Die Frachtschiffsserie Neptun 341, auch Serie Rostok genannt, war ein Frachtschiffstyp der Rostocker Schiffswerft „Neptun“.
Geschichte Hergestellt wurde die Baureihe von 1972 bis 1976 in 19 Einheiten. Vorgesehen waren die Schiffe vorwiegend für den kombinierten Transport von Stückgut, Containern, sowie Paletten- und auch Schüttgutladungen.
Erstes Schiff und Namensgeber der Serie war die am 23. März 1973 übergebene Rostok mit der Baunummer 341. Die in Ismail beheimatete Rostok strandete am 2. September 1991 im Sulinaarm der Donau und wurde zum Totalverlust. Den Abschluss der Baureihe, die komplett an die UdSSR geliefert wurde, bildete die am 30. Januar 1976 fertiggestellte Rybinsk, die 2001 in Kapitan Grinenko umbenannt wurde und 2010 verloren ging. Tragisch endete die Karriere der 1974 abgelieferten Rechitsa, die am 25. November 1976 etwa 60 Seemeilen südlich von Rhodos strandete und sank, wobei 30 Seeleute ums Leben kamen.
Technik Angetrieben wurden die Schiffe von einem in MAN-Lizenz gefertigten 3972-kW-Zweitakt-Dieselmotor des Typs K6Z 57/80 F des Herstellers VEB Maschinenbau Halberstadt, der direkt auf einen Festpropeller wirkte. Die Maschinenanlage war für teilautomatisierten Betrieb eingerichtet.
Die mit einem Wulstbug versehenen Rümpfe wurden in Sektionsbauweise zusammengefügt. Der Wohn- und Arbeitsbereich war in achteren Decksaufbauten angeordnet.
Die vier Laderäume mit einem Rauminhalt von 7275 m³ Kornraum und 6885 m³ Ballenraum verfügten über Zwischendecks mit staplerverstärkten Glattdecklukendeckeln, die Laderäume II und III wurden mit mittschiffs geteilten Faltlukendeckeln verschlossen.
Es konnten 138 20-Fuß-Container transportiert werden. Das Ladegeschirr bestand aus drei 20 Tonnen Schwingladebäumen und einem 40 Tonnen Ladebaum.
Literatur
Einzelnachweise
Siehe auch Serienschiff Liste von Schiffstypen
Kategorie:Frachtschiffstyp Kategorie:Neptun Werft