Frank Ruddigkeit (* 19. August 1939 in Grenzberg, Ostpreußen; † 5. Juli 2025 in Leipzig) war ein deutscher Maler, Grafiker, Bildhauer und Buchkünstler.
Leben und Wirken mini|Bronzerelief Aufbruch von F. Ruddigkeit, K. Schwabe und R. Kuhrt, am Hauptgebäude der Universität Leipzig im Jahre 2006 Ruddigkeit wurde als Sohn eines Maurers geboren. 1948 zog seine Familie nach Engelsdorf bei Leipzig. Ruddigkeit studierte von 1957 bis 1962 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Kurt Dietze, Hans Mayer-Foreyt und Heinz Wagner. Nach einem Lehrauftrag am Institut für Kunsterziehung der Universität Leipzig von 1962 bis 1963 und einer anschließenden Aspirantur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig war er ab 1966Andreas Reimann: Nachruf Durch alle Lust und Dunkelheit: Zum Tod des Leipziger Künstlers Frank Ruddigkeit. Berliner Zeitung, 11. Juli 2025, S. 11. freischaffend als Maler, Grafiker, Bildhauer und Medailleur tätig. Von 1974 bis 2004 lehrte er an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, an der er 1981 zum Professor berufen wurde. 1974 bis 1978 war er Vorsitzender des Bezirksverbandes Leipzig des Verbandes Bildender Künstler der DDR.Wer war wer in der DDR?, Herausgeber Bundesstiftung für Aufarbeitung. Das von mehreren Künstlern geschaffene Bronzerelief Aufbruch vor der Universität Leipzig wurde anlässlich des Neubaus der Universität 1973 aufgestellt.
Sein 1978 geschaffenes Auftragswerk für den öffentlichen Raum zur Geschichte des Leipziger MarktplatzesGedenkrelief zur Würdigung historischer Ereignisse auf dem Markt zu Leipzig, auf bildlexikon-leipzig.de, abgerufen am 16. Juli 2025 wird zu den Hauptwerken des Künstlers gezählt.
1992 wurde seine Professur nicht verlängert, und er sollte sich 1993 neu bewerben. Auf eigene Entscheidung tat Ruddigkeit dies nicht, sondern blieb nun als Dozent bis 2004 weiter an dieser Uni tätig.
Frank Ruddigkeit lebte und arbeitete in Leipzig. Er hatte eine große Anzahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. In der DDR war er auf fast allen wichtigen zentralen Ausstellungen vertreten, u. a. von 1972 bis 1988 auf der VII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.
Frank Ruddigkeits Grabstätte befindet sich in der II. Abteilung des Leipziger Südfriedhofes.
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Ruddigkeits (unvollständig) Altenburg/Thür.: Lindenau-Museum Berlin: Neue Nationalgalerie Chemnitz: Kunstsammlung der Wismut GmbH Gera: Kunstsammlung Gera Leipzig: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
mini|Bildfries zur Geschichte des Leipziger Marktes am Marktplatz im City-Tunnel mini|Grabstätte Frank Ruddigkeit Auszeichnungen (Auswahl) 1970: Auszeichnung im Wettbewerb Schönste Bücher der DDR 1971: ausgezeichnet auf der Triennale Intergrafik 71 des Verbandes Bildender Künstler der DDR 1972: Kunstpreis des FDGB 1974: Kunstpreis der Stadt Leipzig 1978: Kunstpreis der DDR 1983: Medaille und Erft-Preis der Grafik-Biennale in Frechen 1986: Johannes-R.-Becher-Medaille 1986: Hans-Grundig-Medaille
Literatur (chronologisch) Hannelore Röhl (Hrsg.): Ansichtssache: Schriftsteller und Künstler im Gespräch. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1988, ISBN 3-354-00342-1, S. 121. Peter Guth (Hrsg.): Frank Ruddigkeit. Unterm Strich. Das zeichnerische Werk. Faber und Faber, Leipzig 1999, ISBN 3-932545-42-7. Paul Pfisterer, Claire Pfisterer: Signaturenlexikon. de Gruyter, Berlin 1999, ISBN 3-11-014937-0, S. 935. Gernot Gabe: Deutsche Buchkünstler des 20. Jahrhunderts illustrieren deutsche Literatur. Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Köln 2006, ISBN 3-931596-37-0, S. 210. Hans F. Schweers: Gemälde in Museen. Deutschland, Österreich, Schweiz. Teil I. Band 2. Künstler und ihre Werke. K. G. Saur, München 2008, S. 1291 Ruddigkeit, Frank. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 794/796
Weblinks
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Frank Ruddigkeit auf der Website der Hochschule für Kunst und Design Halle Internetseite des BBK Leipzig mit Radierungen und einer Skulptur des Künstlers Nachruf: Leipziger Künstler Frank Ruddigkeit gestorben, MDR, 7. Juli 2025.
Einzelnachweise
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