Die Liste von Amateurfunkgeräten führt kommerziell gefertigte Funkgeräte (inklusive kommerziell vertriebener Bausatzgeräte) auf, die im Amateurfunkdienst eingesetzt werden und welche in ihrer Bauweise speziell dessen Anforderungen angepasst wurden. Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
mini|links|hochkant=1.2|Verschiedene kommerziell gefertigte Amateurfunk-Geräte im Shack eines Funkamateurs
Alinco DX-SR8E Dieses Gerät ist ein relativ einfach gehaltener reiner Kurzwellen-Transceiver (Bänder 160 m bis 10 m) mit einer Ausgangsleistung von maximal 100 Watt. Das Bedienteil mit integriertem Lautsprecher kann abgesetzt betrieben werden. mini|Alinco DX-77E
DX-77E
DJ-S41 mini|Alinco DJ-S11 (2 m), Gehäuse baugleich zum hier beschriebenen DJ-S41 (70 cm)
Hierbei handelt es sich um die 70-cm-Amateurfunk-Variante eines LPD-Funkgerätes. CTCSS-Geber und -Empfänger sind serienmäßig, ein 1750-Hz-Rufton fehlt. Die Antenne ist klappbar ausgeführt und – da das Gerät auch als LPD-Gerät produziert wird – auch untrennbar mit dem Gerät verbunden. Durch Umlöten von SMD-Widerständen konnte die LPD-Variante zur Amateurfunkvariante umgebaut werden. Die Stromversorgung erfolgte über drei Mignonbatterien (4,5 V) oder Akkus (3,6 V), bei externer Spannungsversorgung durften 5,5 V nicht überschritten werden. Die Ausgangsleistung lag im Bereich von 350 mW.
DJ-C1, DJ-C4 und DJ-C5 Diese Geräteserie hatte etwa die Fläche einer Kreditkarte und eine Dicke von nur 11 mm. Das Gewicht lag jeweils unter 90 g. (PDF; 79 kB) Die Stromversorgung erfolgte jeweils über fest eingebaute Lithium-Ionen-Akkus,Testbericht Alinco DJ-C5E im Funkamateur 8/1998 die eine Sendeleistung von etwa 300 mW erlaubten. Das DJ-C1 arbeitete im 2-m-Amateurfunkband, das DJ-C4 im 70-cm-Amateurfunkband. Diese beiden Geräte hatten keinen Lautsprecher eingebaut, so dass die Tonwiedergabe über einen Ohrhörer erfolgen musste. Die Antenne war fest eingebaut. Das DJ-C5 arbeitete auf 2 m und 70 cm und verfügte im Gegensatz zu den Monobandgeräten über einen eingebauten Lautsprecher sowie über eine Antennenbuchse.
DJ-G5
DJ-G190E / DJ-G191E Die Gehäuse sowie Akkus dieser beiden Geräte entsprechen denen des DJ-G5, die Geräte arbeiten aber nur auf dem 2-m-Band. Bei beiden Geräten sind CTCSS-Geber sowie -Empfänger serienmäßig, das DJ-G191E verfügt außerdem über eine DTMF-Tastatur. Die Übertragung von Einstellungen („Cloning“) funktioniert nur jeweils zwischen Geräten gleicher Bauart, allerdings nicht über eine Funkschnittstelle, sondern über ein Kabel, das die beiden 3,5-mm-Lautsprecherbuchsen miteinander verbindet. Die Sender-Ausgangsleistungen sind mit dem DJ-G5 vergleichbar. Auch diese Geräte laden beim Anschluss an eine externe Spannungsquelle einen angeschlossenen Akku.
DJ-G7 Dieses Gerät ist sendemäßig für das 2-m-, 70-cm- und 23-cm-Amateurfunkband geeignet. Im 23-cm-Band beträgt die Sendeleistung 1 W, auf den anderen beiden Bändern 5 W. Empfang ist zusätzlich im MW- und UKW-Radio-Bereich sowie einigen Fernsehbereichen möglich. (PDF; 79 kB)
Amp Supply Co. LK500-ZB mini|Power Amplifier LK500-ZB
Der LK500-ZB ist ein 1500-Watt-Verstärker der Firma Amp Supply Co. für die Amateur-Frequenzbänder von 15 bis 160 Meter Wellenlänge.Manual des Power Amplifiers LK500-ZB Eingesetzt sind zwei EIMAC-3-500Z-Radioröhren.
AnyTone AnyTone ist die Marke des chinesischen HF-Technik-Herstellers Qixiang Electron Science & Technology Co. Ltd. Für den Einsatz im Amateurfunk produziert die Firma eine Reihe von VHF/UHF-Portabel- und Mobilgeräten. Das Portabelgerät Anytone D878UV II PLUS und das Mobilgerät Anytone AT-D578UVIII Pro sowie ihre diversen Vorgängermodelle der Typen 878, 868 und 578 sind bei Funkamateuren beliebte DMR-Geräte.
Baofeng mini|hochkant=0.6|Baofeng UV-5RA Die Baofeng Electronic Co., Ltd ist ein chinesischer Hersteller für Funkgeräte.
Baofeng UV-5R Das kompakte Handfunkgerät ist das erste weltweit erfolgreich vertriebene Dualband-Funkgerät (VHF/UHF) eines chinesischen Herstellers. Wegen seiner relativ geringen Anschaffungskosten und simplen Menüführung wird es weltweit bei Funkamateuren und weiteren Nutzergruppen eingesetzt. Der Vertrieb in Deutschland wurde inzwischen durch die Bundesnetzagentur wegen mangelhafter Oberwellenunterdrückung untersagt.
Baofeng GT-3TP Mark III Das Baofeng GT-3TP Mark III ist ein kompaktes Handfunkgerät für VHF/UHF (2-m- und 70-cm-Band) mit nominell 8 Watt Sendeleistung sowie DTMF und CTCSS-Tönen. Außerdem ist ein FM-Tuner integriert.
Drake
mini|hochkant|Eine Funkamateur-Sende-Empfangsanlage mit einer 1-kW-Röhren-Endstufe der Firma Drake mini|Drake T-4XB Sender
Die US-amerikanische Firma Drake aus Ohio stellte eine Reihe von Amateurfunkgeräten her.Siehe englischen Wikipedia-Artikel: R. L. Drake Company
R-4 R-4 ist ein Amateur-Kurzwellenempfänger. Es handelt sich um einen Doppelsuper. Standardmäßig empfängt er Bereiche in einer Breite von 500kHz mit den Grundfrequenzen 3,5, 7, 14, 21 und 28,5 MHz. Durch 10 Steckplätze für Schwingquarze können 10 weitere Bereiche in einer Breite von jeweils 500 kHz empfangen werden. Kontinuierliche Produktverbesserungen wurden als R-4B und R-4C vermarktet. Während im R-4C zunächst einige Schaltkreise von Röhren- auf Transistortechnik umgestellt worden waren, erwies sich dies als ungünstig. Man stellte wieder auf Röhrentechnik um, so dass beim R-4C zwei Varianten existieren.
Der zum R-4 passende Sender war ein Gerät aus der jeweils korrespondierenden T-4X-Reihe.
T-4X T-4X ist ein Amateur-Kurzwellensender, in verschiedenen Versionen als T-4X, T-4XB und T-4XC vermarktet. Er ist das Gegenstück zum Empfänger aus der R-4-Reihe. Wenn man beide Geräte zusammenschaltet, kann man einen der beiden Oszillatoren als Hauptoszillator für die Kombination schalten, oder auch auf unabhängigen Frequenzen (Split-Betrieb) arbeiten.
TR-4 Geräte aus der TR-4-Reihe sind Sendeempfänger für das 80-m-, 40-m-, 30-m-, 15-m- und 10-m-Band.
R-7 Der R-7 und sein Nachfolger R-7A ist ein Kurzwellenempfänger für den gesamten Bereich von 10 kHz bis 30 MHz. Der umschaltbare Empfangsbereich ist in 500 kHz breite Segmente aufgeteilt. Die Frequenzaufbereitung erfolgt mittels einer PLL.
TR-7 Der TR-7 und sein Nachfolger TR-7A ist ein Kurzwellentransceiver in PLL-Technik. Empfangsseitig entspricht er dem R-7. Senderseitig werden die klassischen Amateurfunkbänder abgedeckt.
L-4 L-4 ist ein röhrenbestückter Sendeverstärker für den Kurzwellenbereich. Er ist mit zwei Röhren des Typs 3-500Z bestückt. Die maximale Anodenverlustleistung beträgt 1 kW. PEP waren erheblich höhere Sendeleistungen möglich. Eine spätere Variante war die L-4B, die sich aber nur marginal unterschied.
L-7 Der L-7 ist eine vereinfachte, im Design an die TR-7-Reihe angepasste Version des L-4. So wird z. B. durch Weglassen der Röhrenkamine die lautlose Kühlung der Endröhren durch Konvektion aufgegeben. Stattdessen wird mit einem Lüfter zwangsgekühlt.
SSR-1 Der SSR-1 ist ein Kurzwellenempfänger. Der Empfangsbereich geht von 500 kHz bis 30 MHz. Die Frequenzaufbereitung erfolgt mittels des Wadley-Verfahrens. Weil die Empfängerbandbreite nicht einstellbar ist, eignet er sich nur bedingt als SSB- oder CW-Empfänger.
DSR Der DSR-1 und sein Nachfolger DSR-2 ist ein Kurzwellenempfänger mit vollsynthetischer Frequenzaufbereitung.
Elecraft
mini|hochkant=0.6|Das Innere eines komplett aufgebauten Elecraft K1
K1 Der Elecraft K1 ist ein CW-Transceiver mit einer Sendeleistung von bis zu 7 W. Das Gerät war mit austauschbaren Zwei- oder Vier-Band-Modulen für die Bänder 80 m, 40 m, 30 m, 20 m, 17 m und 15 m erhältlich. Nachrüstbar war ein automatischer Antennentuner, ein Noise-Blanker und ein Batteriesatz. Die Produktion ist eingestellt, einige Zubehörteile sind noch erhältlich. Technik: Einfachsuper mit freilaufendem VFO und quarzgesteuertem Bandmixer.
KX1 mini|hochkant=0.6|Elecraft KX1
Der KX1 ist ein CW-Transceiver mit einer Sendeleistung von bis zu 2 W für das 40-m- und das 20-m-Band. Nachrüstbar ist ein zusätzliches 80-m-/30-m-Bandmodul und ein automatischer Anennentuner. Die Produktion ist eingestellt, einige Zubehörteile sind noch erhältlich. Der Transceiver ist als Einfachsuper mit DDS aufgebaut.
K2 mini|hochkant=0.6|Elecraft K2
Der K2 ist ein CW-Transceiver mit einer Sendeleistung von bis zu 15 W für die klassischen Amateurfunkbänder von 80 m bis 10 m und ist als Bausatz erhältlich. Das Gerät ist modular aufgebaut und lässt sich nachrüsten mit Modulen für das 160-m- und das 60-m-Band, einem SSB-Modul, automatischem Antennentuner, Noiseblanker, internem Akku, Uhr mit NF-Filter, externer Empfangsantenne, digitaler Steuereinheit sowie einem integrierbaren 100-W-Leistungsverstärker. Es handelt sich um ein Bandgerät. Durch den Verzicht auf einen durchgehenden Empfänger konnte mit geringem Aufwand ein sehr großsignalfester Empfänger realisiert werden.Bericht zum Elecraft K2 im Funkamateur 12/1999 und 1/2000 Technik: Einfachsuper mit PLL und quarzgesteuertem Bandmixer.
KX2 Es handelt sich um einen sehr kleinen (5 cm × 14,7 cm × 4 cm) Portabeltransceiver für 80 m bis 10 m (Empfangsbereich 500 kHz bis 32 MHz). Er kann extern über eine Hohlbuchse oder durch einen internen LiIon-Akku, der allerdings nur außerhalb des Gerätes geladen werden kann, mit Spannung versorgt werden. (Interne und externe Spannungsversorgung sind über Dioden entkoppelt). Die Ausgangsleistung beträgt etwa 10 W. Ein Mikrofon ist bereits eingebaut, jedoch kann auch ein externes Mikrofon verwendet werden. Wie bei Elecraft üblich, kann er modular erweitert werden.KX2 owners manual (englisch) abgerufen am 19. Mai 2022, (PDF; 3,1 MB) Das Gerät ist als DDS-gesteuerter Sender/Empfänger nach der Weaver-Methode aufgebaut. mini|Elecraft KX2 mit angeflanschtem CW-Paddle und externem Mikrofon
K3 mini|hochkant=0.6|Elecraft K3
Der Elecraft K3 ist ein Transceiver für die Amateurfunkbänder 160 m bis 6 m, der als Fertiggerät oder lötfreier Bausatz erhältlich ist. Durch den modularen Aufbau kann der Funktionsumfang an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So kann man zwischen einer 100-W- und einer 10-W-Version wählen, wobei die 10-W-Version jederzeit durch Einbau der 100-W-Endstufe erweitert werden kann. Antennentuner und Zweitempfänger können ebenfalls nachgerüstet werden.
Ein integrierter Decoder für CW, RTTY und PSK31 zeigt den Empfangstext auf dem Display an. Außerdem kann das Gerät Text, der über eine angeschlossene Morsetaste eingegeben wird, in die Betriebsarten RTTY und PSK31 konvertieren und aussenden.
KX3 Der Elecraft KX3 ist ein ab Ende Februar 2012 in Deutschland als Bausatz sowie fertig montiertes Gerät verfügbarer sehr kompakter Allmode-Transceiver für die Amateurfunkbänder 160 m bis 6 m mit 10 Watt Ausgangsleistung in der Standardausstattung. Die Stromversorgung kann über interne Batterien erfolgen, wobei die geringe Stromaufnahme von nur 150 mA beim Empfang lange Betriebszeiten ermöglicht. Auch bei diesem Gerät ist ein Dekoder für RTTY und PSK31 eingebaut sowie auch PSK-Sendebetrieb mit Eingabe des Textes über eine Morsetaste möglich.Vorläufiges Datenblatt/Herstellerinformationen des Elecraft KX3
mini|hochkant=0.6|Elecraft KX3 Auch dieses Gerät ist modular aufgebaut, so dass je nach Bedürfnissen des Käufers zum Beispiel ein Roofing-Filter, ein internes automatisches Anpassgerät (ATU), oder ein Akkuladegerät (gesteuert über eine Echtzeituhr, ermöglicht auch die Anzeige der Uhrzeit im Display) integriert werden können. Eine spezielle Morsetaste kann am Gerät angebracht werden.Vorabinformation zum Elecraft KX3 bei der deutschen Elecraft-Generalvertretung
Eine 100-Watt-Endstufe mit optionalem Antennentuner ist erhältlich. Erweiterungen für das 2-m-Band bzw. 4-m-Band – allerdings nur mit einer Ausgangsleistung von 2,5 W – sind seit Ende 2014 verfügbar.