mini|Suzy Delair (1951) Suzy Delair (* 31. Dezember 1917 in Paris als Suzanne Pierrette Delaire; † 15. März 2020 ebenda) war eine französische Schauspielerin und Sängerin.

Leben Delair, die im Alter von 13 Jahren eine Lehre als Modistin begann, entschied sich für das Theater und spielte unter anderem in der Compagnie Renaud-Barrault. Tourneen führten sie bis in den Libanon, nach Ägypten, die USA und Kanada. Schon ab ihrem 14. Lebensjahr übernahm sie zudem Filmrollen. Bekannt wurde sie besonders während der Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg und erhielt viele Film-Hauptrollen. Unter dem Regisseur Henri-Georges Clouzot spielte sie in mehreren Filmen, etwa 1942 in Der Mörder wohnt Nr. 21 als Freundin des Hauptdarstellers und 1947 in Unter falschem Verdacht als eine ehrgeizige Music-Hall-Sängerin.

1951 arbeitete Delair mit Stan Laurel und Oliver Hardy bei deren letztem Kinofilm Atoll K zusammen, in dem sie eine größere Rolle als Nachtclubsängerin Chérie Lamour innehatte. Sie übernahm auch Rollen in Luchino Viscontis Filmklassiker Rocco und seine Brüder (1960) neben Alain Delon sowie in der Komödie Die Abenteuer des Rabbi Jacob (1973) an der Seite von Louis de Funès als dessen Ehefrau. In späteren Jahren trat sie aber vor allem in französischen Fernsehproduktionen auf. Zuletzt stand sie 1987 für die französische Fernsehserie Traquenards vor der Kamera. Insgesamt umfasst ihr filmisches Schaffen rund 45 Film- und Fernsehproduktionen.

Delair profilierte sich auch als Sängerin in Revuen und Operetten, zum Beispiel in Pariser Leben und La Périchole. Für ihre Aufnahmen mit Arien aus Jacques Offenbachs Operetten wurde sie mit dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet. Suzy Delair starb im März 2020 im Alter von 102 Jahren.

Filmografie (Auswahl) 1931: Un caprice de la Pompadour 1932: Die Veilchen der Kaiserin (Violettes impériales) 1932: Die Dame vom Maxim (La dame de chez Maxim’s) 1934: Die Krise ist vorbei (La crise est finie) 1936: Hinaus in die Ferne (Prends la route) 1941: Sie waren Sechs (Le dernier des six) 1942: Der Mörder wohnt Nr. 21 (L’assassin habite… au 21) 1945: La vie de bohème 1947: In Teufels Krallen (Copie conforme) 1947: Unter falschem Verdacht (Quai des Orfèvres) 1949: Tödliche Leidenschaft (Pattes blanches) 1950: Die große Schau (Botta e risposta) 1950: Lady Paname 1950: Es geschah in Paris (Souvenirs perdus) 1951: Atoll K 1956: Der Modekönig (Le couturier de ces dames) 1956: Gervaise 1960: Rocco und seine Brüder (Rocco e i suoi fratelli) 1963: Futter für süße Vögel (Du mouron pour les petits oiseaux) 1966: Brennt Paris? (Paris brûle-t-il?) 1973: Die Abenteuer des Rabbi Jacob (Les aventures de Rabbi Jacob) 1976: Oublie-moi, Mandoline

Auszeichnungen 1995: Kommandeur des Ordre des Arts et des Lettres 1999: Offizier des Ordre national du Mérite 2006: Offizier der Ehrenlegion

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Zweiter Band C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fitz, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 331.

Weblinks

Suzy Delair bei cyranos.ch

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Kinderdarsteller Kategorie:Sänger Kategorie:Modist Kategorie:Darstellender Künstler (Paris) Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier) Kategorie:Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Komtur) Kategorie:Träger des französischen Nationalverdienstordens (Offizier) Kategorie:Hundertjähriger Kategorie:Pseudonym Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1917 Kategorie:Gestorben 2020 Kategorie:Frau