thumb|Johannes Bochmann Johannes EhrhardDer Grossdeutsche Reichstag, 1943, S. 162 (Online-Einsicht bei googlebooks) gibt Bochmanns zweiten Vornamen mit Ehrhard an. Desgleichen die Invenio-Datenbank des Bundesarchivs in der Beschreibung der Akte R 9361-II/86797 sowie Stockhorst: Köpfe, S. 64. Abweichend hierzu gibt Lilla: Statisten, 2004, S. 42 seinen zweiten Vornamen als Eberhard an. Bochmann (* 24. Juni 1899 in Hohndorf, Amtshauptmannschaft Chemnitz, Königreich Sachsen; † 21. Februar 1977 in KaiserslauternStandesamt Kaiserslautern: Sterberegister für das Jahr 1977: Sterberegisternummer 215/1977.) war ein deutscher Politiker (NSDAP) und SA-Führer.

Leben und Wirken Von 1905 bis 1913 besuchte Bochmann die Volksschule. Anschließend absolvierte er die kaufmännische Lehre. Ergänzend dazu besuchte er die Handelsschule. Von 1916 bis 1918 arbeitete Bochmann im Steinkohlenbergbau und dann bis 1932 als Bankkaufmann.

Im September 1925 trat Bochmann in die SA ein, in der er mit Wirkung vom 30. Januar 1942 vom Obersturmbannführer zum SA-Standartenführer befördert wurde und damit seinen höchsten Rang in der SA erreichte. Zum 8. Juli 1926 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 40.111)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3341299 und war von Juli 1926 bis März 1934 Ortsgruppenleiter. Im Juni 1933 wurde er in das hauptamtliche Dienstverhältnis der NSDAP übernommen und war ab Frühjahr 1934 bis 1945Stephan Dehn: Die Kreisleiter der sächsischen NSDAP in den Jahren 1937 bis 1942. Eine soziographische Annäherung. In: Günther Heydemann/Jan Erik Schulte/Francesca Weil (Hrsg.): Sachsen und der Nationalsozialismus (= Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung Band 53). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014, ISBN 978-3-525-36964-7, S. 59–76, hier S. 74. Kreisleiter in Rochlitz. Ab April 1942 war er als Oberbereichsleiter der Partei tätig. Von 1930 bis März 1934 war er Stadtverordneter, dann Stadtrat, Bezirkstags- und Kreisausschussmitglied.

Bochmann trat am 10. November 1939 im Nachrückverfahren für den Abgeordneten Franz Pillmayer als Abgeordneter in den nationalsozialistischen Reichstag ein, in dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 den Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau) vertrat.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges lebte Bochmann als kaufmännischer Angestellter in Kaiserslautern, wo er 1977 starb.Bestattungsbuch des evangelischen Pfarramtes Kaiserslautern 1976–1978 Nr. 107/1977 (kostenpflichtig online bei Archion).

Ehe und Familie Bochmann war mit Elfriede Marga, geb. Agstem (* 11. August 1903 in Cannewitz bei Grimma; † 23. Februar 1979 in Kaiserslautern) verheiratet.Bestattungsbuch des evangelischen Pfarramtes Kaiserslautern 1979–1981 Nr. 104/1977 (kostenpflichtig online bei Archion).

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Kreisleiter (NSDAP) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1977 Kategorie:Mann