mini|Gefallenendenkmal des Infanterie-Regiments „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162 in Lübeck mini|hochkant|Kriegsgliederung der 17. Reserve-Division im Jahre 1916 mini|Denkmal des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 76 in Hamburg Die 17. Reserve-Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.
Gliederung Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 81. Infanterie-Brigade Infanterie-Regiment „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162 Schleswig-Holsteinisches Infanterie-Regiment Nr. 163 33. Reserve-Infanterie-Brigade Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 75 Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 76 Reserve-Husaren-Regiment Nr. 6 Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 17 4. Kompanie/Schleswig-Holsteinisches Pionier-Bataillon Nr. 9
Kriegsgliederung vom 28. März 1918 81. Infanterie-Brigade Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 76 Infanterie-Regiment Lübeck (3. Hanseatisches) Nr. 162 Schleswig-Holsteinisches Infanterie-Regiment Nr. 163 1. Eskadron/Reserve-Husaren-Regiment Nr. 6 Artillerie-Kommandeur Nr. 110 Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 17 Pionier-Bataillon Nr. 317 4. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 9 Pionier-Kompanie Nr. 340 Minenwerfer-Kompanie Nr. 217 Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 417
Gefechtskalender Die Division wurde mit der Mobilmachung bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 2. August 1914 gebildet und bestand aus Truppen der Freien Hansestädte und Schleswig-Holsteins. Sie enthielt die reguläre 81. Infanterie-Brigade aus Lübeck und der 33. gemischten Reserve-Infanterie-Brigade, welche hauptsächlich aus Hamburg und Bremen stammte. Außer diesen kamen noch andere Truppen aus der Provinz von Hannover. Sie bildete zu Beginn des Krieges zusammen mit der 18. Reserve-Division das IX. Reserve-Korps.
Die Division kämpfte an der Westfront, war am Kriegsverbrechen von Löwen beteiligt und lag bis September 1915 in dem Gebiet der Aisne. Im Februar 1915 wurde von der Division ein Rekrutendepot in Libermont gebildet.Hugo Gropp: Hanseaten im Kampf; im Auftrage des 'Verein ehem. Angehöriger Reserve 86 e. V.', 1932 Hamburg Von hier ging es nach Flandern und dem Artois. Hier blieb sie im Stellungskrieg bis Juni 1916. Von Mitte Juli bis Ende Oktober kämpfte sie in der Schlacht an der Somme. Die Division blieb bis Mai 1917 in den Schützengräben vor Ypern. Im Mai kämpfte sie in der Siegfriedstellung, bevor es zurück nach Flandern ging. 1918 kämpfte sie in Schlacht um den Kemmel (Teil der Vierten Flandernschlacht), vor Soissons und Reims und im Rahmen der Hunderttageoffensive bei der zweiten Schlacht von Cambrai. Die alliierte Aufklärung stufte die Division als „Elite-Division“ ein.Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army which Participated in the War (1914–1918), compiled from Records of Intelligence Section of the General Staff, American Ecpeditionary Forces, at General Headquarters, Chaumont, France 1919 (1920), S. 279–282
Ende August 1918 marschierten die stark dezimierten Regimente über Stätten, die sie aus den Jahren bis 1916 gut kannte, zur Rekonvaleszenz nach Bohain. Dort sollten Deputationen seiner Bestandteile am Sedantag an dem ehemaligen Kommandierenden General des Reserve-Korps, Max von Boehn (dem Sieger an der Aisne), vorbeiparadierten. Es sollte deren letzte sein.
Die Division wurde bis Januar 1919 demobilisiert und schließlich aufgelöst.
1914 25. August bis 7. September --- Sicherung gegen Antwerpen 25. August --- Straßenkampf in Löwen 15. bis 17. September --- Kämpfe an der Aisne 15. bis 18. September --- Schlacht bei Noyon 2. bis 15. Oktober --- Kämpfe bei Roye ab 16. Oktober --- Stellungskämpfe westlich Roye-Noyon
1915 bis 16. Oktober --- Stellungskämpfe westlich Roye-Noyon 8. bis 14. Januar --- Schlacht bei Soissons ab 21. Oktober --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
1916 bis 23. Juni --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois 24. Juni bis 7. Juli --- Erkundungs- und Demonstrationsgefechte der 6. Armee im Zusammenhang mit der Schlacht an der Somme 7. bis 19. Juli --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois 19. Juli bis 25. August --- Schlacht an der Somme 25. August bis 26. September --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois 28. September bis 16. Oktober --- Schlacht an der Somme ab 26. Oktober --- Stellungskämpfe an der Yser
1917 bis 9. Mai --- Stellungskämpfe an der Yser 9. bis 20. Mai --- Frühjahrsschlacht bei Arras 21. Mai bis 5. November --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois 6. bis 15. November --- Kämpfe in der Siegfriedstellung 15. November bis 3. Dezember --- Herbstschlacht in Flandern ab 4. Dezember --- Stellungskämpfe in Flandern
1918 bis 9. April --- Stellungskämpfe in Flandern 10. bis 29. April --- Schlacht um den Kemmel 30. April bis 3. Juni --- Stellungskrieg in Flandern 5. bis 8. Juni --- Schlacht bei Soissons und Reims 9. bis 13. Juni --- Schlacht bei Noyon 9. Juni bis 7. August --- Kämpfe an der Avre und Matz 8. August bis 3. September --- Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise 9. bis 27. August --- Schlacht um Roye und Lassigny 3. bis 7. September --- Kämpfe vor der Siegfriedfront 8. bis 15. September --- Abwehrschlacht zwischen Cambrai und St. Quentin 15. September bis 3. Oktober --- Stellungskämpfe in der Woëvre-Ebene und westlich der Mosel 3. bis 10. Oktober --- Abwehrschlacht in Flandern 11. bis 28. Oktober --- Kämpfe vor und in der Hermannstellung 1. bis 11. November --- Stellungskämpfe in Lothringen ab 12. November --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat
Kommandeure Dienstgrad Name DatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag. Osnabrück 1990. ISBN 3-7648-1780-1. S. 172.GeneralleutnantGustav Wagener2. August bis 21. September 1914GeneralmajorRichard von Kraewel22. September bis 22. November 1914GeneralmajorMax Schwarte23. November 1914 bis 13. Februar 1915Generalmajor/GeneralleutnantErnst von Hoeppner14. Februar bis 29. Juni 1915GeneralmajorErnst von Ziethen30. Juni 1915 bis 12. April 1916GeneralleutnantHugo Freiherr von Freytag-Loringhoven13. April bis 19. Dezember 1916GeneralmajorErnst von Reuter20. Dezember 1916 bis 14. April 1917Generalmajor/GeneralleutnantAlbert von Mutius15. April 1917 bis 9. Januar 1919
Literatur Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs. Militär-Verlag. Berlin 1927. S. 66, 115–116. Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905. Office of the Adjutant. 1920. S. 279–282.
Einzelnachweise
Reservedivision #::17 Kategorie:Gegründet 1914 Kategorie:Aufgelöst 1919