Binsfeld bei Wittlich in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an. In der Nähe liegt die US-amerikanische Spangdahlem Air Base.

Geographische Lage Der Ort liegt in der Südeifel. Nächstgelegene Mittelzentren sind Wittlich und Bitburg. Zu Binsfeld gehören auch die Wohnplätze Burghof, Kaisermühle und Schmiedshof.

Geschichte Erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 844. Binsfeld war im 17. Jahrhundert im Besitz des Kurfürstentums Trier. Spätestens ab 1551 (Binsfelder Postkreuz) besaß Binsfeld eine Poststation am Niederländischen Postkurs von Brüssel über Augsburg nach Innsbruck, Trient und Italien. Ab 1794 stand Binsfeld unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Zum Amt Spangdahlem mit Sitz in Binsfeld gehörten 1931 die Gemeinden Binsfeld und Spangdahlem. Es bestand eine Personalunion mit dem Amt Landscheid (mit den Gemeinden Arenrath, Burg/Salm, Landscheid und Niederkail).

Seit 1946 ist Binsfeld Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Von 1900 bis 1965 war Binsfeld durch die Schmalspurbahn Philippsheim–Binsfeld an die Eifelstrecke Köln–Trier angeschlossen.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Binsfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 438 1835 626 1871 608 1905 699 1939 771 1950 853 1961 873 Jahr Einwohner 1970 1.071 1987 959 1997 1.162 2005 1.120 2011 1.056 2017 1.219

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Binsfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl CDU WGR Gesamt 2024 11 5 16 Sitze 2019 9 7 16 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: 2014 per Mehrheitswahl 16 Sitze 2009 per Mehrheitswahl 16 Sitze

Bürgermeister Andreas Falk (CDU) wurde am 26. August 2019 Ortsbürgermeister von Binsfeld. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 55,23 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er ohne Gegenkandidat mit 70,5 % der Stimmen für weitere fünf Jahre wiedergewählt.

Falks Vorgänger waren seit 2009 Walter Faber und zuvor 15 Jahre lang Lothar Herres.

Wappen Binsfeld darf durch Genehmigung von 1980 mit Recht ein eigenes Wappen führen.

Gemeindepartnerschaften Mit Binsfeld (Unterfranken), einem Ortsteil von Arnstein, besteht seit 1987 eine Gemeindepartnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten 250px|mini|Dorfimpressionen Seit 1967 bestand das überregional bekannte Tanzlokal Kajüte, das 2020 infolge der Corona-Pandemie den Betrieb einstellte. Am 14. Juli 2023 wurde das Lokal durch einen ehemaligen Angestellten wiedereröffnet.

Sehenswürdigkeiten KaisermühleKaisermühle am Linsenbach auf kulturdb Dampflokdenkmal der Kleinbahn Philippsheim–BinsfeldDampflokdenkmal auf kulturdb.de (Datenbank Kulturgüter in der Region Trier)

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Binsfeld

Verkehr Binsfeld liegt direkt an der B 50 und der L 46.

Persönlichkeiten Peter Binsfeld (* um 1545; † 24. November 1598) war ein Weihbischof in Trier und Hexentheoretiker. Zudem tat er sich mit dem Entwurf einer Pastoraltheologie hervor. Josef Hammes (1890–1963), ehemaliger Bürgermeister von Morsbach und Landrat des Landkreises Bitburg Jupp Heinz (1917–1999), Maler, Bildhauer und Grafiker

Weblinks

Ortsgemeinde Binsfeld auf den Seiten der Verbandsgemeinde Wittlich-Land

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Bernkastel-Wittlich Kategorie:Ort in der Eifel Kategorie:Ersterwähnung 844