mini|Bonner Deserteurdenkmal in Potsdam auf dem Platz der Einheit mini|Bonner Deserteurdenkmal in Potsdam (Detail)

Die Marmorskulptur Denkmal für den unbekannten Deserteur schuf 1989 auf Betreiben des „Bonner Friedensplenums“ der damals in Berlin lebende türkische Bildhauer Mehmet Aksoy.

Geschichte Die beantragte Aufstellung auf dem Friedensplatz in Bonn scheiterte an den damaligen Mehrheitsverhältnissen im Bonner Stadtparlament. Oberbürgermeister Hans Daniels (CDU) hatte dazu erklärt:

Mit gerichtlicher Hilfe konnte nur die Enthüllung für eine Stunde und auf einem Tieflader durchgesetzt werden. Das Denkmal fand zunächst an verschiedenen Orten in Bonn Asyl.

Nach der Wende in der DDR setzte sich der „Freundeskreis Wehrdiensttotalverweigerer“ in Potsdam für eine Aufstellung des Denkmals in der Bonner Partnerstadt ein. Seit dem 2. September 1990 steht das Denkmal in der Landeshauptstadt Potsdam auf dem Platz der Einheit. Die Potsdamer Stadtverordneten-Versammlung beschloss 1997 mit der überwältigenden Mehrheit von 100 zu 8 Stimmen die dauerhafte Aufstellung des Denkmals auf dem Platz. Im Rahmen der Umgestaltung des Platzes aus Anlass der Bundesgartenschau 2001 hat das Denkmal einen zentralen Platz im landschaftsgestalterischen Konzept erhalten.

Inschrift Uns fehlen andere Tafeln uns fehlt diese eine:

„Hier lebte ein Mann, der sich geweigert hat auf seine Mitmenschen zu schießen. Ehre seinem Andenken!“

Kurt Tucholsky, Die Tafeln, 1925

Hintergrund

Eine Broschüre der Stadt Potsdam beschreibt das Denkmal so:

Siehe auch Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen Opfer der NS-Militärjustiz

Weblinks Ausführliche Dokumentation zum Bonner Deserteur Denkmal Broschüre. (PDF; 4,6 MB) Stadt Potsdam, 1999 Homepage des Künstlers „Mehmet Aksoy“

Einzelnachweise

Potsdam Kategorie:Bauwerk in Potsdam Kategorie:Deserteurdenkmal Kategorie:Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Brandenburg Kategorie:Skulptur (1989) Kategorie:Marmorskulptur (Deutschland)