiedene einmalige Kultur- und Naturerbestätten zusammenschloss. Grundlage ist die «Charta vom Konkordiaplatz», in der sich 15 Gemeinden zu einer nachhaltigen Entwicklung innerhalb der Region verpflichteten und die Auszeichnung der UNESCO anstrebten. Am 28. Juni 2000 stellte der Schweizerische Bundesrat ein Gesuch um Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes. Diesem wurde am 13. Dezember 2001 stattgegeben und Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn wurde das erste Naturerbe des Alpenraums. Als eigentliche Triebfeder dieses Anliegens gilt Andrea Cova, Hotelier aus Wengen, der jahrelang für diese Idee gekämpft hatte. Die Umsetzung erlebte er nicht mehr; er starb am 29. Februar 2000.
2007 wurde von der UNESCO das Gebiet nach Westen (Blüemlisalp) und nach Osten (Aargletscher, Grimsel) um 285 Quadratkilometer erweitert. Bis dahin hiess das Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Dabei waren elf weitere Gemeinden beteiligt – die Zahl aller Gemeinden mit Anteil am Perimeter hat sich seither durch Gemeindefusionen wieder verringert.
Sehenswürdigkeiten mini|Aletschgletscher mini|Bietschhorn und Lötschental
Jungfrau-Gebiet Eindrucksvolle Berglandschaft von Eiger, Mönch und Jungfrau Jungfraujoch mit der höchstgelegenen Bahnstation Europas auf Trümmelbachfälle
Grimsel-Gebiet Gletscherschlucht Rosenlaui Aargletscher
Aletsch-Gebiet Grosser Aletschgletscher (mit 23 km längster Gletscher der Alpen) Unberührte Hochgebirgslandschaft mit zahlreichen Gletschern Aletschwald im Gletschervorfeld mit dem ältesten Baum der Schweiz
Bietschhorn-Gebiet Walliser Felsensteppe Suonen (Wasserleitungen aus Holz) Safran-Äcker in Mund
Blüemlisalp-Gebiet Petersgrat
Literatur Adolf Ogi (Präsident des Patronatskomitees der Stiftung): UNESCO Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. In: Alpine Touren Berner Alpen 4. Jungfrau Region Tschingelhorn / Eiger / Fiescherhörner / Finsteraarhorn. SAC Verlag, Bern 2010, ISBN 978-3-85902-308-6.
Weblinks
Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO (englisch, französisch) UNESCO-Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Kanton Bern) Kategorie:Geographie (Kanton Wallis) Kategorie:Welterbestätte in Europa Kategorie:Welterbestätte in der Schweiz Kategorie:Weltnaturerbestätte Kategorie:Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung Kategorie:Schutzgebietsgründung 2001