mini|220px|Der Sitz des Astronomischen Instituts. Das Astronomische Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften wurde 1953 gegründet. Bis zu dieser Zeit hatte die Sternwarte auf Skalnaté pleso (Gründer Antonín Bečvář, 1943) das Statut eines astronomischen Instituts. Durch die Gründung des neuen Instituts wurde dieses zu einem der Fundamente der neuen Slowakischen Akademie der Wissenschaften in der Slowakei. Mit der Weiterführung der Arbeit von ehemaligen Mitarbeitern der Sternwarte mit gegenwärtigen Kollegen des neuen Institutes verschmolzen die beiden Einrichtungen mehr und mehr zu einem übergreifenden Ganzen. Deswegen kann auch 1943 als das Jahr der Gründung des Instituts bezeichnet werden. Das Institut hat heute seinen Sitz am Rande der Stadt Tatranská Lomnica.
Gebiete der Forschung und der Organisation des Instituts mini|Lomnický štít Das Institut konzentriert sich auf das Studium der Sonne, des interplanetarischen Mediums und auf die astrophysikalische Erforschung von individuellen Sternen. Am Institut arbeiten zur Zeit ungefähr 65 Mitarbeiter, wovon etwa 50 aktive Wissenschaftler sind. Die Arbeit wird in folgenden Abteilungen wahrgenommen:
Abteilung für Sonnenphysik Im Bereich der Sonnenphysik hat ein dauerndes Interesse für die Aktivitäten in der Sonnenatmosphäre zur Spezialisierung auf Prozesse innerhalb der solaren Photosphäre, Chromosphäre und der Korona geführt. Zu diesem Zweck werden ein eigener Koronograf eingesetzt sowie die Daten aus Spektralanalysen vom Vakuumturmteleskop (VTT) am Observatorio del Teide in Teneriffa und Daten vom Sonnenobservatorium SOHO benutzt. Der Leiter der Abteilung ist Aleš Kučera.
Abteilung für interplanetarisches Medium Die Forschung umfasst die Fotometrie und Astrometrie von Asteroiden und Kometen, die mit Hilfe des Hauptteleskops der Sternwarte in Skalnaté Pleso durchgeführt werden. Außerdem werden zur Beobachtung von Boliden Kameras mit einem Weitwinkelobjektiv benutzt. Der Leiter der Abteilung ist Ján Svoreň.
Abteilung für Sternphysik Diese Abteilung konzentriert sich auf die Erforschung von Doppelsternen und Mehrfachsternsystemen. Dazu werden spektroskopische Daten vom Hubble-Weltraumteleskop (HST) und astrometrische Daten von Hipparcos wie auch vom Tycho-Katalog ausgewertet bzw. zugrunde gelegt. Der Leiter der Abteilung ist Drahomír Chochol.
Arbeitsstellen des Instituts Das Institut betreibt Sternwarten auf Skalnaté pleso und Lomnický štít sowie eine Stelle in Bratislava, die sich mit theoretischer Physik befasst und die Koordination für die Forschung über Meteoriten in der gesamten Slowakei wahrnimmt.
Die astronomische Sternwarte auf Skalnaté pleso (1783 m) wurde im Jahr 1943 gegründet. Es sind zwei Reflektoren (einer mit einer CCD-Kamera und der andere mit einem Fotometer ausgestattet) im Einsatz, deren Spiegel jeweils 60 cm Durchmesser haben. Die Solarstation auf Lomnický Štít ist seit dem Jahr 1960 in Betrieb. Sie ist mit einem Koronografen und einem Spektrografen ausgestattet. Im neuen Areal des astronomischen Instituts bei Tatranská Lomnica sind ein Horizontalteleskop für die Sonnenbeobachtung (ebenfalls mit einem Spektrografen ausgerüstet) sowie zwei Teleskope mit 60 cm bzw. 50 cm Durchmesser in Betrieb.
Direktoren des Instituts Antonín Bečvář (1943–1950) V. Guth (1951–1956) Záviš Bochníček (1956–1958) Ludmila Pajdušáková (1958–1979) Július Sýkora (1979–1989) Ján Štohl (1989–1993) Juraj Zverko (1993–2001) Ján Svoreň (2001–2009) Aleš Kučera (seit 2009)
Entdeckungen Das astronomische Institut war an der Entdeckung der folgenden Kometen beteiligt: mini|Skalnate Pleso Observatorium mini|Skalnate Pleso Observatorium mini|Die Sternwarte auf Skalnaté pleso.
Name Bezeichnung Datum der Entdeckung Helligkeit bei der Entdeckung (mag)Pajdušáková-Rotbar-Weber C/1946 K1 30.05.1946 7Bečvář C/1947 F2 27.03.1947 9Mrkos C/1947 Y1 20.12.1947 9,5Pajdušáková-Mrkos C/1948 E1 15.02.1948 10P/Honda-Mrkos-Pajdušáková 45P 03.12.1948 9Pajdušáková C/1951 C1 04.02.1951 8,5P/Tuttle-Giacobini-Kresák 41P 24.04.1951 10,5Mrkos C/1952 H1 27.04.1952 10Mrkos C/1952 W1 28.11.1952 10Mrkos-Honda C/1953 G1 12.04.1953 9Pajdušáková C/1953 X1 03.12.1953 11Vozárová C/1954 O1 28.07.1954 9Kresák-Peltier C/1954 M2 26.06.1954 10Mrkos C/1955 L1 12.06.1955 3,5P/Perrine-Mrkos 18D 19.10.1955 9Mrkos C/1956 E1 12.03.1956 9Mrkos C/1957 P1 29.07.1957 3Mrkos C/1959 X1 03.12.1959 8
Siehe auch Astronomisches Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik Sternwarte Ondřejov
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Einzelnachweise
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