Dienstweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an.
Geographie Dienstweiler liegt südöstlich der Kreisstadt Birkenfeld am Rande der Mittelgebirgsregion Hunsrück.
Zu Dienstweiler gehören auch die Wohnplätze Eborn und Eborner Berg.
Nachbargemeinden von Dienstweiler sind die Stadt Birkenfeld im Nordwesten, sowie die Ortsgemeinden Rimsberg im Nordosten, Nohen im Osten und Hoppstädten-Weiersbach im Süden.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte nicht als Dintzwilre im Jahre 1367, wie bei Ansetzung der 650-Jahr-Feier noch vorausgesetzt, sondern bereits 1340. Die Schreibweise des Namens änderte sich in den nachfolgenden Jahrhunderten zu Dyntzwilr, Dynczwiller, Dientzweiler zum heutigen Dienstweiler. Die bis zu diesem Zeitpunkt selbstständige Gemeinde Eborn, etwa ein Kilometer östlich gelegen, wurde um 1544 dem Ort angegliedert. Dienstweiler war Teil der Hinteren Grafschaft Sponheim.
Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs. Dienstweiler wurde dem Kanton Birkenfeld im Arrondissement Birkenfeld des Saardepartements zugeordnet.Vollständige Sammlung der Verordnungen und Beschlüsse des Bürger Regierungs-Kommissärs und der Central-Verwaltungen der vier neuen Departemente auf dem linken Rheinufer, Band 2, Ausgabe 3, 1798, S. 269 (Google Books) Nach der Niederlage Napoleons und den Vereinbarungen, die 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen wurden, kam ein an der Nahe gelegener Landstreifen an das Großherzogtum Oldenburg, welches daraus das Fürstentum Birkenfeld bildete. Dienstweiler wurde dabei der Bürgermeisterei Birkenfeld des Amtes Birkenfeld zugeordnet. Eine eigene Schule entstand 1825, ein Neubau wurde bereits 1850 nötig, der bis zu Schulschließung im Rahmen der Schulreform 1968 genutzt wurde.
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Dienstweiler innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dienstweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 130 1835 134 1871 129 1905 136 1939 163 1950 209 Jahr Einwohner 1961 208 1970 257 1987 294 1997 335 2005 308
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Dienstweiler besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Ortsbürgermeister Martin Hey wurde am 21. Oktober 2021 Ortsbürgermeister von Dienstweiler. Bei der Direktwahl am 26. September 2021 war er mit einem Stimmenanteil von 67,4 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde Hey als einziger Bewerber mit 86,2 % der Stimmen für weitere fünf Jahre wiedergewählt.
Heys Vorgänger Sebastian Caspary war bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit 87,69 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Zum 31. Mai 2021 musste er jedoch wegen eines beruflichen Wechsels aus rechtlichen Gründen das bisherige Amt niederlegen, wodurch die Neuwahl ausgelöst wurde. Die Amtsgeschäfte wurden bis zur Amtseinführung des Nachfolgers vom Ersten Beigeordneten Markus Jahn ausgeübt.
Frühere Amtsträger: Werner Bruch (1964 bis 1989) Helmut Finck (1990 bis 2014) Sebastian Caspary (2014 bis 2021)
Wappen
Wirtschaft und Infrastruktur Im Westen verläuft die Bundesstraße 41 und im Süden die Bundesautobahn 62. In Neubrücke ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.
Bei Eborn wird ein Steinbruch betrieben.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Dienstweiler Liste der Naturdenkmale in Dienstweiler
Weblinks
dienstweiler.de Ortsgemeinde Dienstweiler auf den Seiten der Verbandsgemeinde Birkenfeld
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Birkenfeld Kategorie:Ort im Hunsrück Kategorie:Ersterwähnung 1340