mini|hochkant|Anton Kraft Anton Kraft (* 30. Dezember 1749Michael Lorenz: Anton Kraft's Date of Birth (And his Wine Consumption). michaelorenz.blogspot.com, 21. Juli 2014. in Rokycany, Westböhmen; † 28. August 1820 in Wien) war ein böhmischer Komponist und Cellist.

Leben Nach einem Studium der Philosophie an der Karls-Universität in Prag nahm Anton Kraft Unterricht bei Johann Werner am Violoncello und bei Joseph Haydn in der Kompositionslehre. Er wurde im Jahre 1778 erster Cellist bei Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy, war 1791 bis 1796 Musiker in der Kapelle des Fürsten Grassalkovich und 1796 bis 1820 bei den Fürsten Lobkowitz. Kraft war Gründungsmitglied des Schuppanzigh-Quartetts und Begründer der Wiener Violoncelloschule. In seinem Todesjahr – 1820 – wurde er noch Lehrer am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Er wohnte zuletzt in der Unteren Breunerstraße Nr. 1196, wo er am 28. August 1820 „an der Entkräftung“ starb.

Familie Anton Kraft war der Vater des königlich württembergischen Hofmusikers Nikolaus Kraft (* 14. Dezember 1778 in Sopron, † 18. Mai 1852 in Eger) sowie von Franziska Kraft, die am 9. Mai 1803 den Komponisten und Kapellmeister Antonio Casimir Cartellieri (1772–1807) ehelichte.Wien, Pfarre St. Augustin, Trauungsbuch Tom. VII, fol. 9.

Werke Violoncello-Konzerte und Kammermusik für Violoncello und Baryton, darunter Concerto C-Dur op. 4, Ersteinspielung 1990 durch Anner Bylsma und das Tafelmusik Orchestra unter Jean Lamon (Deutsche Harmonia Mundi RD 77757) Cellosonate G-Dur op. 2 Nr. 2 (Moderato – Adagio – Rondo), Ersteinspielung 2008 durch Jens Peter Maintz und Dávid Adorján (Berlin Classics), aus „Drei große Sonaten für das Violoncell mit Begleitung eines Basses“.

Literatur Gottfried Johannes Dlabacz: Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Teil auch für Mähren und Schlesien, 1815.

Sudetendeutscher Kulturalmanach 5, 1964, S. 197–200.

Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder, herausgegeben von Heribert Sturm im Auftrag des Collegium Carolinum, Band II, München 1984, S. 272.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Person um Ludwig van Beethoven Kategorie:Komponist (Klassik) Kategorie:Klassischer Cellist Kategorie:Schüler von Joseph Haydn Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804) Kategorie:Geboren 1749 Kategorie:Gestorben 1820 Kategorie:Mann