Wehingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Mettlach im Landkreis Merzig-Wadern (Saarland). Von 1957 bis Ende 1973 war Wehingen eine eigenständige Gemeinde.

Beschreibung Wehingen hatte bis vor ca. 20 Jahren ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorfbild. Heute gibt es nur noch einige Milchbauern und einen Reiterhof, da viele Bauern ihre Höfe nach und nach aufgaben.

Geschichte Eine erste Römersiedlung um 200 n. Ch. wurde 451 von dem Hunnenkönig Attila restlos zerstört. Erst um das Jahr 500, als den Franken das Land um die Saar zufiel, kam wieder Leben ins Dorf. Die fränkische Vergangenheit Wehingens wird durch die Entdeckung eines Grabmales bestätigt.

Urkundlich wurde der Ort erstmals 1030 erwähnt. Wehingen bildete ursprünglich mit dem benachbarten Bethingen die Gemeinde Wehingen-Bethingen. Diese wurde am 1. Januar 1957 in die beiden Gemeinden Bethingen und Wehingen aufgespalten.Amtsblatt des Saarlandes 1956, S. 1647 Am 1. Januar 1974 wurde Wehingen in die Gemeinde Mettlach eingegliedert.

Politik Für die Kommunalwahl 2004 hatte die Gemeinde ohne Mauern eine eigene Liste für den Ortsrat aufgestellt, seit der Kommunalwahl 2009 kandidierten Mitglieder der Gemeinde für die 2008 neu gegründete Partei AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie.

Nach den Kommunalwahlen vom 26. Mai 2019 sind die neun Sitze im Ortsrat wie folgt verteilt:

CDU: 6 Sitze AUF: 2 Sitze Freie Bürger Mettlach (FBM): 1 Sitz

Ortsvorsteher ist Stefan Ollinger (CDU).

Wappen Das Wappen wurde am 9. März 1959 durch das Ministerium des Innern genehmigt und galt bis zur Auflösung der Gemeinde im Jahr 1974.

Blasonierung: „In Schwarz ein silberner, goldgekrönter, rotbezungter Löwe.“

Gemeinde ohne Mauern Seit 1994 hat sich die christliche Gemeinschaft Gemeinde ohne Mauern in Wehingen angesiedelt. Neben dem Gemeindezentrum betreibt die Gemeinde ein Gästehaus. Viele Gemeindemitglieder haben sich in Wehingen niedergelassen. Dadurch hat sich die Bevölkerung Wehingens in kurzer Zeit wesentlich erhöht, der Zuzug löste in dem Dorf einen Immobilien- und Bauboom aus.Deutschland: Wehingen – das christlichste Dorf Deutschlands? Artikel im Dawn-Freitagsfax Nr. 45 vom 23. November 2001.Irgendwann haben sie das ganze Dorf. Ein Ort im Saarland fühlt sich überrannt: von einer christlichen Gemeinde, die vielen dubios erscheint, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 9. Oktober 2005. Die Gemeinschaft führt in Wehingen ein relativ isoliertes Leben.Gemeinde ohne Mauern – „Stiftung Gemeinde ohne Mauern international“, Mettlach-Wehingen Infoseite des Bistums Trier, Stand: November 2006, abgerufen am 10. Januar 2011.

Im Zusammenhang mit Fällen von sexuellem Missbrauch durch einen Jugendpastor der Gemeinschaft zwischen 2013 und 2018Vier Jahre Haft für ehemaligen Jugendpfarrer. Saarländischer Rundfunk am 5. November 2020 (zuletzt aufgerufen am 14. Januar 2021). haben viele Gemeindemitglieder die Freikirche und den Ort verlassen.Was geschah in Wehingen? Ein Gespräch mit SR-Reporter Patrick Wiermer über die „Gemeinde ohne Mauern“ in Mettlach-Wehingen einige Monate nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle Saarländischer Rundfunk am 14. Januar 2021 (zuletzt aufgerufen am 14. Januar 2021).

Sehenswürdigkeiten Kapelle aus dem Jahre 1773Matthias Groß, Alfons Rettgen: St. Martin Tünsdorf. Schicksal einer Grenzpfarrei. Pfarrei St. Martin Tünsdorf, Mettlach 2004, ISBN 3-923754-97-3, S. 268–269. Altarstein aus dem Jahre 1707 Mariengrotte Kewelsberg, von dort Zufahrt zu Steine an der Grenze

Regelmäßige Veranstaltungen Semmerhüttenfest im Mai Altentag im Herbst (Seniorentreffen)

Einrichtungen Bürgerhaus

Literatur Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Saarburg. (= Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 15, III. Abteilung). L. Schwann, Düsseldorf 1939 (Nachdruck Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1982), S. 277.

Weblinks Wehingen mitten in Europa private Webseite zu Wehingen Wehingen auf der Internetseite der Gemeinde Mettlach

Förderverein Wehingen

Einzelnachweise

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