Eine Urethrozystozele oder Cystourethrocele bezeichnet das Tiefertreten der vorderen Scheidenwand, wenn davon auch Harnröhre (Urethra) und Harnblase betroffen sind (beide liegen ventral der Scheidenwand).C. Anthuber u. a.: Morphologische und funktionelle Beckenbodenstörungen aus gynäkologischer Sicht. In: Der Radiologe, 2000, 40, S. 437–445; Springer-Verlag Ist nur die Blase betroffen, so spricht man von einer Zystozele.

Ursächlich ist dabei eine Insuffizienz (Schwäche) des Halteapparates (z. B. Ligamenta pubourethralia).W. Janni u. a.: Facharzt Gynäkologie. Urban & Fischer-Verlag, 2008, ISBN 978-3-437-23915-1, S. 212, books.google.de

Eine Urethrozystozele kann für das Entstehen einer Harninkontinenz verantwortlich sein. Die Therapie erfolgt in der Regel operativ.W. Fischer u. a.: Urogynäkologie in Praxis und Klinik. Walter de Gruyter, 1995, ISBN 3-11-013571-X, S. 258, books.google.de

Einzelnachweise

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