mini|Heinrich Georg Neuss, Porträt in der Marienkirche Ilsenburg Heinrich Georg Neuss (* 11. März 1654 in Elbingerode; † 30. September 1716 in Wernigerode) war ein deutscher Kirchenlieddichter und Pastor.

Leben mini|left|Deckblatt einer von Heinrich Georg Neuss herausgegebenen Bibel Neuss studierte Theologie an der Universität Erfurt, war Prediger in Quedlinburg, dann Lehrer, Konrektor, ab 1684 Rektor in Blankenburg (Harz). 1690 wurde er von Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel als Diaconus nach Wolfenbüttel berufen. Seit 1692 war er Reiseprediger des Herzogs. 1696 folgte er einem Ruf als Oberprediger an St. Sylvestri, Superintendent und Konsistorialrat nach Wernigerode. Den Doktortitel der Theologie erlangte er gleichfalls 1696.

1712 gab Neuss das erste Gesangbuch der Grafschaft Wernigerode heraus. Die Armenschule am Westerntor baute er zu einem Waisenhaus aus.Dittmar Marquordt: Von der Gründung des Ortes bis zum Ende des Königreichs Hannover. In: Von Alvelingeroth bis Elbingerode. Die 800jährige Geschichte einer kleinen Harzer Stadt. Halberstadt 2006, S. 21.

In seiner Heimatstadt Elbingerode lernte er den Organisten und Musiktheoretiker Andreas Werckmeister kennen, dessen Schrift Der edlen Music-Kunst Würde, Gebrauch und Mißbrauch (1691) er mit einem Vorwort versah.

Werke Ein reines Herz, Herr, schaff in mir (EG 389, MG 431) Die Abhandlungen Musica Parabolica oder Parabolische Music und Kurtzer Entwurf von der Music (1754 posthum gedruckt)Ruth Tatlow: Bach's Numbers; Compositional Proportion and Significance. Cambridge 2015, S. 83.

Literatur

Einzelnachweise

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