Das Amt Blankenstein war ein Amt im Kreis Bochum (von 1844 bis 1885), im Kreis Hattingen (von 1885 bis 1929) und im Ennepe-Ruhr-Kreis (von 1929 bis 1970).
Geschichte mini|Siegelmarke des Amts Blankenstein-Ruhr Das Amt entstand als Bürgermeisterei Blankenstein 1817 in Nachfolge der Mairie Blankenstein im Kanton Hattingen im Arrondissement Hagen im Département Ruhr des französischen Satellitenstaats Großherzogtums Berg.Zusammensetzung der Bürgermeisterei Blankenstein, Stand 1839 Seine Wurzeln hatte es im seit dem Mittelalter bestehenden märkischen Amt Blankenstein.
Preußen verwaltete provisorisch das Großherzogtum nach Abzug der Franzosen im Generalgouvernement Berg, bevor es auf dem Wiener Kongress das Gebiet endgültig zugesprochen bekam. Nach Gründung der Provinz Westfalen führte Preußen seine Verwaltungsstrukturen ein. Die Bürgermeisterei Blankenstein wurde dem Kreis Bochum zugeordnet.
1844 wurde die Bürgermeisterei in ein Amt umgewandelt. Zu dem Amt gehörten anfänglich die Stadt Blankenstein sowie die teilweise aus alten Bauerschaften hervorgegangenen Landgemeinden Buchholz, Durchholz, Heven, Ostherbede, Stiepel, Vormholz und Westherbede. Seit dem 1. Juli 1885 gehörte das Amt Blankenstein zum neuen Kreis Hattingen, der aus dem Kreis Bochum herausgelöst wurde. Im Kreis Hattingen wurde die Amtsgliederung geändert. Durchholz, Heven, Ostherbede, Vormholz und Westherbede schieden am 1. Juli 1886 aus dem Amt Blankenstein aus und bildeten das neue Amt Heven-Herbede. Neu zum Amt Blankenstein kamen die beiden Gemeinden Holthausen und Welper aus dem Amt Hattingen.Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885, Ämter und Gemeinden des Kreises Hattingen
1929 wurde der Kreis Hattingen aufgelöst. Gleichzeitig wurde Stiepel in die kreisfreie Stadt Bochum eingemeindet.Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets vom 29. Juli 1929 Das Amt Blankenstein, nunmehr noch aus Blankenstein, Buchholz, Holthausen und Welper bestehend, kam zum Nachfolger Ennepe-Ruhr-Kreis.
1937 wurden die beiden Gemeinden Obersprockhövel und Niedersprockhövel aus dem aufgelösten Amt Sprockhövel in das Amt Blankenstein eingegliedert. Am 1. September 1960 wurden Obersprockhövel und Niedersprockhövel zur Gemeinde Sprockhövel zusammengeschlossen.
Am 1. April 1966 wurde die Stadt Blankenstein mit den Gemeinden Buchholz, Holthausen und Welper zu einer neuen Stadt Blankenstein zusammengeschlossen.Gesetz über den Zusammenschluß der Stadt Blankenstein und der Gemeinden Buchholz, Holthausen und Welper, Ennepe-Ruhr-Kreis
Das nun aus zwei Gemeinden bestehende Amt Blankenstein wurde zum 1. Januar 1970 aufgelöst. Die Stadt Blankenstein wurde mit Ausnahme des Ortsteiles Buchholz, der in Herbede eingegliedert wurde, in die Stadt Hattingen eingemeindet. Die Gemeinde Sprockhövel wurde amtsfreie Stadt.Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises vom 16. Dezember 1969
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Quelle 1839 6.659 Einwohnerzahl der Bürgermeisterei Blankenstein in Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, 1841 1859 9.807 Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark, 1890 1871 12.301 Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871 1885 15.285 Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885 1895 11.304 Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1895 1910 14.899 1933 10.403 1939 10.145 1950 21.048 Volkszählung 1950 1961 25.269 Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen) Die Zusammensetzung des Amtes wurde mehrfach geändert.
Wappen
Einzelnachweise
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