Durchwehna ist ein Ortsteil der Ortschaft Kossa der Gemeinde Laußig im sächsischen Landkreis Nordsachsen. Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.
Geografie Durchwehna liegt im Naturpark Dübener Heide zwischen den Städten Bad Düben und Bad Schmiedeberg an der Kreisstraße 7401, die den Ort mit Söllichau und Kossa verbindet. Nordwestlich führt die Landesstraße 128 und die Bahnstrecke Pretzsch–Eilenburg am Ort vorbei, die nicht mehr planmäßig von Personenzügen befahren wird. In der Flur Durchwehnas befindet sich die Wüstung Welkwitz.
Geschichte Durchwehna ist von der Siedlungsform her ein Gassendorf. Der Ortsname Durchwehnas, das im Tal des Schleifbaches liegt, stammt vom slawischen Droga und bedeutet so viel wie Tal. Bis ins 1815 gehörte das Dorf zum kursächsischen Amt Düben.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam es zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem es bis 1944 gehörte. Bei der Gebietsreform in der DDR im Jahr 1952 kam Durchwehna zum Kreis Eilenburg, ab 1994 zum Landkreis Delitzsch. Der Ort wurde 1974 nach Kossa eingemeindet. Seit 2007 ist Durchwehna ein Ortsteil der Gemeinde Laußig.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1818 201 1895 201 1925 245 1939 249 Jahr Einwohner 1946 363 1950 395 1964 303 Die Einwohnerzahl Durchwehnas lag 1818 bei etwa 200. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges stieg die Einwohnerzahl auf knapp 250. Nach Ende des Krieges stieg die Einwohnerzahl auf fast 400 Einwohner im Jahr 1950. Zur Zeit der DDR schrumpfte die Einwohnerzahl wieder. 1964 lebten knapp über 300 Menschen in Durchwehna.Angaben zur Geschichte Durchwehnas im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
mini|Kirche in Durchwehna
Sehenswürdigkeiten Die Dorfkirche Durchwehna stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde aus Feldsteinen erbaut. Die Ausstattung stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Altar stellt auf vier Bildtafeln Taufe, Abendmahl, Kreuzigung und Auferstehung dar. Um 1859 wurde das Haus erneuert und eine neue Orgel von Nicolaus Schrickel angeschafft. In den 1970er Jahren erfolgte eine Innenrenovierung.Kirchenkreis Eilenburg: Spuren im Stein - Kirchen im Kirchenkreis Eilenburg, Leipzig 1997, ISBN 3-00-001722-4 Stand Januar 2004 befindet sich ein Köhler-Harmonium in der Kirche.
Weblinks
Geschichte von Durchwehna In: Webauftritt der Gemeinde Laußig.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Nordsachsen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Laußig